Taugen die neuen Nickel Kadmium Batterien was?

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icwiener
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Taugen die neuen Nickel Kadmium Batterien was?

Beitrag von icwiener » 21. Juni 2018, 09:24

Sind sie so gut wie die originalen von damals? Gibts aktuelle Erfahrungen?
Ich meine die die es z.b. in der Bucht gibt für 173,-....

Ich mag keine Leergehäuse mit Gel-Innereien, ist irgendwie nicht mein Ding.
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Speedy24
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Re: Taugen die neuen Nickel Kadmium Batterien was?

Beitrag von Speedy24 » 21. Juni 2018, 12:52

Hi!

Ich habe 2014 einen neuen ungefüllten NiCd-Akku von GAZ aus neuer Produktion für 80€+V hier übers Forum gekauft. Jedoch kann dazu aber nicht wirklich eine Aussage treffen, da meine R35 immer noch ein Teilehaufen ist..
173€ sind Wucher! :mecker:

Diese Posts könnten von Interesse sein:
https://www.emw-r35.de/board/viewtopic. ... =15#p66265

https://www.emw-r35.de/board/viewtopic. ... 568#p22568

Viele Grüße!
Alex
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Re: Taugen die neuen Nickel Kadmium Batterien was?

Beitrag von Haui » 21. Juni 2018, 17:04

Ich fahre seit 2009 NiCd- Akku. Bis dato alles supi. Trotz gewisser Empfehlungen wechsle ich die Lauge nur alle 3- 4 Jahre.
Vorher hatte ich kurzzeitig einen Standard- Blei- Akku von Blitz drin, aber so schnell konnte ich gar nicht gucken wie der hin war. Den hatte ich damals bei Stemler gekauft. Kulanterweise hat er die Reklamation akzeptiert und ich habe über ihn dann auf NiCd- Akku gewechselt. Preislich lag ich bei ca. 110 €. Soviel von mir dazu.

Ciao Haui
Gott (?) gebe mir den Mut Dinge zu ändern, welche ich ändern kann, die Gelassenheit Dinge hinzunehmen welche ich nicht ändern kann und die Weisheit das Eine vom Anderen zu unterscheiden!

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Re: Taugen die neuen Nickel Kadmium Batterien was?

Beitrag von icwiener » 22. Juni 2018, 09:02

ich habe noch 2 ni akkus aus der guten alten zeit, die hatte ich höchstpersönlich kurz vor der wende neu gekauft für damals 50 ddr mark. inzwischen sind die allerdings leider tot. ich hab nach der anleitung hier im forum mal versucht einen wiederzubeleben, mit destilliertem wasser paarmal gespült und neue lauge rein, hat leider garnichts gebracht.
deswegen meine hoffnung, mit ner neuen für die nächsten 20 jahre ruhe zu haben. meine emw wird nur sehr selten bewegt vielleicht 2mal im jahr.

ja die blitz batterien kenne ich auch, im russengespann (k750), welches durch den boxermotor ja kaum vibriert, haben 2 davon jeweils ca 30km gehalten, der größte mist den es gibt! etwas besser sollen die blitz gel batterien sein, kumpel ist paar jahre damit rumgefahren.

die nickel batterien finde ich vor allem aus nostalgischen gründen extrem sexy, obwohl die ab werk ja garnicht in unseren motorrädern verbaut waren.
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Re: Taugen die neuen Nickel Kadmium Batterien was?

Beitrag von duesenberg » 22. Juni 2018, 14:30

Hallo,

habe vor kurzem eine NiCd-Batterie wieder zum Leben erweckt. Dazu habe ich mir viel destilliertes Wasser (5l), mehrere Einwegspritzen (100 ml, werdeb als Blasenspritzen bezeichnet), Kaliplätzchen und ein neues Aräometer gekauft. Die Batterie habe ich erstmal auslaufen lassen, um sie dann zellenweise m.H. der mit destilliertem Wasser gefüllten Einwegspritzen zu spülen. Das solange, bis das aus den Zellen herauslaufende Wasser fast sauber war. Da ging etliches Wasser drauf. Dann habe ich in ein sauberes Einweckglas erst destilliertes Wasser gefüllt (2/3 voll) und dann Kaliplätzchen (2 Eßlöffel) gefüllt. Dann mit einem Holzstab umgerührt. Die entstehende Lauge wird heiß! Nach einer Weile hat sich das Ganze abgekühlt und ist klar und völlig aufgelöst Dann mit dem Aräometer gemessen, wie die Laugendichte ist. Sie soll bei 1,21 g/ccm liegen. Da gibt es allerdings unterschiedliche Angaben (1,20 - 1,24). Jetzt entsprechend dem Meßergebnis destilliertes Wasser oder Plätzchen nachfüllen und gründlich umrühren (mehrmals). Ist die Kalilauge fertig, mit einer Einwegspritze in die zellen einfüllen. Es gehen ungefähr 75ml in jede Zelle. Bei meinen Einwegspritzen waren noch Spitzen dabei, mit deren Hilfe ein sauberes befüllen ermöglicht wird.
Zum Anhalten des Rades stelle man das Gas ab und ziehe den Kupplungshebel, wodurch das Rad langsam zum Stehen kommt.

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Re: Taugen die neuen Nickel Kadmium Batterien was?

Beitrag von oldiMike » 25. Juni 2018, 04:03

Ich habe mir 2 gekauft. Allerdings keine langzeiterfahrung. Sind ungefähr 4 Jahre drin, habe seit dem keine Probleme. Ich hatte im Stadtverkehr immer mit leeren Akku zu kämpfen, (fahre immer mit licht) seit dem Akku absolut nix mehr. Würde mir Sie immer wieder holen. Nachladen brauch ich nicht. Auch im Winter nicht. Versuche sie dir direkt vor Ort zu holen. 170 ist zu viel.
auf der suche nach Original Kolben für Die EMW Ø > 72mm auch gebraucht.

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Re: Taugen die neuen Nickel Kadmium Batterien was?

Beitrag von hajo48 » 26. Juni 2018, 16:14

mit welchem ladegerät und wieviel ampere wird der akku geladen.werde mir einen zulegen.kostet bei zippel 159 euronen.
halo

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Re: Taugen die neuen Nickel Kadmium Batterien was?

Beitrag von duesenberg » 26. Juni 2018, 16:44

Hallo hajo,

mit einem ganz normalen Ladegerät (von Aldi). Möglichst geringer Ladestrom.
Dieses Ladegerät hat eine Stellung "Motorrad". Dabei ist der Ladestrom nach meiner Erinnerung auf 0,8 Ah begrenzt. Das reicht völlig, um eine entladene Batterie in einem Tag voll aufzuladen. Außerdem verfügt es über eine automatische Erkennung 6V/ 12V.
Zum Anhalten des Rades stelle man das Gas ab und ziehe den Kupplungshebel, wodurch das Rad langsam zum Stehen kommt.

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Re: Taugen die neuen Nickel Kadmium Batterien was?

Beitrag von hajo48 » 26. Juni 2018, 17:18

danke klaus :prost:
hajo

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Re: Taugen die neuen Nickel Kadmium Batterien was?

Beitrag von nafets » 26. Juni 2018, 21:17

hab hier mal folgendes reinkopiert:

Datenblatt mit Lade- und Behandlungsvorschrift laut Hersteller für Nickel-Kadmium-Batterie 6V , 8Ah

Technische Daten:
Zellentype: NK 6 V/8Ah Zellenzahl 5.
Batteriespannung: 6 Volt
Kapazität: 8 Amperestunden.
Normale Entladestromstärke: 1,6 A; zeitweilig höchstzulässig: 3 A
Normale Ladung: 8 Stunden mit Nennladestrom 1,6 A Ladespannung regulierbar von 7 bis 9,1 Volt.
Höhe der Kalilauge über Plattenoberkante etwa 10 mm.
Erforderliche Kalilauge für eine Neufüllung etwa 0,3 kg

Ladung:
Bei mit Kalilauge gefüllt und geladen angelieferten Batterien erfolgt die erste Ladung wie bei der normalen Ladung. Sind die Batterien ungefüllt und ungeladen geliefert worden erfolgt die erste Ladung mit der doppelten Ladezeit und mit dem Nennladestrom. Alle Ladungen werden mit gleichbleibender Ladestromstärke ausgeführt.
Die Batterie kann bei einer jährlichen Wartungs- und Ausgleichsladung mit 0,2 l = 1,6A geladen werden.
Jedoch ist darauf zu achten, dass der Ladestrom generell zu begrenzen ist und nicht höher als max. 0,3 l = 2,4A liegt. Zu beachten ist, dass bei einer solchen Ladung mit einem Ladegerät die Ventile der Motoradbatterie zu entfernen sind. Wird dies nicht realisiert baut sich ein erhöhter Innendruck auf und das Sicherheitsventil spricht an. Das Sicherheitsventil ist so konzipiert, dass eine mechanische Zerstörung (Bersten) der Batterie verhindert wird. Dies kann bei erhöhter Gasbildung kurzfristig auch bis zum Auftreten einer Ballung der Batterie führen. Dies ist kein Qualitätsmangel, sondern weist auf eine Fehlbehandlung durch den Anwender hin.
Bei der Ladung während des Betriebes wird die Batterie mit einer Konstantspannung durch die Lichtmaschine geladen. Hier ist darauf zu achten, dass der Regler im Motorrad ordnungsgemäß auf eine Spannung von 6,9-7,0V eingestellt ist. Dies sind je Zelle ca. 1,4 V und somit unterhalb der Gasungsspannung. Bei dieser Spannung und in einem vollgeladenen Zustand wird der Strom durch die Batterie auf ca. 0,02A begrenzt. Es entsteht somit keine Gasbildung uns auch kein Aufblähen der Zellen.

Gruß
Stefan

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Re: Taugen die neuen Nickel Kadmium Batterien was?

Beitrag von Speedy24 » 27. Juni 2018, 09:43

Als Ladegerät für die Nickel-Cadmium Akkus kann ich Ladegeräte aus dem Modellbau empfehlen. Diese sollten digital sein und über ein delta-Peak Abschaltverfahren und einen Sicherheitstimer verfügen. Insbesondere sind ältere Ladegeräte wie Graupner Ultramat (10, 14, 15 ect..), Robbe Power Peak mehr als ausreichend für unsere Zwecke dimensioniert und sind gebraucht in der Bucht und Kleinanzeigen spottbillig zu haben (~20-35€), da mehr oder minder alle im Modellbau auf LiPo-Akkus umgestiegen sind ;)

Nur zu, falls ihr Fragen dazu habt - ich kenne mich da gut aus ;)

Grüße
Alex
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