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Bild 22
Antriebsschema R 35
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Bild 23
Getriebe, rechte Seite aufgebrochen
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Bild 24
Ansicht des Getriebes von der
Kupplungsseile
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2.02 Triebwerk
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Entsprechend dem Einbau des Motors in den Rahmen, dessen
Kurbelwelle um 900versetzt zu den Laufradachsen
läuft, liegen auch alle Treibachsen in Längsrichtung des
Fahrzeugs. Im vierten Gang kann man sich den Antrieb von der
Kurbelwelle bis zum Winkeltrieb der Hinterachse als starre,
durchgehende Welle denken [Bild 22], Beim Schalten auf den
ersten, zweiten und dritten Gang wird eine Nebenwelle eingeschaltet
[Bild 23 (1)], die parallel zur Hauptwelle angeordnet ist. Die Lage
der Kupplung ist äußerlich an dem aus dem Gehäuse
herausragenden Kupplungshebel erkennbar [Bild 24 (1)].
Um leichte Bedienbarkeit zu erreichen, ist der
Kickstarterhebel [Bild 30a] durch einen Winkeltrieb mit der
Nebenwelle verbunden [Bild 25 (1)]. Der Fußschalthebel des
Getriebes sitzt an der linken Seite. Der an der rechten
Getriebeseite angebrachte Handschalthebel wird nur ausnahmsweise
zum Schalten benutzt, im. übrigen dient er als Ganganzeiger
[Bild 26]. Die Kraftübertragung vom Getriebe zum Hinterrad
erfolgt über einen kräftig ausgebildeten
Gummistoßdämpfer. Dieser hat die Aufgabe, bei geringeren
Drehzahlen die aus dem Motor kommenden Stöße abzufangen
und somit Tellerrad und Ritzel zu entlasten [Bild 22]. Vom
Gummistoßdämpfer aus erfolgt die Kraftübertragung
durch eine Gelenkwelle [Bild 22], die das Drehmoment auf Ritzel und
Tellerrad und somit auf das Hinterrad weiterleitet. Während
bei Starrahmenmaschinen nur eine einfache Gelenkwelle nötig
ist, wird bei Maschinen mit Hinterradfederung eine Kreuzgelenkwelle
verwendet
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Bild 25
Getriebemäusedeckel
aufgebrochen
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Bild 26
Schaltstellungen des Handschalthebels
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2.022 Getriebe
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Das Getriebe enthält drei Hauptgruppen, und zwar: 1. den Antrieb mit seinen verschiedenen Übersetzungsstufen
[Bild 29], 2. den Kickstarterantrieb zum Anwerfen des Motors [Bild 30a,b], 3. den Fußschaltmechanismus mit Handschaltung [Bild 31a,
b]. Alle drei Gruppen sind in einem Gehäuse untergebracht, dessen
große Flansch! seile den Kupplungsraum des Motorgehäuses
abdeckt. Der große Flansch gestattet es, das Getriebe mit fünf in
das Motorgehäuse eingezogenen Stiftschrauben freitragend zu
befestigen.
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| Bild 29 Längsschnitt Getriebe
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| Das zentrisch an das Motorgehäuse
angeschraubte Getriebe trägt an der linken Seite einen
Anguß, den Batteriekasten, der in seiner Außenform dem
Motorgehäuse auf der Lichtmaschinenseite angepaßt ist
[Bild 32). Die dem Motorgehäuse zugekehrte Flanschseite ist
mit einer großen Bohrung versehen, die zur Aufnahme des
Lagerflansches dient, in dem die Antriebswelle gelagert ist [Bild
29]. Ann hinteren Teil ist mit fünf Stiftschrauben der
Kickstarterdeckel befestig" [Bild 29 (2)]. Für die
Ölauffüllung ist hinter dem Batteriekasten ein
Anguß] vorgesehen, dessen Bohrung mit einer Schraube
verschlossen ist [Bild 32 (1)] Die Ölablaßschraube
befindet sich im hinteren Teil des Gehäusebodens [Bild 32
(2)].
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| Bild 30a Kickstarterantrieb mit Nebenwelle
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| Bild 30b Kickstarterrad mit Kastenhalter
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Der Zahntrieb für die einzelnen Gänge setzt sich
zusammen aus Antriebswelle [Bild 29 (3)], Keilwelle [Bild 29 (4)], Nebenwelle [Bild 29 (5)]. Die Antriebswelle, die auf der Getriebeseite in einem Kugellager
läuft [Bild 29 (6)], treibt die Nebenwelle. Beim Einschalten
des vierten Ganges wird die Nebenwelle leer mitgetrieben,
während die Schaltklaue Antriebs- und Keilwelle direkt
verbindet [Bild 29 (7)]. Die aus Stahl geschmiedete Nebenwelle
treibt im vierten Gang die auf der Hauptwelle lose laufenden, axial
gesicherten Zahnräder leer mit. Zwischen den Zahnrädern
des ersten und zweiten Ganges sowie dritten und vierten Ganges auf
der Hauptwelle sitzen die Schaltklauen axial verschiebbar auf dem
Keilwellenprofil der Keilwelle [Bild 29 (7) und (8)]. Die
Räder des ersten, zweiten und dritten Ganges, die auf der
Keilwelle laufen, sind mit Mitnehmern versehen, über die sich
die Bohrungen der Schaltklauen schieben lassen und so die
Einschaltung des jeweiligen Ganges ermöglichen [Bild 33].
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| Bild 31 a Fußschaltmechanismus, von links gesehen
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Nur die Schaltklaue des vierten Ganges ist
einseitig mit normaler Innenverzahnung versehen und schiebt sich
beim Schalten auf den vierten Gang direkt über die Zähne
der Antriebswelle, die stirnseitig abgerundet sind. Zusammenfassend kann also gesagt werden:
1. Im vierten Gang ist die Antriebswelle mit der Keilwelle durch
die Schaltklaue [Bild 29 (7)] verbunden. 2. Im ersten, zweiten und dritten Gang ist die Antriebswelle [Bild
29 (3)] über die Nebenwelle [Bild 29 (5)] mit der Keilwelle
[Bild 29 (4)] verbunden.
Die Nebenwelle ist gleitgelagert. In die hohlgebohrte Welle sind
zwei Messingbuchsen eingepreßt, die ihre Schmierung durch
besondere Bohrungen zwischen den Zahnkränzen erhalten [Bild 29
(9)]. Die Nebenwellenachse (Bild 29 (10)] wird von hinten in das
Gehäuse eingeschoben und sitzt mit Preßsitz in der
hinteren und vorderen Getriebewand. In die Bohrung der Antriebswelle ist eine Bundbuchse
eingepreßt, in der die Keilwelle ihre vordere Lagerung
erhält [Bild 29 (11)|. Das hintere Lager der Keilwelle ist ein
Kugellager, das mit einem Sprengring axial in der hinteren
Gehäusewand festgesetzt ist [Bild 29 (12)). Die in der hinteren Gehäusewand befindliche große
Bohrung dient zur Aufnahme des Lagers für die Kickstarterwelle
Bild 30a (1)]. Beim Niedertreten des Kickstarterhebels erfolgt die
Übertragung der Drehbewegung über Anwerfwelle [Bild 30a
(3)], Kegelradwelle [Bild 30a (4)] und Nebenwelle [Bild 30a (5)]
auf die Antriebswelle [Bild 29 (3)] und damit über die
Kupplung auf die Kurbelwelle [Bild 22],
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| Bild 31 b Fußschaltmechanismus, von hinten
gesehen
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Das Zwischenrad zum Kickstarter trägt eine doppelte
Verzahnung, die Innenverzahnung zum Eingriff des Rasthebels und die
Außenverzahnung zum Eingriff in die Nebenwelle. Das Rad
läuft mit einer eingepreßten Lagermetallbuchse lose auf
der Kegelradwelle [Bild.30b (6)J. Diese ist vorn in einer
Zwischenwand des Gehäuses [Bild 30a (7)), hinten in einem
Lagerdeckel gelagert der in die hintere Gehäusewand eingelegt
ist [Bild 30a (8)]. Hinter dem vorderen Lagerzapfen ist eine
Kerbverzahnung vorgesehen, auf die der Rasthalter gepreßt
wird. Im Rasthalter ist der Rasthebel gelagert, der durch Feder und
Druckstift in die Innenverzahnung des Zwischenrades gedrückt
wird. Durch einen an die mittlere Gehäusewand angeschraubten
Anschlag wird jedoch der Rasthebel [Bild 30b (10)] dann
ausgeklinkt, wenn sich der Kickstarterhebel bis zum Anschlag [Bild
30b (9)] zurückgedreht hat. Die Kegelradwelle ist ein Schmiedeteil, an das das Zahnrad direkt
angeschnitten ist. In dieses greift das Kegelrad zur Anwerfwelle,
welches mit Kerbverzahnung, Mutter und Scheibe auf der Anwerfwelle
befestigt ist. Auf der anderen Seite der Welle ist eine Fläche
angefräst, auf der zur Befestigung des Kickstarterhebels eine
Keilschraube gleitet [Bild 30a (11)].
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| Bild 32 Kickstarterdeckel demontiert
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| Bild 33Fußschalgetriebe rechts aufgebrochen
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Die Anwerfwelle ist im Kickstarterdeckel gelagert,
und zwar in zwei eingepreßten Lagermetallbuchsen. Auf dem
Hals des Kickstarterdeckels befindet sich die Anwerffeder. Im Kickstarterdeckel ist das Tachoritzel [Bild 32 (5)] gelagert,
das seinen Antrieb durch eine auf die Keilwelle aufgepreßte
Schnecke erhält [Bild 32 (3)].
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Die Schmierung erfolgt über eine Bohrung in der
Gehäusewand, die ihren Fortsatz im Deckel findet [Bild 32 (4)]
und die gleichzeitig die Entlüftung des Getriebes
übernimmt. Der bei starker Erwärmung entstehende
Überdruck im Gehäuse kann sich durch diese Bohrung
ausgleichen und schmiert dabei auch den Tachoantrieb. Das Getriebe ist mit Fußschaltung ausgerüstet [Bild 34
(1)]. Ihrer Bauart nach ist die Schaltung eine Walzenschaltung d.
h., die Schaltgabeln [Bild 34 (7)] worden in Kurvenbahnen einer
Schaltwalze axial verschoben und bewirken so das Verschieben der
Schaltklauen. Die Schaltwalze ist hohlgebohrt und tragt an jeder
Seite eine eingepreßte Gleitbuchse aus Lagermetall, die auf
einer fest in das Gehäuse eingepreßten Welle gleiten,
Die Schaltwalze wird durch das vorn angefräste Zahnrad durch
den Schaltmechanismus in Drehung vorsetzt. Der Antrieb der Schaltwalze erfolgt durch den Fußschalthebel,
der aus kernfestem Stahl geschmiedet ist. Er sitzt auf der
Fußschaltwelle, die im Getriebegehäuse vorn und in der
Zwischenwand gelagert ist [Bild 30a (12)]. Die Fußschaltwelle
ist ebenfalls aus hochwertigem, kernfestem Stahl gefertigt und
tragt neben den zwei Lagerstellen für das Gehäuse [Bild
30a (13)] drei Kerbverzahnungen. Auf die erste Verzahnung wird der
Fußschalthebel gepreßt [Bild 30a (14)] und mit einer
Querschraube [Bild 30a (15)] zusätzlich festklemmt. Hinter
dieser sitzt ein Abdichtring (Radialdichtring) [Bild 30a (16)] in
das Gehäuse eingepreßt ist.
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| Bild 34 Fußschaltgetriebe mit abgenommenem oberem und
hinterem Getriebedeckel
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Bild 35 Schaltschema für Fußschaltgetriebe (Text siehe 2.062)
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Bild 36 Fußschaltgetriebegehäuse mit eingebautem
Schaltmechanismus (1) Auge für Schaltsegment am
Gehäuseboden (2) Rasthebel (3) Gehäusebolzen für Winkelhebel (4) Büchse für Winkelhebel (5) Gelenkstück für Handbetrieb
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Hinter der Lagerstelle in der vorderen Gehäusewand sitzt
auf einer großen Kerbverzahnung der Rückholhebel [Bild
30a (17)], der die Aufgabe hat, nach betätigen der Schaltung
den Fußhebel unter Einwirkung einer Haarnadelfeder [Bild 3la
(1)] immer wieder in seine Ausgangslage zurückzuholen. Hinter
dem Rückholhebel sitzt die Raste, die drehbar auf der Welle
gelagert ist. Die letzte Kerbverzahnung auf der
Fußschaltwelle bringt den Ankerhalter [Bild 31a (6)], der
ebenfalls unter der Einwirkung einer Feder [Bild 31 a (7)] steht,
in die richtige Winkelstellung zum Rückholhebel und zur
Raste.Der obere Gehäusedeckel [Bild 32 (6)] ist durch
Zwischenlegen einer Papierdichtung von 0,3 mm Dicke abgedichtet und
wird mit vier Sechskantschrauben festgezogen.An der großen
Flanschseite des Gehäuses befindet sich ein Aluminiumdeckel
der eine Gummiplatte festklemmt, die den Kupplungshebel eng
umschließt Ein zweiter, seitlicher Blechdeckel, der ebenfalls
mit zwei Schrauben befestig ist, hat die Aufgabe, die Öffnung
für die Schmierung des Kupplungslagers abzudecken. Das gesamte Getriebe läuft im Ölbad. Die Schmierung
für den Tachoantrieb ist am Schluß des Abschnitts
"Kickstarter" (siehe Seite 49) behandelt. Die Ölfüllung des Gehäuses beträgt 0,4 Liter.
Bei Nachfüllung nach Ablassen des Öles sind nur 0,35
Liter Öl erforderlich.
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2.023 Gelenkwelle
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| Die Gelenkwelle hat die Aufgabe, das vom Getriebe
abgegebene Drehmoment auf das Hinterradantriebsritzel
weiterzuleiten. Die durch die Hinterradfederung entstehende
Vertikalbewegung des Hinterachs-Antriebsgehäuses bringt eine
Abstandsänderung zwischen Getriebegehäuse und Hinterachse
sowie auch Veränderungen der Winkelstellung von Keilwelle und
Ritzelachse im Hinterradantrieb. An der Getriebeseite werden sowohl
die Längen als auch die Winkeländerungen durch einen
Stoßdämpfergummi [Bild 37 (1)] aufgenommen An der
Ritzelseite werden die Winkeländerungen durch ein Kreuzgelenk
[Bild 37 (2)] ausgeglichen. Der auf der Keilwelle des Getriebes
befestigte Stoßdämpferflansch [Bild 37 (3)] ist ein
Schmiedestück, an dem sich zwei zylindrische Zapfen befinden
und dessen Bohrung konisch ist. Der Stoßdämpferflansch
der Gelenkwelle an der Getriebeseite hat die gleiche
Ausführung jedoch in der Bohrung unterscheidet er sich
dadurch, daß die Bohrung, in die die Gelenkwelle
eingepreßt wird, zylindrisch ist.
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Die Gelenkwelle an der Getriebeseite ist
hohlgebohrt, so daß sie über den Kugelzapfen, der am
Ende der Keilwelle angeschliffen ist, geschoben werden kann und
dadurch ihre Zentrierung erhält. Der Mitnehmerflansch ist auf
der Getriebekeilwelle mit konischer Bohrung und Keil befestigt und
wird mit einer Spezialmutter festgezogen. Die Mutter selbst ist
gegen Lösen durch eine gestanzte Sicherungsscheibe gesichert.
Der zwischen den beiden Flanschen befindliche
Stoßdämpfergummi ist durch einen diesen
umschließenden starken Stahlring gegen Deformierung
gesichert. Die Gelenkwelle ist ein Schmiedeteil, dessen gabelförmiges
Ende so ausgebildet ist, daß die Nadelbuchsen [Bild 38 (1)],
die für das Gelenkkreuz erforderlich sind, eingepreßt
werden können. Das Gelenkkreuz ist mit vier zapfenartigen
Andrehungen versehen, über die beim Einpressen in die
Gabelstücke des Gelenkes die Nadelbuchsen geschoben werden.
Das zweite Gabelstück für das Kreuzgelenk ist fest auf
einer Keilbahn mit dem Ritzel verschraubt. Die vier
eingepreßten Nadelbuchsen [Bild 38 (1)] werden mit
Seegerringen [Bild 38 (2)] axial gesichert, durch Beilegen von
Ausgleichscheiben [Bild 38 (3)] zwischen Nadelbuchse und Seegerring
kann ein zu großes axiales Spiel beseitigt werden.
Außerdem werden durch Beilegen der Ausgleichscheiben die
Wellen auf einwandfreien Rundlauf gebracht. Das Kreuzgelenk wild
durch eine Verschlußglocke [Bild 37 (4)] gegen Verschmutzung
geschützt. Die für den Winkelausschlag der Welle
größer gehaltene Öffnung der Verschlußglocke
wird durch einen Gummischutzring abgedeckt. Die Schmierung des
Gelenkkreuzes erfolgt durch das hohlgebohrte Zapfenkreuz, in dessen
Zentrum ein Schmiernippel eingeschraubt ist. Beim Abschmieren mit
der Fettpresse; ist die Verschlußglocke abzuschrauben.
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| Bild 37Gelenkwelle mit Stoßdämpfer
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Bild 38 Kreuzgelenk, geschnitten (1) Nadelbüchse (2) Seegerring (3) Ausgleichsscheibe
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5.021 Ausbauen des Triebwerkblocks
Die Demontage des Triebwerkblocks aus dem
Fahrgestell macht den Ausbau des Hinterrads erforderlich. Des
weitern ist die Rückzugfeder für das
Bremsgestänge auszuhängen und die Bremsstange durch
Lösen der Stellmutter aus dem Bremsfußhebel
herauszunehmen.
Bei hinterradgefederten Maschinen ist die
Herausnahme des Triebwerkblocks aus dem Fahrgestell dann durch
Ausschwenken des Hinterradantriebs mit Gelenkwelle möglich.
Zuvor ist aber die Verschlußglocke abzuschrauben und die
Gelenkwelle so zu drehen, daß das Schmiernippel des
Kreuzgelenks nach der Radinnenseite steht (sonst Beschädigung
des Schmiernippels). Weiterhin sind die beiden Klemmschrauben der
Federung am Rahmenbügel auf der Kardanseite zu lösen.
Im Anschluß daran kann der
Gelenkwellenflansch aus dem Stoßdämpfergummi
mittels Schraubenziehers herausgedrückt werden.
Bei Starrahmenmaschinen ist es dagegen
erforderlich, die fünf Hutmuttern der
Hinterradantriebs-Gehäusebefestigung sowie die
Sechskantschraube für die rechte untere
Gepäckträgerbefestigung abzuschrauben. Danach kann das
Hinterrad-Antriebsgehäuse mit Kardanwelle aus dem
Stoßdämpfergummi und aus dem Rahmen herausgenommen
werden.
Die folgenden Arbeiten sind für beide
Baumuster die gleichen und werden in der angegebenen Reihenfolge
wie folgt vorgenommen:
1.
Lösen der elektrischen Leitung an der Lichtmaschine und
Herausziehen des Kabelbaums unter der Lichtmaschine.
2.
Lösen der Leitung, die von der Batterie zur Lichtmaschine
führt, sowie der Masseleitung zum Getriebe am
Getriebegehäusedeckel.
3. Lösen der Leitung vom Unterbrecher, die zur
Zündspule führt.
4. Aushängen des Bowdenzugs am
Unterbrechergehäuse.
5.
Herausschrauben der Stellschraube für die Zündverstellung
aus der Schutzhaube unter Lösen der Gegenmutter.
6.
Aushängen des Bowdenzugs aus dem Kupplungshebel und Lösen
der Gegenmutter sowie Pierausschrauben des Halters für die
Stellschraube aus dem Motorgehäuse.
7. Ausfädeln des Kupplungszuges aus dem Bereich des Motors
sowie Lösen der Schelle am Zylinderkopf.
8. Abschrauben des Vergaserdeckels zum Herausnehmen des
Gasschiebers mit Bowdenzug.
9. Abschrauben der Ringmutter für das Auspuffrohr am
Zylinderkopf.
10. Lösen der Schelle für den Schalldämpfer in
der Nähe der Fahrerfußraste und Herausziehen des
Auspuffrohrs.
11. Lösen der Sicherungsschraube für Tachometerwelle
am hinteren Getriebedeckel und Herausnehmen derselben.
12. Lösen der Verschraubung an den Fußrasten.
13. Lösen und Abschrauben der Muttern von den
Stiftschrauben des Motorgehäuses am vorderen
Rahmenquerträger.
14. Herausziehen des Motorbolzens unter leichtem Anheben des
Getriebegehäuses (auf Distanzbuchsen achten, die zwischen
Motor und Rahmenprofil liegen).
15. Herausheben des Triebwerkblocks aus dem Rahmen.
Bei Maschinen, die noch
mit Handschaltung versehen sind, ist es erforderlich, vor
Herausnahme des Motors aus dem Rahmen die Kunststoffkugel vom
Handschalthebel abzuschrauben (Rechtsgewinde!), um den
Handschalthebel aus der im rechten Kniekissen angebrachten
Schaltkulisse herausziehen zu können. Der Einbau erfolgt in
umgekehrter Reihenfolge.
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