Moderne Kugellager mit integrierter Dichtung am Käfig°

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Thurisaz
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Moderne Kugellager mit integrierter Dichtung am Käfig°

Beitrag von Thurisaz » 14. April 2003, 19:10

Ich hätte da gern mal n Problem :twisted:
An der R35 ist ja,wie bei allen alten Maschinchen,kein einziger Simmerring verarbeitet,sondern alles mit diesen vermaledeiten Filzringen "abgedichtet".

Nun habe ich mir einfach überlegt,z.B.beim Kurbelwellenhauptlager,welches ja im Original nach beiden Seiten offen ist,einfach ein Geschlossenes zu nehmen,die Dichtung auf der Innenseite zu entfernen,es so einzubauen,und schon kann mich der Filzring mal gernhaben.

Genauso beim Getriebe,muß das Lager zur Kupplung hin denn unbedingt offen sein?
Habe nämlich Bedenken,daß mir dann die Kupplung verölt,wenn ich zulange bergab fahre :roll:

Oder im Vorderrad:
da werde ich einfach die Originalen Lager gegen Geschlossene,die ne Lebensdauerfüllung mit Fett haben,austauschen und schon brauch ich das Gerät nicht mehr abschmieren und die Lager sind optimal vor Dreck geschützt.

Das Hinterradlager,das in den Rahmen reingeschraubt wird,habe ich jetzt einfach auf Simmerringe umgebaut,ansonsten wie gehabt ein offenes Lager rein und regelmäßig abschmieren,aber nun läuft der Saft nicht mehr ungehemmt raus und der Dreck bleibt auch draußen!

Oder ist da jemand anderer Meinung,was geschlossene Lager betrifft?
Sicher,da,wo Öl durchlaufen muß,um alle Schmierstellen zu erreichen,müssen Offene rein,aber sonst!?!? :roll:

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Daniel Dorn
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Beitrag von Daniel Dorn » 14. April 2003, 19:43

Ich habe meine noch mit offenen Lagern und Filzring verbaut. Hatte da auch so meine Bedenken. Habe jetzt mal nachgeschaut und............... tatsächlich alles Trocken bin total erstaunt! Hätte ich auch nicht gedacht. Habe aber das Lager im getriebe zur Kardanwelle auch geschlossen verbaut. Das mit den Radlagern würde ich an deiner Stelle jetzt machen.

Gruß.......

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Beitrag von Thurisaz » 14. April 2003, 20:21

Und beim Kurbelwellenlager?

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Beitrag von Daniel Dorn » 14. April 2003, 21:01

Da hab ich einen NEUEN Filzring verbaut und wie gesagt , der ist dicht. Weiß ich genau weil ich am Wochende die Schwungmasse gewechselt habe. Vorher hab ich 1500km abgerissen!

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Beitrag von lorchen » 15. April 2003, 18:13

Mich würde auch mal interessieren, ob jemand schon ein Kugellager mit Simmerring als hinteres Kurbelwellenlager eingebaut hat. Wenn da was undicht ist (wie bei mir :cry: ), dann ist das gleich eine ziemliche Aktion. Ich hätte lieber langfristig Ruhe. Als Radlager hat man bei MZ gekapselte Typen verwendet. Wenn ich da mal was wechseln muß, dann sehe ich mich auch nach gekapselten Lagern für die EMW um. Haut mich nicht schon wieder, ich habe halt noch anderes Zeugs rumstehen.

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Beitrag von Gobi » 15. April 2003, 19:17

Nicht verwechseln, die Dichtung schützt nur vor Spritzwasser und Schmutz , mehr nicht.
Sie ist kein Ersatz für einen Simmer- oder sonstigen Dichtring.
Ich habe die Schwungmasse abgedreht, um da einen Simmerring zu benutzen, wenn ich mal alles zusammenbaue... seufz.....
Ist aber eine ziehmlich aufwendige Sache und inzwischen habe ich erahren, das Breindl- Grope einen Ring anbietet, der den gleichen Zweck erfüllt.
In den Rädern sind gedichtete Kugellager sicher sinvoll, das Fett ist einfach drin und fertig, der Schmiernippel ist nur noch Deko.......
Wenn du tot bist, dann bist du lange Zeit tot.
Burt Munro

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Beitrag von Paul R 35 » 26. April 2003, 17:26

Ich habe irgend wo hier schon mal geschrieben, dass ich vorne im Getriebe ein nach aussen geschlossenes Lager eingebaut habe. Ich habe einfach von einem ganz geschlossenen eine seite entfernt. Und ich bin sehr zufrideden. An der Kurbelwelle hätte ich Bedenken, weil der Filzring sollte ja doch geölt werden, und ohne, oder mit zu wenig schmierung ist er meiner meinung nach bald futsch, und der Gummiring am Lager alleine, ob er dass hällt? Weil im Motor herscht doch ein anderes Klima als im Getriebe. Am hinteren Ende des Getriebes geht es mit einem halbgeschlossenem Lager auch nicht, weil sonst der Tachoantrieb ohne Öl bleibt. In dem Vorderrad habe ich schon ewig ganz geschlossene Lager, der Schmiernippel dort ist bei mir nur eine Dekoration.

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Kugellager

Beitrag von Andrebiker » 28. April 2003, 07:43

Ich sehe das auch so. An Motor- und Getriebeausgang dürfen keine gekapselten Lager (2RS-Lager) sein, beim Getriebeeingang möglichst ein "halboffenes" uns in die Radnaben gehören 2RS-Lager; wir leben ja jetzt 50 Jahre später und können schon ein paar technische Fortschritte nutzen, vor allem, wenn sie unsichtbar sind.
Am Hinterrad hatte ich damals übrigens einen Umbau von den zentralen doppelreihigen Lager 3303 (glatte Fehlkonstruktion!) auf drei einreihige Lager 6303 vorgenommen; damit hatte ich auch mit dem Seitenwagen dran keine Probleme mehr.

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Lager im Hinterrad

Beitrag von emwr35 » 28. April 2003, 08:04

Habe vor einem Jahr mein Hinterrad gemacht. Lager raus, drei neue rein. Jetzt bemerkte ich schon wieder ein erhebliches Spiel. Fahre meist mit drei Rädern (bei Rechtskurven auch schon mal zwei!! :lol:
Jetzt will ich mir für hinten eine AWO-S Nabe fertig machen. Hat hier jemand schon Erfahrung?

Danke für jegliche Info

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AWO-Nabe hinten

Beitrag von Andrebiker » 28. April 2003, 13:36

Bist Du Dir sicher, daß die Lager kaputt sind? Bei mir war mal der Sitz in der Nabe ausgeschlagen, aber nach dem Umbau auf 3 Lager haben die wenigstens gehalten.

Die AWO-Nabe wird sicher ein etwas schwierigerer Umbau, da AWO und EMW verschiedene Mitnehmer haben. Vielleicht wäre es da besser, anstelle der 6303-Lager die Größe 6204 zu verwenden (wie bei der AWO) und eine sich abgesetzte Achse zu drehen. Ich weiß jetzt natürlich nicht aus dem Kopf, wie dick die Achse in der Klemmung links ist; sie müßte also mindestens 20 mm Durchmesser haben, sonst klappt´s nicht. Also erstmal messen!

Falls dieser Umbau klappen würde, wäre von außen nichts zu sehen.

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Lager Hinterradnabe

Beitrag von emwr35 » 29. April 2003, 05:56

Ich bin mir nicht sicher, vermute es nur. Das Problem was ich bei der AWO-S Nabe sehe ist das die Nabe innen, wo der Mitnehmer verschraubt ist, etwas abgedreht werden muss (ca. 1 cm). Der Mitnehmer von der EMW muss dann auch noch angepasst werden, damit der dann in die AWO Nabe geschraubt werden kann! Das mit den anderen Lagern werd ich mal messen.

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Beitrag von Takin Treiber » 30. April 2003, 16:57

Die Awo-S Nabe bringt für die Radlager nicht viel, die sind nach meinen Erfahrungen auch überlastet, dafür sind die Speichenflansche ne echte Verbesserung. Endlich halten die Speichen ! Und für Brutal-Gespann-Chaoten kann man ohne Probleme auf M5'er Speichen gehen !
Der Umbau mit einer abgedrehten orginal EMW-Nabe ist nur mäßig schwierig (sofern Du nen guten Dreher hast), aber mir tut es um die alte Nabe leid, gute werden langsam rar.
Außerdem kriegst Du Probleme mit den Bremsbacken: die Awo's sind wesentlich breiter, und wenn Du nach dem Umbau die schmalen R35's drinläßt, wird Dir früher oder später der Bremsring reißen, durch die einseitige Belastung. Ist mir jedenfalls so passiert !
Übrigens passen auch in eine 35-3 Nabe Kegelrollenlager. Hatte Zweifel ob die bei der dünnen Achse was bringen, haben aber bisher ca 15 tkm im Dreirad überlebt. Na,ja...?!

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AWO-S Nabe

Beitrag von emwr35 » 2. Mai 2003, 06:36

Die AWO-S Nabe soll rein. >>Schade um den Mitnehmer<< (der Mitnehmer von der EMW ist sowie so lose in der Bremstrommel). Das mit dem Bremsring hört sich nicht gut an. Dickere Speichen gibt wieder ein plus. :-)
Danke für Deine Info

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