Einlassventil schon zum 2ten mal festgegangen°

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MFriedrich
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Einlassventil schon zum 2ten mal festgegangen°

Beitrag von MFriedrich » 28. Februar 2008, 19:02

Hallo liebe EMWverrücktegemeinde
Ich hab da ein relativ komisches Problem und zwar hab ich eine Emw R35 in einem top originalzustand habe aber den Motor komplett überholt. Nun ist der grosse Tag gekommen wo ich sie mal ankicken wollte (beim 2. tritt gekommen). 2 Tage später hab ich sie wieder angetreten und nach ca. 20 sek. gabs ein komisches geräusch und der motor ging aus :cry: . Ich dachte zuerst an die Steuerkette hab aber dann gesehen dass das Einlassventil komplett am anschlag drinsteckte also mit langanhaltener Luft den Zylinderkopf runtergenommen und zum Glück hat der Kolben nicht angeschlagen. Danach habe ich den Zylinderkopf in den Geschirrspüler gelegt und 2stunden bei 60C ultragereiningt da der Zylinderkopf das einzige Teil an meinem motor ist was sandgestrahlt und an dem Eventil 3-4 Kratzspuren waren. Die Ventile sind Nagelneu und sind auch eingeschliffen. Beim 2ten mal (wo alles wieder zusammengebaut war) lief sie wieder einwandfrei da dachte ich mir kannst ja mal ne runde durchs dorf röhren gesagt getan und wo ich wieder daheim angegommen bin (500m) ging sie wieder aus und das selbe in Grün Einlassventil. Hat aber wieder nicht angeschlagen PUHH. die ventile gingen saugend rein ich hab sogar das Ventil und in den Schafft mit Silikonfett eingeschmiert.

Bitte helfen
hatte schon jemand so ein Problem oder woran könnte es liegen (an Wärme glaube ich nicht )

Danke

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Re: Einlassventil schon zum 2en mal festgegangen

Beitrag von EMW-Junkie » 28. Februar 2008, 19:55

MFriedrich hat geschrieben: Danach habe ich den Zylinderkopf in den Geschirrspüler gelegt und 2stunden bei 60C ultragereiningt
:shock: Nur gut, daß Deine Frau nicht da war, sonst müßtest Du jetzt wohl neben dem Mopped schlafen :mrgreen:

Aber ganz im Ernst, Strahlgut würdest Du damit wohl nicht wegbekommen. Außerdem könnte das Alu dabei extrem häßlich anlaufen :snif:
Wer hat denn den Kopf überholt, wenn da neue Ventile drin sind, müßten ja (hoffentlich :oops: ) auch die Führungen neu sein.
Da kann dann doch schon eine Menge schief gehen :?

Ich habe auch schon mal versucht, die Ventilführungen zu wechseln :roll: .
Das mache ich garantiert nie wieder selber, sondern überlasse es Fachleuten.
@ Lappi, das war bei meiner BMW, erinnerst Du Dich noch, wie ich Dich vollgenebelt habe :pat: :rollo:

Falls das eine Firma gemacht hat, sollten die sich das noch mal ansehen...
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Takin Treiber
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Beitrag von Takin Treiber » 28. Februar 2008, 20:02

:shock: klingt ja übel...
drei gedanken auf die schnelle:

-ventil krumm? klingt nicht unbedingt plausibel, ich weiß, würde es aber dennoch erstmal prüfen, vieleicht gibt es ne stellung, in der es in der führung flutscht, beim drehen aber verkanntet?

-strahlgut, das sich schon ins material der führung gefressen hat? wenn es da erstmal reingedruckt ist, wird waschen nichts mehr nutzen. hab aber keine idee, wie man es prüfen kann. -> erneuern

-die passung selbst kann auch zu stramm sein. da sich das ventil schneller erwärmt als der gekühlte kopf mit dn vielen rippen, wäre gerade in den ersten minuten ein klemmen denkbar. habe ich selbst erlebt, als ich es bei einer passung zu gut gemeint habe. auch hier das problem, das es legierungen gibt, die bei betrieb noch etwas wachsen, ähnlich den oberen pleuelbuchsen. hier würde dann einfaches nachreiben reichen.
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Beitrag von MFriedrich » 28. Februar 2008, 20:10

Den Zylinderkopf hat ne Fachwerkstatt überholt eigentlich ein Fachmann der hat das schon zu Zonenzeiten gemacht und das Ventil konnte man drehen ohne das es verkanntet

Erwin
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Tippe auf zu wenig Spiel

Beitrag von Erwin » 28. Februar 2008, 20:50

Fast das gleiche Problem hatte ich letzten Sommer mit meiner 500 er NSU OS! Ich hatte es bei er Erneuerung der Ventile sehr genau genommen, und nur 5 hundertstel Millimeter Laufspiel gegeben. Nach etwa 50 Kilometern und somit bei betriebswarmem Motor ist das Auslassventil auf halber Höhe steckengeblieben. Schwein gehabt, dass sich dabei die Stoßstange um 2 Zentimeter verbogen hat, sonst wäre wahrscheinlich das Gehäude dabei draufgegangen, aber das ist eine andere Geschichte...! Von Winfried Schneider habe ich dann erfahren, dass die NSU mindstens 8 hundertstel Laufspiel für die Ventile braucht. Insbesondere die Auslassventile werden sehr sehr warm, es sollen schon Temperaturunterschiede zwischen Ein.-und Auslassventil von 300 Grad C. gemessen worden sein.
Nachdem ich meine Führungen auf 0,08 mm aufgerieben habe, Ventil nebst Stoßstange erneuert habe, läuft sie absolut perfekt!

Fazit: Lieber einen Tick mehr Spiel geben als einen ernsthaften Schaden riskieren.

Mich wundert allerdings, dass es bei Dir das Einlassventil erwischt hat.

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Beitrag von MFriedrich » 28. Februar 2008, 21:48

Danke erstmal für die Antworten
aber ich glaube nicht das es der Strahlsand ist und spiel hat es auch
Was ich mir noch vorstellen könnte ist das die Federn die das Ventil wieder hochdrücken nicht mehr ganz hinterherkommen weil die neuen Ventile schwerer sind als die alten so das ab einer bestimmten Drehzahl das Auslassvenil an das Einlassventil stösst und das Eventil leicht verbiegt???? aber es sind auch keine spuren von irgendwelchen zusammenstössen zu sehen ??
ich weis es nicht ich hab ja zum glück noch nen anderen ungestrahlten Kopf mit orginal Ventilen mal schaun ob der besser geht. Aber wir können trotzdem noch weiterrätseln

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Beitrag von Tosch » 28. Februar 2008, 22:11

Hallo,

ich hatte das Problem letztes Jahr mit dem Auslassventil: hing kurz nach der Kopfüberholung. Bei mir hatte es in der Führung gefressen, der Schaft total riefig. Meine Motorbude hat das auf Kulanz wieder gerichtet, warum das passiert ist, war aber auch dem Meister ein Rätsel...

Gruß
Tosch

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Beitrag von Killerniete » 28. Februar 2008, 23:49

Schau dir mal den Ventildeckel (Haube) an , da geht es mitunter recht eng zu.
Der Abstand Ventilfederhalter oben zum Ventildeckel ist sehr gering, mitunter berührt er diesen und das Ventil klemmt.
Da hilft dann nur eins, mit dem Fräser Platz machen - Dremel oder die Preiswerten reichen da gut aus. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten.

Grüße aus dem Reservat
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Re: Einlassventil schon zum 2en mal festgegangen

Beitrag von emw-ute » 29. Februar 2008, 11:25

MFriedrich hat geschrieben: ....Ich dachte zuerst an die Steuerkette hab aber dann gesehen dass das Einlassventil komplett am anschlag drinsteckte also mit langanhaltener Luft den Zylinderkopf runtergenommen und zum Glück hat der Kolben nicht angeschlagen. .....
und wo ich wieder daheim angegommen bin (500m) ging sie wieder aus und das selbe in Grün Einlassventil. Hat aber wieder nicht angeschlagen PUHH.
Eigentlich unlogisch, dass der Kolben nicht anschlug, obwohl das Ventil bis zum Anschlag drinsteckte. Normalerweise kannst Du den Motor gar nicht so schnell zum Stillstand bringen, dass der Kolben nicht wenigstens 1x dagegen hämmert.

Wenn wirklich alles noch gerade ist, dann denke ich, hilft wirklich nur Nachreiben der Führung auf mehr Spiel.

k.
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Es gruessen emw-ute & klaus & die 55er emw.

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Spiel prüfen

Beitrag von Erwin » 29. Februar 2008, 17:17

Bei dem Spiel verschätzt man sich sehr leicht, meint, da es bereits etwas kippelt ist´s bestimmt schon ein Zehntel. Beim Nachmessen zeigt sich dann dass es nur 2 bis 3 Hundertstel sind.
Meine "Messmethode": Ich drehe mir aus irgend einem alten Stück Rundmaterial einen Dorn, der im Durchmesser ein bis zwei Hundertstel kleiner als mein Solldurchmesser der Führung ist. Dann wird so weit aufgerieben, dass dieser saugend durchgeht. Damit passt´s dann sehr genau.
PS: Ich gebe nach meiner Erfahrung vom letzten Jahr lieber ein Hundertstel mehr.....!

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Nachtrag

Beitrag von Erwin » 29. Februar 2008, 17:29

Ein Thema haben wir hier bisher völlig vernachlässigt!
Wie steht´s denn um die Ölversorgung? So eine Bronzeführung verfügt zwar über gewisse Notlaufeigenschaften, ganz ohne Öl geht da allerdings gar nichts!
Nicht ohne Grund haben offene Vorkriegsmotoren Graugussführungen, die mit deutlich weniger Öl zurechtkommen.
Mögliche Ursachen für Ölmangel: Es kommt gar nichts im Kopf an, durch z. B. verstopfte Leitungen / Bohrungen. Das Röhrchen über dem Einlassventil ist verstopft oder verdreht. Ich würde bei demontiertem Ventildeckel einmal prüfen, ob gleichmäßig Öl aus beiden Röhrchen fließt, und ob dieses auch dort landet, wo es hingehört, nämlich auf den Kipphebeln, von wo es wunderbar verteilt wird.

Wurden die Führungen nach dem Einpressen nachgerieben? (Beim Einpressen reduziert sich normalerweise der Durchmesser ein wenig.)
Bei "nicht gealterter" Lagerbronze soll es außerdem vorkommen, dass diese im Einsatz "wächst".

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Beitrag von MFriedrich » 29. Februar 2008, 22:10

Also Öl ist auf jeden fall da und so komisch wie es klingt der kolben schlägt nicht am Ventil an ich hätte es gesehen weil der Kolben und die Ventile nagelneu sind (der rest natürlich auch) ich bin nur froh das es nicht angeschlagen hat sonst hätte die kurbelwelle wahrscheinlich auch noch eine weggekriegt. Ich hab heute auch mal meinen alten Kopf vom einschleifen zurückbekommen , draufgebaut und los gefahren das war heut meine 2te fahrt auf einer EMW.

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