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5.05 Hinterradantrieb
Ist der Ausbau des
Hinterradantriebs erforderlich, so ist das nur nach Ausbauen
der Hinterradfederung an der Getriebeseite möglich. Bei
Starrahmenmaschinen ist der Ausbau des
Hinterrad-Antriebsgehäuses wesentlich einfacher. Es ist
hier ebenfalls der Ausbau des Hinterrades notwendig, jedoch
nach Aushängen der Bremsgestänge aus dem
Bremsschlüssel und vorherigem Herausnehmen der
Rückzugfeder ist nur das Abdrehen der sechs Hutmuttern
von den Schraubenbolzen des Hinterrad-Antriebsgehäuses
erforderlich. Danach wird die Kardanwelle aus dem
Stoßdämpfergummi herausgezogen. Die Montage erfolgt
in umgekehrter Reihenfolge.
5.051 Aus- und Einbauen
des Hinterradantriebs bei Hinterradfederung
Zum Ausbau des
Hinterrad-Antriebsgehäuses sind folgende Arbeiten
erforderlich:
1. Lösen der Mutter
am Achshalter links.
2. Lösen der Mutter
für die Steckachse rechts und Herausdrehen der
Steckachse.
3. Herausnehmen des
Hinterrades.
4. Abschrauben der
Verschlußmutter am Gleitrohr oben.
5. Lösen der Schraube
für Stoßdämpfer im Gleitrohr.
6. Hochschrauben der
Verkleidungshülse für die Feder.
7. Herausschlagen des Stiftes aus dem Achshalter des
Antriebsgehäuses (von vorn nach hinten schlagen) und
Herausschrauben des Stoßdämpfers aus dem Gleitrohr.
8. Abschrauben der
Verschlußglocke vom Hals des Antriebsgehäuses.
9. Lösen der
Klemmschrauben für das Gleitrohr oben und unten.
10. Aushängen der
Bremsgestängefeder.
11. Herausnehmen des
Bolzens für den Bremsschlüssel am Antriebsgehäuse.
12. Herausziehen des
Gleitrohres aus dem Rahmen und dem Achshalter des
Antriebsgehäuses nach oben.
13. Herausziehen des
oberen Federeinspannstückes aus dem oberen Rahmenauge.
14. Herausziehen der
Gelenkwelle aus dem Stoßdämpfergummi. Die Montage
erfolgt in umgekehrter Reihenfolge.
5.052 Zerlegen des
Hinterradantriebs
Sollen Tellerrad und
Ritzel ausgebaut werden, so ist eine vollständige
Verlegung des Hinterradantriebs erforderlich:
1. Öl ablassen.
2. Herausnehmen der
Sprengringe aus dem Gelenkstück des Ritzels (auf
eingelegte Scheiben achten!).
3. Herausdrücken der
Nadelbuchse aus Gelenkstück.
4. Herausnehmen des
Gelenkkreuzes mit Gelenkwelle.
5. Herausnehmen des
Splintes aus dem Ritzelgewindezapfen.
6. Abschrauben der
Rundmutter vom Gewindezapfen.
7. Abziehen des
Gelenkstückes von der Keilbahn des Ritzels.
8. Herausschrauben des
Gewinderinges aus dem Antriebsgehäuse.
9. Bremsbacken vom Deckel
des Gehäuses abnehmen.
10. Lösen des
Sicherungsdrahtes aus den Sechskantschrauben des
Gehäusedeckels.
11. Herausdrehen der
Sechskantschrauben aus dem Gehäuse.
12. Abziehen des Deckels
mit Kugellager und Mitnehmerflansch (auf Lichtung
achten), Distanzhülse herausnehmen.
13. Herausdrücken des
Ritzels aus dem Nadellager und dem Hals des Antriebsgehäuses.
14. Abziehen des doppelreihigen Kugellagers von der
Ritzelwelle und Auspressen des Nadellagers aus dem
Gehäuse.
15. Abziehen des kleinen
Kugellagers vom Mitnehmerflansch des Tellerrades.
16. Auspressen des
Mitnehmerflansches aus dem Gehäusedeckel.
17. Herausziehen des
Kugellagers aus dem Gehäusedeckel.
Das so zerlegte Getriebe
läßt das Auswechseln der drei Dichtringe zu.
Der Einbau eines neuen
Tellerradsatzes ist ohne genaue Meßvorrichtungen und
Montageeinrichtungen nicht möglich und deshalb einer
Vertragswerkstatt zu überlassen. Nicht genau eingestellte
Ritzeldistanz zum Tellerrad führen zu vorzeitigem
Verschleiß bzw. zum Ausbrechen der Zähne. Das
Auswechseln der Dichtringe ist bei gewissenhafter Arbeit
jedoch ohne Gefährdung der Ritzeldistanz möglich.
Es ist dann nicht erforderlich, die Teile so weit zu zerlegen,
wie vorstehend beschrieben. Der Dichtring auf dem Hals des
Gelenkstückes ist nach Ausbauen des Gewinderinges
zugänglich. Der Dichtring im Inneren des Gehäuses
kann nach Ausbauen des Gehäusedeckels ausgewechselt
werden. Der Dichtring im Deckel des Gehäuses kann ohne
Demontage des Deckels entnommen werden. Ist jedoch der Einbau
eines neuen Kugellagers erforderlich, so ist die Montage
ebenfalls ohne genaue Meßwerkzeuge nicht möglich.
5.053 Zusammenbauen des
Hinterradantriebs
Bei Montage von Tellerrad
und Ritzel ist durch sorgfältige Messungen die auf den
Rädern vorgeschriebene Achsendistanz einzuhalten.
Unsachgemäß montierte Radsätze geben
Geräusche und führen zu vorzeitigem Verschleiß
bzw. zum Ausbrechen der Zähne.
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