2.012
Kurbeltrieb
Die Kurbelwelle ist vom in
einem Bleibronzelager mit Stahlstützschale und hinten in
einem reichlich dimensionierten Kugellager im Gehäuse
gelagert.
Dieses
hat die Bezeichnung 6207 C 002 nach DIN 625, seine Abmessungen
sind 35X72X17 mm. Die Bezeichnung C 002 kennzeichnet ein
besonderes Lagerspiel. Das Lager wird in den hinteren
Lagerdeckel eingepreßt und dann mit dem Deckel auf den
hinteren Kurbelwellenzapfen aufgeschoben. Der Deckel, der aus
einer Al-Legierung besteht, wird unter Zwischenlegen einer 0,3 mm
dicken Papierdichtung mit neun Sechskantschrauben, die durch
Draht gesichert sind, im Gehäuse befestigt. Wie im Bild 9
(12) zu erkennen ist, ist im hinteren Lagerdeckel ein gekapselter
Filzring eingepreßt, der auf dem Hals der Schwungscheibe
läuft und den Ölübertritt zum Kupplungsraum
verhindert. Die Kurbelwelle ist aus Einzelteilen
zusammengepreßt. Sie besteht aus der vorderen und hinteren
Hubscheibe, die aus kernfestem Stahl gefertigte Schmiedestücke
sind. In die Hubscheiben ist der vordere bzw. hintere
Wellenzapfen eingepreßt. Beide bestehen ebenfalls aus
kernfestem Stahl. Zur Lagerung der Antriebswelle des
Getriebes im hinteren Kurbelwellenzapfen ist in diesen eine
Sinter-Eisenbuchse eingepreßt. Der Hubzapfen wird zunächst
in die vordere Hubscheibe eingepreßt. Nach dem
spielfreien Aufpassen des Pleuels mit entsprechend
ausgesuchten Rollen 7X10 mm nach DIN 5402, die in einem
Duralkäfig laufen,
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Bild
11
Motor
von vorn mit aufgebrochener Schutzhaube, Ölraum und offener
Unterbrecherdose
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Bild 12
Kurbeltrieb mit Kolben
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wird
nach vorherigem Aufpressen der Anlaufscheiben in einer besonderen
Vorrichtung die hintere Hubscheibe mit bereits eingepreßtem
Wellenzapfen auf den Hubzapfen gepreßt. Zwischen Kugellager
und hinterer Hubscheibe liegt eine Distanzscheibe von 0,4 ... 0,6
mm Dicke, die das Anlaufen des Kugellager-Außenringes
an die Hubscheibe verhindert. Die vordere Anlaufscheibe [Bild 9
(13)] ist so ausgewählt, daß das Spiel zwischen dieser
und dem Gehäuseauge in kalten Zustand 0,4 ... 0,6 mm
beträgt. Diese Axialluft ist erforderlich, um ein
Klemmen des Kurbeltriebes in warmem Zustand zu vermeiden.Das
Pleuel ist aus kernfestem Stahl im Gesenk geschmiedet und hat
doppel- T- förmigen Querschnitt [Bild 9 (14) und
Bild l0a (13)]; es ist am großen Auge (Pleuelfuß) im Einsatz
gehärtet. Das Seitenspiel des Pleuels zwischen den
Anlaufscheiben, die eine Dicke von 2,8 mm aufweisen, soll 0,05 mm
betragen. Dieses Spiel wird dadurch garantiert, daß der
Hubzapfen beiderseitig mit Ansätzen versehen ist, an denen
die Hubscheiben Anlage finden.
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Der Kolbenbolzen liegt
im kleinen Pleuelauge in einer eingepreßten Messingbuchse.
Das von seiten des Werkes eingehaltene Lagerspiel beträgt
0,01 ... 0,025 mm. Zur Schmierung des Kolbenbolzens sind durch
das Pleuelauge und die Lagerbuchse Löcher gebohrt,
durch die Spritzöl eindringen kann
Die konstruktive Ausbildung
des Kolbens und die Verwendung einer hochwertigen
Alu-Legierung sowie ein Einbauspiel des Kolbens im Zylinder von
0,04 . . . 0,05 mm ermöglichen auch hohe
Autobahn-Dauergeschwindigkeiten, ohne daß Kolbenfresser
befürchtet werden müssen. Die Kolbenbolzenlagerung ist
im Kolben einseitig versetzt. Aus diesem Grunde ist oben auf den
Kolben ein Pfeil mit der Bezeichnung „vorn"
eingeschlagen, damit der Kolben in der richtigen Stellung
eingebaut wird. Der Kolben ist mit zwei Kompressionsringen
und einem Ölabstreifring versehen [Bild 9 (15) und (16)].
Der Kolbendurchmesser ist normal 72 mm. Als Ausschleifmaße
stehen Kolben mit 72,5, 73 und 73,5 mm 0 zur Verfügung. Das
genaue Maß ist jeweils auf dem Kolbenboden eingeschlagen;
unter Zugabe von 0,04 mm wird der Zylinder ausgeschliffen.
Die Kurbelwelle ist
entsprechend dem Kolben- und Pleuelgewicht statisch
ausgewuchtet, um einen erschütterungsfreien Lauf des
Motors zu gewährleisten.
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