Mitnehmer auf die Kardanwelle aufschrumpfen °

incl. Hardyscheibe
Benutzeravatar
rockabilly17
Schrauber
Schrauber
Beiträge: 99
Registriert: 9. Mai 2004, 21:55
Wohnort: 14974 Ludwigsfelde
Kontaktdaten:

Mitnehmer auf die Kardanwelle aufschrumpfen °

Beitrag von rockabilly17 » 14. September 2005, 15:42

Hallo alle zusammen!
Nach längerer Zeit hab auch ich mal wieder ein bisschen Zeit gefunden, ein bisschen meine EMW zu "massieren". Hab jetzt aber ein Problem beim Aufschrumpfen des Mitnehmers auf die Kardanwellen. Ich hatte den Mitnehmer bei 300!!! Grad im Ofen und die Welle in Trockeneis!!! Beim Versuch den Mitnehmer auf den Wellenstumpf fallen zu lassen, ist dieser auch raufgefallen, hat allerdings ca einen cm vor meiner Markierung "haltgemacht"! Er liess sich auch durch weitere Gewaltanwendung nicht überreden, seinen Restweg fortzusetzen! Dat is richtig Scheisse!

Hat jemand ne Idee?
Weiterfahrn, Beobachten...

Benutzeravatar
Gobi
Administrator
Administrator
Beiträge: 4021
Registriert: 5. Dezember 2002, 01:06
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Beitrag von Gobi » 14. September 2005, 16:02

ist der Mitnehmer auch innen verchromt worden? Das könnte es erklären

Benutzeravatar
lappiator
Rapunzel
Rapunzel
Beiträge: 924
Registriert: 20. Januar 2003, 21:30
Wohnort: Berlin-Lichtenberg
Kontaktdaten:

Re: Mitnehmer auf die Kardanwelle aufschrumpfen

Beitrag von lappiator » 14. September 2005, 18:11

rockabilly17 hat geschrieben: Beim Versuch den Mitnehmer auf den Wellenstumpf fallen zu lassen, ist dieser auch raufgefallen, hat allerdings ca 1 cm vor meiner Markierung "haltgemacht"!
das ganze hätte schon mit einer presse gemacht werden sollen :mecker: . die hätte nicht halt gemacht. jetzt haste echt ein problem. die frage von gobi ist durchaus berechtigt. wenn der stumpf mit verchromt worden ist, dürfte das aufpressen schlecht gehen.

Benutzeravatar
Gobi
Administrator
Administrator
Beiträge: 4021
Registriert: 5. Dezember 2002, 01:06
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Beitrag von Gobi » 14. September 2005, 19:16

gemach. gemach- wie man das teil aufpressen soll ist mir nicht so ganz klar- ich hätte da viel zu viel Angst, das sich die Welle verbiegt- oder gibts da einen Trick?

Benutzeravatar
rockabilly17
Schrauber
Schrauber
Beiträge: 99
Registriert: 9. Mai 2004, 21:55
Wohnort: 14974 Ludwigsfelde
Kontaktdaten:

Beitrag von rockabilly17 » 14. September 2005, 19:25

Moment, das vergass ich zu sagen. Meine Passflächen sind absolut Chromfrei und sauber. Dass das mit ner zusätzlichen Schicht Chrom nich geht, ist sehr wahrscheinlich. Aber pressen kann ich mir rein vom Aufbau auch nicht vorrstellen.

Ich hatte schon die Idee, den Mitnehmer mit ner Flamme zu traktieren, bis er anfängt, rosa zu schimmern. Was anderes fällt mir jetzt echt nich mehr ein! :evil:

Wie gings denn bei Euch? Gabs da echt so grosse Toleranzen?
Weiterfahrn, Beobachten...

Benutzeravatar
lappiator
Rapunzel
Rapunzel
Beiträge: 924
Registriert: 20. Januar 2003, 21:30
Wohnort: Berlin-Lichtenberg
Kontaktdaten:

Beitrag von lappiator » 14. September 2005, 20:09

ich hatte das bei takin mal machen lassen. der wird wohl was dazu sagen können.

Benutzeravatar
Gobi
Administrator
Administrator
Beiträge: 4021
Registriert: 5. Dezember 2002, 01:06
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Beitrag von Gobi » 14. September 2005, 21:41

Waren die beiden Teile vorher zusammen?
Ich habe das schon mal hier beschrieben, ich hatte ein Teil im Ofen und eins in der Tiefkühltruhe (über Nacht) und war völlig verdutzt, als die Teile einfach ineinander plumsten- so daß der Winkel (Stellung der Mitnehmer) nicht genau stimmte- nachkorigieren war sofort unmöglich

Takin Treiber
Aktivist
Aktivist
Beiträge: 423
Registriert: 7. Januar 2003, 21:52
Wohnort: Berlin

Beitrag von Takin Treiber » 14. September 2005, 22:18

abpressen ist recht simpel, mußt ja nur am mitnehmer gut gegenhalten, so daß er nicht verbiegt.
können aber dennoch ein paar tonnen druck zusammenkommen, bevor es heftig knallt, rausrutscht, die welle auf den boden kracht und ein kreuzgelenkauge zerdeppert...

zum aufpressen mußt du die welle an dem winzigen absatz knapp hinter der mitnehmerpaßfläche festhalten und gleichzeitig unten an der zentrierung in der kreuzgelenkgabel abstützen.
also selbst improvisiert ein sehr aufwendiges werkzeug!
das druckstück ist natürlich auch aufwendiger, und der mitnehmer verbiegt ziemlich schnell! also schon besser, wenn es mit hitze/kälte funktioniert...

wenn möglich, die teile so markieren, das sie wieder genau wie vorher sitzen, nicht verdreht.

mitnehmerzapfen zu kreuzgelenkaugen 90°

Matthias
Aktivist
Aktivist
Beiträge: 250
Registriert: 1. April 2003, 17:27

Beitrag von Matthias » 15. September 2005, 08:20

Ich weiß gar nicht, wo das Problem ist
Ich habe 2 EMW-Kardane und einen BMW-Kardan auf einer
Presse auseinander und wieder zusammengepresst.Da ist nichts
krumm geworden,die Welle ist ja nicht aus Wald-und Wiesenstahl
gemacht.Das haben die früher in der EMW-Werkstatt auch so gemacht.

Benutzeravatar
THOMAS T.
Schrauber
Schrauber
Beiträge: 81
Registriert: 8. April 2003, 13:43
Wohnort: NMS Schleswig-Holstein

Beitrag von THOMAS T. » 15. September 2005, 12:47

Ich habe mir eine neue Chromglocke aufsetzen lassen bei Kinzig-Böse - der benutzt eine "Balancepresse" oder so ähnlich - kostet nich die Welt (Das Pressen) und man hat keinen Ärger mit improvisieren...

Benutzeravatar
rockabilly17
Schrauber
Schrauber
Beiträge: 99
Registriert: 9. Mai 2004, 21:55
Wohnort: 14974 Ludwigsfelde
Kontaktdaten:

Beitrag von rockabilly17 » 16. September 2005, 10:36

Das runterpressen dés Mitnehmers ist ja zum Glück kein Problem für mich, da hab ich in der Firma eine gigantische Spindelpresse!

Ich habe heute mit dem Jokisch telefoniert, er sagt, hier wird nichts geschrumpft, sondern nur gepresst! Er hat dazu eine Spezialvorrichting zum fixieren der Welle (soll ja ne Welle bleiben) und eine 16 Tonnen-Presse! Damit wird das Ganze kalt zusammengepresst.

Ich staune nicht schlecht, dass das gehen soll!
Weiterfahrn, Beobachten...

Benutzeravatar
Tabun
Aktivist
Aktivist
Beiträge: 444
Registriert: 12. Juni 2003, 18:11
Wohnort: nedserD krizebsgnureigeR

Beitrag von Tabun » 21. Oktober 2005, 22:42

Hi EMW-Fangemeinde - bin mal wieder auf Sendung,

die Sache mit dem Zusammenpressen kann ich nur bestätigen.
Ist alles kein Problem - wird wie vor 50 Jahren auch schon genau so bewerkstelligt.
Man sollte nur beachten, dass die Welle nicht zu weit durch den Mitnehmer gepresst wird - sonst schleift die Welle am Getriebeausgang und wer die Welle zu wenig einpresst - der hat dann zu viel Spannung an der Kardan/Getriebe Achse.

Na ja - aber dies wisst Ihr ja bestimmt auch schon.........

Grüße aus DD

Jens B.

serpus
hält sich ran....
hält sich ran....
Beiträge: 9
Registriert: 23. März 2006, 07:54
Wohnort: Thüringen

Beitrag von serpus » 4. Mai 2006, 20:06

Hallo!Habe mit meinem Kumpel auch das Teil kalt raus und rein gedrückt.Bei ca. 5 to bin ich weggerannt, dann bei 9 to ging alles raus und rein.Wenn Ihr Ihr das nur wegen der Galvanik machen wollt geb alles komplett hin, macht sich einfacher!Aber meistens sind ja die Glocken total vergrießknaddlt..

Benutzeravatar
Killerniete
Co- Admin
Co- Admin
Beiträge: 1003
Registriert: 28. Juli 2005, 15:57
Wohnort: Weißwasser

Beitrag von Killerniete » 31. Juli 2006, 16:38

Hallo
Hab beim erstenmal auspressen auch nen Schreck gekriegt.
Hab dazu eine etwas wilde Konstruktion gebaut -2 st. 20mm Stahlplatten verbunden über 4st. 16er Gewindestangen als Stempel 5 to Wagenheber mit zugedrehtem Überdruckventil.
Nachdem sich die Platten ca. 5mm durchgebogen :roll: haben gabs nen Knall und danach gings rauspressen gut. :D
Zum zusammenpressen sollte die Welle gestützt werden durch 2 massive Halbschalen da die Welle dem Druck ausweichen will.(ist leider 1 mal passiert :cry: )
mfg.

Bild

Benutzeravatar
Killerniete
Co- Admin
Co- Admin
Beiträge: 1003
Registriert: 28. Juli 2005, 15:57
Wohnort: Weißwasser

Beitrag von Killerniete » 2. August 2006, 16:40

Nachsatz
Die Welle wird meisst zerlegt um sie neu zu verchromen.
Dabei ist zu beachten das das der Bereich der Presspassung nicht mitverchromt wird.
Zum Abdecken verwende ich Cu-Heizungsrohr-Reste.
Wer die Möglichkeit hat kann auch was passendes drehen.
Auf alle Fälle darf es nicht zu leicht entfernbar sein -abkleben reicht nicht.
Bei den Kreuzgelenkbohrungen muß man sich entscheiden- wenns leicht rausging kanns mitverchromt werden dann sitzt das Gelenk danach satt.
Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten.

Grüße aus dem Reservat
"Muskauer Heide"

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast