Verschlissene Kolbenringe°

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Bärchen
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Verschlissene Kolbenringe°

Beitrag von Bärchen » 17. November 2007, 13:26

Müßte bei Mama Bärs EMW feststellen das wieder die Kolbenringe abgenutzt waren und das nach der Einfahrzeit. Konnte mir bis jetzt keiner erklären. Vielleicht weiß im Forum jemand was. Eingebaut habe ich den Allerweltskolben von Dietel, Omega, etc. der Kolben selber zeigte von letzter Saison keine Spuren. Ich habe mir von Schöttler Motorenteile neue Ringe besorgt in der Hoffnung diesen Problem mit High-Tech gelöst zu haben. Schaun wa mal!

Gruß Bärchen

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Beitrag von Gobi » 17. November 2007, 13:45

Was heisst denn abgenutzt? Wieviel oder wie doll?
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Beitrag von Bärchen » 17. November 2007, 14:36

Na so das der Kolbenringstoß über 0,4mm liegt :( .

Gruß Bärchen

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Beitrag von Gobi » 17. November 2007, 14:51

nach der Definition?

http://motorlexikon.de/?I=3030&R=K
Kolbenring ~Stoß
Stoß
Verweis von "Kolbenringstoß"

Der Ringstoß ist der von den Ringenden gebildete Spalt, der zum Ausgleich der Wärmeausdehnung des Kolbenringes erforderlich ist. Ein zu großer Stoß hat erhöhte Gasverluste (Blow-by) zur Folge, ein zu enger Stoß kann durch die Ringausdehnung zum Drücken der Ringenden und damit zum Ringbruch führen.
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Auswirkung

Beitrag von Bärchen » 17. November 2007, 15:10

Salopp gesagt Mama Bärs EMW-Motor hat dicke Backen gemacht und die Zündkerze war verrußt :oops: .

Gruß Bärchen

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Beitrag von emw-ute » 17. November 2007, 18:07

Ich würde sagen, das Stoßspiel soll bei etwa 0,2 mm liegen.
Interessant wäre nun, ob dieses Maß beim Einbau vorhanden war, also tatsächlich der Verschleiß auf die beschriebenen 0,4 aufgetreten ist, oder ob bereits zuviel Stoßspiel im Neuzustand vorhanden war.
Weiterhin interessant, ob die Kolbenringe bereits eine Anlaufkante im Zylinder herausgebildet haben. Wenn ja, so könnte dies bei geringer Laufleistung auf mangelnde Schmierung schließen lassen.

Dritte Variante: war der Zylinder sauber ausgeschliffen / gehont worden?

Weiterhin prüfen: ob die alten Kolbenringe auch Höhenspiel haben.

Was heißt "dicke Backen"? Klemmer??


k.
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viele Fragen vom Klaus?

Beitrag von Bärchen » 17. November 2007, 18:46

Hallo Ute & Klaus! Der Kolben ist neu gewesen Zylinder wurde von einer Größeren Motorenwerkstatt geschliffen und die Kolbenringe hatten den erforderlichen Stoß von 0,2mm. Optisch sah alles sehr gut aus die Laufflächen hatten im Neuzustand den gehohnten Schliff. Nach der ersten Saison mußte ich den Ölabstreifring wechseln ( ca.war 0,5mm) und jetzt nach der 2.Saison hatten die 2 Verdichterringe über 0,4mm. Die alten Kolbenringe sind nicht eingelaufen und haben im Kolben die Ringnuten nicht ausgeschlagen. Der Zylinder hat keine Anlaufkante (zum Glück) und beim einpassen der neuen Kolbenringe lagen diese bei 0,35mm. Die Ringe sind für eine 72,5mm Zylinder gedacht. Der Zylinder müßte ein Schleifmaß von 72,56mm haben, da ich einen 72,5mm Kolben geliefert habe.

Gruß Bärchen

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Beitrag von Killerniete » 17. November 2007, 21:00

Das Stoßspiel von 0,4mm denk ich mal ist nicht zu groß sondern nach dem Einlaufen völlig normal. :cool: :cool:
Durch das Einlaufen der Ringe wird die Rauigkeit an der Lauffläche begradigt und dabei wird Material abgetragen. :arrow: Vergrößerung des Stoßspiels. Mathematiker könnten anhand der 0,2 mm Zuwachs sicher den Materialverlust ausrechnen, dieser ist aber ungleichmäßig auf dem Umfang verteilt :arrow: entsprechend der Unförmigkeit. :mrgreen:
Zum Stoßspiel messen sollte der Ring richtigrum ca. 20mm in den Zylinderfuß :!: mit Hilfe des Kolbens reingeschoben werden.
Ständig neue Ringe einbauen ist nicht unbedingt gut für den Motor, da er sich ständig neu einlaufen muß, es läuft ja auch jedesmal der Zylinder mit ein was jedesmal Materialabtrag bedeutet. :? :? :? :?
Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten.

Grüße aus dem Reservat
"Muskauer Heide"

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Beitrag von Bärchen » 17. November 2007, 21:51

Hallo Killerniete! Habe alles gemacht wie geschrieben steht. Der neue Kolbenringhersteller schreibt unter sein Produkt des seine Ringe aus Stahl und nicht wie früher üblich aus Gusseisen (oder so ähnlich) hergestellt wird mit allen neumodischen Spezifikationen und ein einfahren nicht mehr nötig sei weil seine Ringe sich sofort an den Zylinder anpassen. Jeder Krämer lobt eben seine Ware. Ich wollte auch mal schauen wie sich die neuen Ringe in alter Technik bewehren. Jedenfalls denke ich mit Kolbenringe über 0,4mm zu fahren macht kein Sinn da Selbst in der Reperaturanleitung ein Wert über diesen als verschlissen geschrieben steht. Die Verdichtung geht verloren und der Motor zieht Öl. Zu sehen an Mama Bärs EMW mit leichter Rauchfahne und verruster Kerze.

Gruß Bärchen

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Beitrag von Gobi » 17. November 2007, 23:06

Da muss man kein Mathematiker sein:
Wenn der Zylinder 0,1mm größer im Durchmesser wird, wird der Umpfang 0,314 mm größer (und damit eben theoretisch auch der Ringstoß)
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Beitrag von emw-ute » 18. November 2007, 17:42

0,40 mm halte ich, wie oben gesagt, auch für zuviel. Neuer Kolben mit Ringen und neu geschliffener Zylinder, da würde ich ein Maß von ca. 0,1 mm erwarten. Nach der Einfahrzeit wären dann im Optimalfall die 0,20 mm vorhanden, da sich einerseits die Ringe optimal angelegt haben und zweitens soviel (so wenig) Material abgetragen hat, dass 0,20 erreicht werden.

Wäre also zu prüfen, ob die neuen Kolbenringe zuviel an Material eingebüßt haben (habe ich zwar noch nie gehört, aber unmöglich ist ja erstmal nichts).

Apropos Kolben: 72,50 wäre eigentlich ungewöhnlich. Normalerweise wäre dies das Zylindermaß (und nicht 72,56). Der Kolben hat für gewöhnlich immer Untermaß zum Schleifmaß des Zylinders. Kolben hätte also 72,50 - 0,06 (Spiel)= 72,44 , damit die Zylinderschleiferei den Zylinder auf 72,50 bringen kann.

Jetzt kann man, aus der Ferne betrachtet, viel spekulieren oder rätseln: Wenn der Zylinder auf 72,56 (oder vielleicht auf 72,60) geschliffen wurde, für einen Kolben, der an sich 72,44 misst, die seinerzeit neu verbauten Ringe noch nicht perfekt anlagen, dann hattest Du vielleicht einen Stoß von 0,25 oder 0,30, nachdem Einfahren natürlich mehr.
Die Spekulation führt aber nicht weiter. Sinnvoll wäre, das Zylindermaß messen zu lassen. Weißt Du, dass die "neuen Kolbenringe 0,35 mm hatten", wie Du schreibst, macht mich einfach stutzig. Daher der Gedanke an einen vielleicht zu groß geschliffenen Zylinder.

k.
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Beitrag von Sport-Lu » 18. November 2007, 17:51

Hallo!

Bei 0,4mm Stoss würde ich garnix machen.Ist doch o.k.
eine blaue Fahne kann auch von falschen oder zu dünnen Öl oder verschlissenen Ventilführungen oder einer nicht funktioierenden Kurbelgehäuseentlüftung kommen.Vielleicht wurde der Ölabstreifer beim Aufziehen "überdehnt" und jetzt fehlt ihm die nötige Spannung.
Das sich die Ringe einlaufen und das Stossmaß grösser wird ist ganz normal. Das wird logischerweise auch bei den neuen Ringen so sein.
Verrusste Kerze:Vergasereinstellung?Richtige Kerze?ausserdem ists schon kalt draussen :D
Was sagt der Kompressionstester??

Gruss Jörn! :)

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Beitrag von howling.dog » 18. November 2007, 18:25

Stosspiel von 0,4 mm ist noch völlig akzeptabel
ich habe schon einige Motoren aufgemacht die einwandfrei gelaufen sind ohne schwarze Kerzen etc mit weit mehr Spiel
Schau mal nach wieviel die Ringe Spiel im Kolbenringspalt haben

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Re: viele Fragen vom Klaus?

Beitrag von emw-ute » 18. November 2007, 19:03

Das mit den Ringnuten hatte er schon beschrieben.
Bärchen hat geschrieben:...Die alten Kolbenringe sind nicht eingelaufen und haben im Kolben die Ringnuten nicht ausgeschlagen...
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"Verschleiß" bei neu geschliffenen Zylindern

Beitrag von emw_fan » 1. Dezember 2007, 19:03

"EMW-Ute" hat es eigentlich schon ganz gut dargestellt.
Meiner Meinung nach ist ein Stoßspiel von 0,4 mm nicht soo gravierend für den Ölverbrauch, der Kolben läuft ja schließlich nicht in Öl, es wird lediglich ein geringer Anteil des Ölfilmes an der Zylinderwand durchgehen. Eine große Rolle dabei spielt wirklich die Ölqualität: Wenn hier dünnes Öl drinn ist, drückt sich das natürlich leichter durch dei Ritzen.... "Dünn" oder "Dick" sollte grundsätzlich bei BETRIEBSTEMPERATUR beurteilt werden!

Im allgemeinen ist es kein Geheimnis, dass aufeinander gleitende Metallteile in der Einlaufphase zunächst den größten Verschleiß aufweisen! Das Geheimnis dessen heißt Rauhtiefe! Diese bezeichnet die Rauhigkeit der Oberfläche (in dem Fall die Zylinderlaufbuchse). Mikroskopisch betrachtet, ist sie auch bei polierten Teile noch festzustellen.
Was will ich damit sagen: Es kommt sehr darauf an, wie sauber ein Zylinder gehont ("poliert") ist. Hat er nämlich eine hohe Rauhtiefe (grobe Oberfläche), werden diese mikroskopischen Spitzen abgetragen, bzw. führen zu erhöhtem Verschleiß an Kolben und Ringen (das härtere Material bearbeitet das weichere...). Erst wenn diese "Spitzen" gebrochen sind, reduziert sich der Verschleiß wieder! das heißt, wenn der Zylinderschleifer nicht sauber glättet, habt Ihr Verschleiß, egal, wie "gut" Eure Kolbenringe sein sollen.....
Es gibt Mittel, die helfen, diesen Anfangsverschleiß zu reduzieren (Ceratune, versch. Teflonbeschichtungen und natürlich Graphitaditive....).



Übrigens: wir verkaufen/verbauen die gleichen Kolben wie Mike Jokisch!
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Sommerseite 7
07907 Schleiz
Tel: 03663-404411
Fax: 03663-404471

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