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Bild 42 Rahmen mit
eingebauter Teleskopgabel
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2.03 Fahrgestell
Der aus Stahlblech gepreßte Rahmen ist
seitenwagenfest und geländetauglich [Bild 42 (1)]. Gegenüber
der alten Starrahmenausführung ist der neue
hinter-radgefederte Rahmen im hinteren Teil für
Seitenwagenbeanspruchung besonders stabil und seitensteif
ausgeführt. Die Vorderradgabel ist eine Teleskopgabel [Bild
42 (2)], d. h., ihre Rohrholme schieben sich beim Durchfedern
teleskopartig ineinander. Ihr einfacher Aufbau sichert
einwandfreie Funktion der Federung und der hydraulischen
Dämpfung. Der Rahmen ist so ausgebildet, daß eine
einwandfreie Befestigung der Gleitrohre und Anlage der Tragfedern
gesichert ist. Die eingebauten hydraulischen Dämpfer, die
weiche Hinterradfederung und die Abstimmung mit der Federung
der Vorderradgabel ergeben eine gute Straßenlage. Die Räder
haben Steckachsen, die Radnaben laufen auf Kugellagern.
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Bild
43 Rahmen
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2.031 Rahmen
Der Rahmen wird aus zwei gepreßten
Stahlblechhälften gebildet, die am Lenkkopf verschweißt
sind [Bild 43 (1)]. Die eingeschweißten drei Querträger
[Bild 43 (2), (3) und (4)] sowie die Verstärkungsbleche oben
und unten am Lenkkopf geben dem Rahmen die erforderliche
Stabilität. Der elektrisch geschweißte Rahmen wird vor
dem Lackieren in besonderen Vorrichtungen l gerichtet und gibt
somit dem Rad die Voraussetzung für eine gute Spurhaltung.
Bei der alten Ausführung war im Verstärkungsblech für
den Steuerkopf oben l eine Bohrung vorgesehen, die zur
Befestigung des auf Gummi gelagerten Kraftstoffbehälters
diente. Bei der neuen Ausführung wurde, um das schwierige
Gegenhalten mit einem Schlüssel an dieser schwer
zugänglichen Stelle zu vermeiden, eine Stiftschraube
eingeschweißt.
Die untere Querverbindung des Rahmens [Bild 43 (3)]
ist mit einer Bohrung versehen, die die Kippständerachse
aufnimmt [Bild 43 (5)]. Der Kippständer l [Bild 43 (6)]
besteht aus zwei gepreßten Stahlblechhälften mit
eingeschweißten Verstärkungen, die durch ein Querrohr
verbunden sind.
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Die Kippständerfeder l ist einerseits in einen
Bolzen eingehängt, der in einen Lappen des Kippständers
eingenietet ist. Andererseits wird die Feder auf einen besonders
ausgebildeten Schraubenbolzen, der gleichzeitig zur Befestigung
der Auspuffschelle am Rahmen dient, eingehängt. Zur
einwandfreien Halterung des Kippständers beim Durchfahren
von Schlaglöchern ist außerdem eine Blattfeder am
Rahmen angeschraubt, die nasenartig in das Preßteil
des Kippständers eingreift [Bild 43 (7)].
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4.04 Fahrgestell
4.041 Rahmen
1. Kippständergelenke jeweils nach dem Reinigen
der Maschine mit einigen Tropfen Motorenöl versehen.
2. Lackschäden sind zur Vermeidung von
Rostbildung sofort ausbessern zu lassen.
4.042 Lenkung
Das Lenkungsspiel ist nach beendeter Einfahrzeit alle 4000 km bei
unterbautem Motor und gelöstem Lenkungsdämpfer zu
prüfen. Beim Prüfen ist der Daumen so an den Lenkkopf
zu legen, daß dieser und die Abschlußkappe unterhalb
der Lenkerplatte berührt werden. Beim Auf- und Abbewegen der
Vorderradgabel ist dann das geringste Spiel in der
Lenkungslagerung spürbar. Etwaiges Spiel ist wie folgt zu
beseitigen [Bild 44]:
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Splint (13) herausnehmen, Flügelschraube (12)
herausschrauben.
Nach Abnahme der Feder und Sicherungsplatte Gegenmutter lösen.
Mit Stellmutter (7) Spiel der Lagerung beseitigen (Lagerung darf
nichtklemmen, Gabel muß frei nach beiden Seiten fallen
können).
Gegenmutter wieder
festziehen. Lenkungsdämpfer montieren. Nach dem Festziehen
nochmals prüfen.
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Bild 44
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4.043 Vorderradgabel
Nach den ersten 2000 km und dann alle 10000 km oder
wenn die Stoßdämpferwirkung nachläßt
(spürbar an schlechter Straßenlage der Maschine), muß
das Öl in der Gabel erneuert werden Ölerneuerung siehe
unter 5.062).
4.044 Hinterradfederung
und Kreuzgelenk
Die Fettkammern des Achshalters sind nach jeweils
1000 km Fahrzeit mit einer Fettpresse nachzufüllen (vier
Stöße mit der dem Bordwerkzeug beigegebenen
Fettpresse [Bilder 71 und 72]).
Ein Ölwechsel in den Hinterradstoßdämpfern
ist nach jeweils 10 000 Fahrtkilometern vorzunehmen. Es
empfiehlt sich, diese Arbeit einer Vertragswerkstätte
zu überlassen.
Das Kreuzgelenk der Gelenkwelle wird ebenfalls nach
jeweils 10000 km mit der Fettpresse abgeschmiert. Hierzu ist es
erforderlich, die Verschlußglocke mit dem dem Bordwerkzeug
beigefügten Hakenschlüssel aufzuschrauben.
4.045 Räder
Die
Schmierung der Lager in den Laufrädern erfolgt alle 1000 km
mittels einer Fettpresse (drei Stöße). Die
Schmiernippel sind in den Bildern 49 (6) und 50 (4) zu erkennen.
Es ist zweckmäßig, bei dieser Gelegenheit auch die
Steckachsen von Vorder- und Hinterrad herauszunehmen, zu reinigen
und leicht eingefettet wieder einzubauen.
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5.06 Fahrgestell
Die R 35 wurde ursprünglich als
Starrahmenmaschine, später mit Hinterradfederung
geliefert. Es ist zu empfehlen, bei älteren, aber noch gut
erhaltenen Starrahmenmaschinen die Fahreigenschaften der Maschine
durch Einbau einer neuen Vordergabel mit Ölstoßdämpfung
zu verbessern. Dabei ist es vorteilhaft, die Lenkkopflager
mit auszutauschen (Kugeldurchmesser 5,5 mm in 6,5 mm geändert).
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5.061 Rahmen
Die Starrahmen sind durchweg genietet. Das Richten
erfolgt im Werk in besonderen Vorrichtungen. Verzogene Rahmen
sind deshalb an das Werk einzusenden. Die Rahmen mit
Hinterradfederung sind ihrem Verwendungszweck entsprechend
vollständig geschweißt und konstruktiv so ausgeführt,
daß sie bei Querbeanspruchung nicht so leicht elastisch
ausweichen. Auch das Richten dieser Rahmen kann nur im Werk mit
den entsprechenden Vorrichtungen vorgenommen werden. Der Anschluß
eines Seitenwagens ist ab Fahrgestell- Nr. 256 501 ohne weiteres
möglich.
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