Züge selbst löten

Spiegel, Bowdenzüge
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lappiator
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Re: Bowdenzüge löten

Beitrag von lappiator » 15. September 2007, 23:04

Rottitommi hat geschrieben: Ich will hier nicht klugscheißern. Wäre aber von zweifelhafter Schönheit, wenn man die Schrauber vom EMW Forum an einer Augenklappe erkennen müsste.
recht hat er!!!
wenn ich nich so eitel wäre, würde man mich genau an dieser augenklappe erkennen.

dedde
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Beitrag von dedde » 3. März 2009, 11:04

Hallo,

kann mir jemand die Länge des Bowdenzuges für die
Vorderradbremse nennen und die Hüllrohrlänge?
Wie ist im Original die Gewindelänge der Einstellschraube an der Bremsankerplatte?

Bis bin ich zwar gut damit gefahren, Bremsleistung vollkommen ok, aber habe jetzt gemerkt,
dass die Schraube nur ein bis zwei Gewindegänge eingedreht war :shock: - entschieden zu wenig, finde ich.

Grüße Ute
... dreimal abgeschnitten und noch zu kurz.

dedde
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Beitrag von dedde » 6. März 2009, 13:31

Hm,
dann färbe ich die Frage noch einmal rot ein.
Hat denn keiner die Maße,
oder den Zug z.Zt. zufällig ausgebaut ??
Oder habe ich die einzige dumme Frage gefunden,
die es eigentlich nicht gibt?
Wenn ja: wo sind denn dann die Gratulanten?
:mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
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Beitrag von Gobi » 6. März 2009, 14:03

Das beantwortet dir deshalb warscheinlich keiner, weil es da eigentlich nichts zu messen gibt.
Viel entscheidender ist der richtige Weg des Bodenzuges!:
Schöne runde Bögen, keine engen Radien auch nicht bei Lenkeinschlag - aber auch nicht unnötig lang, wie komme ich am Krümmer vorbei usw.

Dann die Stellschrauben ganz reindrehen und erstmal die Bowdenzughülle so ablängen, daß die Form passt.
Jetzt den Zug rein (ein Nippel schon dran) und einfach schauen wo der andere Nippel hin muss - anlöten , testen, notfalls den Nippel noch mal verschieben :roll: und erst dann abschneiden , fertig.
Jetzt könntest Du höchstens messen, wen Du den Zug nochmal rausnimmst und dir vernünftigerweise einen Ersatzzug für unterwegs nachlötest -> wenn einem unterwegs ein Zug reisst steht man ganz schön blöd da!
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Re: Züge selbst löten

Beitrag von findus » 23. März 2014, 20:53

Hi, das habe ich auch vor, leider habe ich keine alten Bowdenzüge mehr, dafür genügend geeignetes Material.
ich bin beim Aufbau einer "noch BMW" R 35 ,. Bj. 1950, mit Handschaltung und Innenzuggriffen.
Kann mir jemand die Längen
der Ummantelung und
der Stahsehne/v. Nippel zu Nippel
der einzelnenan der maschine vorhandenen Bowdenzüge benennen?
Wäre toll.
Theo

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Re: Züge selbst löten

Beitrag von duesenberg » 24. März 2014, 08:40

Hallo,

hier mein Aufschrieb von damals:

11.3. Bowdenzüge:
Bowdenzughülle mit Teflon;
gelötet mit fohrmann-Lötöl und Lötdraht S-Sn96,5Ag3,5
Länge, gemessen zwischen den Innenkanten der Nippel:
Vergaser: 1,5 mm verzinkter Stahldraht, flexibel (Louis Gasbowdenzug)
Hülle: 82,5cm Seil: 89cm
besser: 85cm 91,5cm
Zündung: 1,5 mm verzinkter Stahldraht (Louis Kupplungsbowdenzug)
Hülle: 76,5cm Seil: 87cm
Abblendlicht: 1,5 mm verzinkter Stahldraht
Hülle: Seil:
Kupplung: 1,5mm verzinkter Stahldraht (Louis Kupplungsbowdenzug)
Hülle: 92cm Seil: 102cm

Bremse: 2,0 mm Edelstahl (49 Drähte, flexibel); abgesetzte Abschlußhülsen verwendet
Hülle: 93cm Seil: 106,5cm

Der Vorderradbremsbowdenzug sieht etwas martialisch aus, hält und bremst aber gut.

Viele Grüße
Klaus
Zum Anhalten des Rades stelle man das Gas ab und ziehe den Kupplungshebel, wodurch das Rad langsam zum Stehen kommt.

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Re: Züge selbst löten

Beitrag von Andrebiker » 25. März 2014, 17:37

Zumindest Bremsseile löte ich generell mit Zink ;-) .

VG, André
Unsere Motorräder laufen nun schon 65 Jahre, trotz so angeblich untragbarer Dinge wie Kontaktzündung und mechanischer Regler. Oder vielleicht gerade deshalb?

PS: Ich danke allen, die zur Sache nichts zu sagen hatten und trotzdem geschwiegen haben.

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Re: Züge selbst löten

Beitrag von Gobi » 26. März 2014, 17:28

Ach echt? das hab ich noch nie gemacht... erklär mal!?
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Re: Züge selbst löten

Beitrag von Andrebiker » 1. April 2014, 18:22

Da gibt´s nicht viel zu erklären. Im Prinzip ist das genau so ein Weichlöten wir gehabt, nur eben mit Zink als Lot. Ein paar Schnipsel alte Dachrinne in ein kleines Blechnäppel geben - ich habe das Oberteil einer Fahrradklingel genommen - Brenner drunter und dann rein mit dem Seil in das Bad. Als Flußmittel nehme ich Zinkchlorid. DAS nippelt nie wieder aus ;-) .

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Re: Züge selbst löten

Beitrag von Gobi » 1. April 2014, 18:44

Muss ich mal probieren, ich hab gerade Zinkschnipsel ohne Ende, aber wo nimmt man wieder Zinkchlorid her, man bekommt ja nichts mehr....
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Re: Züge selbst löten

Beitrag von Andrebiker » 1. April 2014, 18:58

Konzentrierte Salzsäure in ein Plaste oder Tonnäppel geben und immer schön Zinkschnipsel dazu, bis es nicht mehr kocht. Achtung: Wird warm und spritzt in der Gegend rum!

VG, André
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Re: Züge selbst löten

Beitrag von Gobi » 1. April 2014, 20:50

Achsoo! Das ist Zinkchlorid! Viele Danke! :top:
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Re: Züge selbst löten

Beitrag von duesenberg » 17. April 2014, 07:43

Hallo,

habe eine möglicherweise schon diskutierte Frage. Ich möchte wissen, welche Stärke (Dicke) die Bowdenzugseile an der Vorderradbremse und an der Kupplung haben sollen.

Viele Grüße
Klaus
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Re: Züge selbst löten

Beitrag von Gobi » 23. Juni 2014, 17:24

ich würde sagen 1 1/2 bis 2mm das ist schon reichlich, kommt auch immer etwas auf die Nippel an die man verwenden möchte, bzw. überhaupt bekommt.

Ich hab jetzt mal mit Zink gelötet, da brauchts schon einiges mehr an Hitze und ich finde es ist auch nicht so schön fließwillig, hält aber deutlich besser, nach dem mit 2 mal der Nippel an meiner (verstärkten) Kupplung aus dem Zinn gerissen ist - jetzt hälts! :top:
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