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Bild 53
Nachstellen der
Vorderradbremse
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2.04 Bremsen
Aufbau und Arbeitsweise der Vorder- und
Hinterradbremse sind die gleichen.! Beide Bremsbackenpaare sind
auf je einem Bolzen gemeinsam gelagert und werden durch
Federspannung auf der Gegenseite gegen den Bremsschlüssel
gedrückt [Bild 55]. Durch Drehung des Bremsschlüssels
werden die Backen gespreizt und legen sich dabei gegen die
Bremstrommel, wodurch der Bremsvorgang eingeleitet wird.
Die Vorderradbremse wird durch
einen Bowdenzug, dessen Ende im Handhebel am Lenker endet,
betätigt [Bild 53). Vor Herausnehmen des Vorderrads kann bei
entsprechender Stellung der Flügelschraube der Bowdenzug aus
dem Bremsgegenhalter ausgehängt werden [Bild 53 (1)1, um so
die Herausnahme des Vorderrads mitsamt dem Bremsgegenhalter zu
ermöglichen. Die Nachstellung der Bremse erfolgt mit
einem besonderen Stellnippel, das nach Einstellung durch
eine Kugelraste arretiert wird.
Die
Betätigung der Hinterradbremse [Bild 54] erfolgt vom
Bremsfußhebel über ein Gestänge. Die Einstellung
wird mit einer Flügelmutter am vorderen Teil des
Bremsgestänges [Bild 54] vorgenommen, die, wie bei der
Vorderradbremse, durch eine Raste nach der Einstellung
arretiert wird. Eine Zugfeder am hinteren Gestängeende
unterstützt die Rückzugskraft der Bremsbackenieder
beim Freigeben der Bremse. Der Bremsgegenhalter des Hinterrads
ist ein Teil des Hinterrad-Antriebsgehäuses. Die Abdichtung
des Bremsraums erfolgt durch eine Labyrinthdichtung. Im
Fahrbetrieb werden Schmutz und Wasser durch das umlaufende Rad
abgeschleudert und dadurch am Eindringen in den Bremsraum
gehindert. Beim Abspritzen der Maschine ist darauf zu achten, daß
der Wasserstrahl nicht direkt auf den Spalt gerichtet ist.
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Bild 54
Nachstellen der
Hinterradbremse
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Die Bremsbacken bestehen aus Aluminium, auf ihnen
sind die Bremsbelag« mit Hohlnieten aufgenietet. Der
Bremshebel ist auf dem Vorderradbremsschlüssel durch ein
Vierkant gegen Verdrehung gesichert, am Hinterradbremsschlüssel
mit Kerbverzahnung befestigt. Die eingelaufenen
Bremsbacken(Durchmesser des einbaufertigen Bremsbackenpaares vorn
159,5 mm, hinten 179,5 mm) sollen nicht unnütz von den
Bremsgegenhaltern abgenommen werden. Wenn dies jedoch
erforderlich ist, so ist darauf zu achten, daß, sofern
nicht die Bremsbeläge erneuert wurden, die Bremsbacken
wieder so aufgelegt werden wie vorher (Backen vor Abnahme
kennzeichnen).
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Bild 55
Vorderradbremshalter mit montiertem
Bremsbacken
(1) Bremsschlüssel mit Scheibe
(2) Bremsbacken
(3) Bremsbelag
(4) Zugfeder
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Bild 56
Vorderradbremshalter (Außenseite)
(1) Bremshalterplatte
(2) Bremsschlüssellager
(3) Auge für Steckachse
(4) Halter für Stellschraube
(5) Bremshebel
(6) Bremsseil-Halterung
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Bild 57
Hinterradantrieb
mit eingebautem Bremsbacken
(1) Gehäusedeckel
(2) Bolzen für Bremsbacken
(3) Bremsschlüssel mit Scheibe
(4) Scheibe mit Seegerring
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4.05 Bremsen
Eine regelmäßige Überwachung der
Bremsen ist im Interesse der Fahrtsicherheit außerordentlich
wichtig.
Der Verschleiß der Bremsbeläge zeigt sich
durch Vergrößerung des toten Ganges am Bedienungshebel
und ist durch Nachstellen zu beseitigen.
Dies geschieht bei der Vorderradbremse durch
Herausschrauben der Flügelschraube, in der die
Bowdenzughülle endet [Bild 53]. Bei hochgebocktem Vorderrad
wird die Flügelschraube so weit herausgedreht, bis bei
Drehung des Rades Schleifgeräusche hörbar werden, dann
ist die Stellschraube (1) '/2 Umdrehungen zurückzudrehen.
Hierbei ist darauf zu achten, daß die Stellschraube
nach beendeter Einstellung mit ihrem Schlitz nach innen steht. In
das Schmiernippel am Bremsgegenhalter ist nach jeweils 300 bis
500 km etwas Fett einzupressen. Die Nachstellung der
Hinterradbremse erfolgt in einfacher Weise durch Anziehen der an
der Bremszugstange sitzenden Flügelmutter. Dabei wird
ebenfalls so weit nachgestellt, bis die Hinterradbremse schleift,
und dann die Stellmutter 1/2 Umdrehung zurückgedreht.
Ist der Bremsbelag bis an die Nietköpfe
abgenutzt, so ist die Erneuerung desselben erforderlich. Zu
diesem Zweck ist das betreffende Rad auszubauen, worauf die
Bremsbacken frei liegen und abgenommen werden können [Bild
55].
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5.08 Bremsen
Wird der tote Gang bis zur Anlage der Bremsbacken zu
groß, so ist ein Nachstellen erforderlich. Am
Vorderradbremshalter wird mit der Stellschraube daß
Verhältnis der Bowdenzuglänge zur Länge der
Seilhülle geändert und so die Einstellung des toten
Ganges der Bremse ermöglicht. Eine richtig eingestellte
Handbremse hat, an der Handhebelspitze gemessen, ca. 10 mm toten
Gang.
Der tote Gang der Hinterradbremse wird durch die
Stellmutter auf der Bremsstange eingestellt. Die Einstellung
erfolgt entsprechend der Sitzposition.
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5.081 Auswechseln der
Bremsbacken
Ist der Bremsbelag so weit abgeschliffen, daß
die Hohlnietköpfe die Bremstrommel berühren, so
ist das Auswechseln des Belages erforderlich. Die beiden
Bremsbackenhälften werden vom Bremsbackenbolzen und
Bremsschlüssel abgekippt. Danach werden die beiden
Zugfedern aus den Bremsbackenhälften ausgehängt und die
Beläge vom Bremsbacken durch Zerstören derselben
entfernt. Nach Entfernen der Nieten aus den Bremsbacken können
neue Beläge aufgenietet werden. Nach dem Aufnieten werden
die Bremsbackenhälften auf eine Vorrichtung gespannt und auf
das Maß 159,5 mm für Vorderrad und 179,5 mm für
Hinterrad gedreht bzw. geschliffen. Die Montage erfolgt in
umgekehrter Reihenfolge wie oben beschrieben.
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