Einstellung Nockenwelle-Steuerzeiten °

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Einstellung Nockenwelle-Steuerzeiten °

Beitrag von flieger23 » 31. August 2005, 21:03

Bin beim Aufbau meines R 35 Motors ( JG 1937). Wie bringe ich die Kette in eine richtige Stellung von Kurbelwelle und Nockenwelle? Kann ich das nur nach den Ventilstellungen machen? OT und UT kann ich bei abgenommenem Zyl kopf ja noch genau eruieren.
Hat einer einen praktischenTipp?

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Gobi
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Beitrag von Gobi » 1. September 2005, 00:04

Eigentlich sollten auf den Kettenrädern Pfeile sein, die aufeinander zeigen müssen.
Dieses Bild gibt es zusätzlich , leider ziemlich unkommentiert in der Anleitung:

Bild

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Beitrag von emw-ute » 1. September 2005, 00:18

Gobi hat recht. Aber aufgepasst: Wenn es sich wirklich um einen so alten Motor mit originaler Kurbelwelle handelt, unterscheidet sich der vordere Kurbelwellenzapfen und auch das zugehörige Ritzel von der emw-Ausführung!
Die ältere Auführung besitzt Stirnverzahnung des vorderen KW-Zapfens mit entsprechend ausgebildetem Ritzel, die neuere Ausführung zylindrische Bohrung und Keilbefestigung. Während die neuere Ausführung dem Ritzel eine feste Position gibt, konnte bei der älteren Ausführung durch jeweiliges Versetzen der Verzahnung die Steuerung verstellt werden, was zu bösen Überraschungen führen kann. :shock: Frühe Nachkriegsmotoren besaßen ebenfalls noch diese KW. Also nachschauen :shock: :shock:
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Beitrag von Paul R 35 » 1. September 2005, 19:51

Gobi hat geschrieben:Eigentlich sollten auf den Kettenrädern Pfeile sein, die aufeinander zeigen müssen.
Dieser Meinung war ich auch, aber bei meinem Motor zeigt der Pfeil auf dem Nockenwellenrad in die andere Richtung :!: :wirr: , (weg vom Kurbelwellenrad), anders stimmen die Steuerzeiten bei mir einfach nicht :bang:

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Beitrag von EMW-Junkie » 29. Juni 2006, 21:44

Heute hatte ich in dieser Richtung ein ausgeprägtes "AHA-Erlebnis" :shock:

Meiner EMW mit dem "neuen" Motor hatte ich ja so 250Km Schonung gegönnt. Da sie so schön lief habe ich sie dann aber einfach stehen gelassen.
Dieses Wochenende ist aber Finowfurt, also war heute Schluß mit lustig,- was soll ich sagen :shock: . Das Mistding fährt bloß 80, dann fängt der Motor so eigenartig (aber nicht gutmütig :mrgreen: ) zu Brummen an und alles vibriert wirklich extrem.

Da es der alte Vegaser und der alte Kopf waren, blieb nicht so sehr viel übrig :D
Bei der Zündeinstellung hatte ich mich neulig schon etwas gewundert, daß ich plötzlich mit der alten Bowdenzuglänge so gar nicht mehr hinkomme :mrgreen: . Letztenendes habe ich dann nur den Unterbrecherabstand größer eingestellt.

Heute kam mir der Abstand dann doch sehr groß vor, mit normalem Abstand gab es dann plötzlich Zündaussetzer.

Erst dann habe ich realisiert, daß die Zündbox im Zündzeitpunkt eine völlig andere Stellung hat als vorher :shock: und als bei meiner BMW.

:cry: :cry: Logischerweise liegt das ausschließlich daran, daß die Nockenwelle im Zündzeitpunkt eine andere Stellung hat :cry: :cry: .

Ich hatte die Nockenwelle getauscht, weil die originale einen zu stark verrosteten Unterbrechernocken hatte.
Die "neue" hatte keine Pfeilmarkierung :evil: . Also habe ich das Kettenrad von der Schrottwelle abgezogen, auf die neue gelegt (was ja dank Paßfeder eigentlich ziemlich exakt geht), die Pfeilstellung mit einem Edding markiert und mittels Dremel eingraviert.

Hätte eigentlich passen können sollen... :? oder

Beim Zusammenbauen hatte ich dann aber doch den Eindruck, daß da irgendwie ein halber Zahn zuviel oder zuwenig ist.

Das hatte mich nicht weiter gestört, hätte es aber scheinbar doch sollen!

Eigentlich habe ich im Moment nur vor, den Steuerkastendeckel abzubauen und das Ganze um einen Zahn (oder so) zu versetzen.

Hoffentlich hilft das und hoffentlich habe ich noch kein Muster von den Ventilen im Kolben.

...wir werden sehen :mrgreen:

Auf jedenfall fahre ich jetzt mit der BMW ( :oops: und ohne meinen Anhänger :cry: ) zum Treffen...
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Beitrag von Gobi » 29. Juni 2006, 23:08

neulich habe ich noch geschrieben, das wir der Sache mal auf den Grund gehen müssen, da hat es geheißen, "neee das braucht man doch nicht"........ :roll:

allerdings ist es tatsächlich nicht all zu schwer- wenn der Kolben im OT ist sollten beide Stößestangen auf gleicher Höhe sein- wie oben gezeigt, habe es neulich beim Graf seiner Maschine nachgesehen und es ist auch so :mrgreen:


(nur ganz nebenbei haben wir da entdeckt, das man Zünddosen nicht tauschen kann- meine hat bei ihm nicht mal den Kontakt göffnet und das kann ich nicht verstehen.... :shock: )
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Beitrag von emw-ute » 1. Juli 2006, 15:46

Gobi hat geschrieben: (nur ganz nebenbei haben wir da entdeckt, das man Zünddosen nicht tauschen kann- meine hat bei ihm nicht mal den Kontakt göffnet und das kann ich nicht verstehen.... :shock: )
Hä? Wenn es bauartgleiche Motoren sind (also nicht einer vor Nr. 211401 und einer später), d.h. die Räderkastendeckel identisch sind, sollte es keinen Unterschied geben, es sei denn, die (Zünd-)Nocken auf der jeweiligen Welle sind zu stark unterschiedlich, weil z.B. einer völlig verschlissen ist. Oder an einem der Räderkastendeckel wurden mal die Schraubenlöcher neu gebohrt (man weiß ja nie, was die Altvorderen alles repariert haben :mrgreen: ).
Die Zünddosen jedenfalls haben bei R 35/2 und R 35/3 die gleiche Teilenummer, sollten also identisch sein (Nr. 235 207 300 0).
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Beitrag von Gobi » 1. Juli 2006, 17:09

Tja, ich konnte auch nur staunen, eigentlich geht das garnicht. Wir hatten aber nichts zum messen da, um der Sache auf den Grund zu gehen- wird noch nachgeholt
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Beitrag von EMW-Junkie » 6. Juli 2006, 21:01

So jetz noch mal weg von den Dosen und hin zu den Markierungen der Steuerräder!

Es gibt definitiv (mindestens) 2 verschiedene Markierungsarten.

Da es ja eigentlich nur wichtig ist, daß die jeweilige Paarung exakt markiert ist, würde ich vermuten, daß der Hersteller so eine Art Standard für seine Markierung hatte und ein späterer Zulieferer oder E-Teilelieferant sich einfach nicht daran gehalten hat.

Jedenfalls habe ich heute noch eine Nockenwelle gefunden, die exakt so markiert ist, wie meine (jetzt eingebaute).

Das bedeutet natürlich, es gibt auch Unterschiede bei den Primärrädern. Sonst wäre das ja auch nicht möglich.

Also erst kurz (VORHER) ranhalten, dann tauschen!

Heute habe ich die Räder nochmal anders eingestellt, wobei es nach meiner Ansicht nur tatsächlich eine absolut richtige Stellung gibt, wo; 1. der U-Nocken im Zündzeitpunkt richtig steht
und 2. im OT beide Stößel die gleiche Stellung haben. Wobei das wahrscheinlich nicht so wirklich schwierig ist, die Ventile sollten ja möglichst geschlossen sein :mrgreen:

Leider habe ich keinen richtig anzeigenden Tacho, aber das Mopped hört sich gesund an, dreht sauber hoch und fährt sicherlich 90. Das wird alles so OK sein.

Endlisch :laola:

Auf jedenfall fahre ich Sonnabend damit nach Wünsdorf.
Falls ich doch etwas falsch gemacht habe, werde ich es dann sicher merken :mrgreen:
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Beitrag von EMW-Junkie » 10. Januar 2009, 12:55

Ich habe mal 2 kleine Räder auf den Scanner gelegt, für den Fall
daß jemand ungekennzeichnete verwenden möchte.

Bild

Hier ist es ja recht einfach; Die Markierung ist genau 2 Zähne (in Uhrzeigerrichtung) hinter der Nut.

Vielleicht könnte das jemand auch vom großen Rad machen, ich habe momentan kein "loses" da.
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Beitrag von Bärchen » 11. Januar 2009, 18:24

Hier ist es ja recht einfach; Die Markierung ist genau 2 Zähne (in Uhrzeigerrichtung) hinter der Nut.
Und gekennzeichnet sind auch beide Räder :mrgreen: Ist ja sonst auch ein Unding, kann ich mir kaum vorstellen :!:

Gruß Bärchen

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Beitrag von EMW-Junkie » 6. Mai 2009, 19:20

Ich habe jetzt noch mal ein Foto gemacht :arrow:

Bild

Der blaue Strich soll den Verlauf der abgeflachten Seite des Nockens darstellen, genau wenn der Kolben auf 12mm vor OT steht.

Wenn das so aussieht, kann man davon ausgehen, dass der Motor hinsichtlich Leistung, Geräusch und Vibration sauber läuft,
man also hinsichtlich der Steuerzeiten keinen gravierenden Fehler gemacht hat.
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Beitrag von Gobi » 6. Mai 2009, 19:27

Interessant wäre, ob das bei der EMW exakt genau so aussieht - irgendwann haben sie die Steuerzeiten ja definitv geändert
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Beitrag von EMW-Junkie » 6. Mai 2009, 19:45

Es muss sogar so aussehen, sonst reichen die Langlöcher der Zünddose nicht zur exakten Zündeinstellung, d.h. 12mm vor OT bei nicht gezogenem Verstellhebel, aus!

Ich habe das bei meinem EMW-Motor überprüft, aber lieber den "neuen" Motor fotografiert, weil der im Moment noch schöner aussieht :mrgreen: .
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