Zylinderkopf Gewinde defekt / Frage zur Entlüfterschraube°

_________________________
PEKA
Beiträge: 1
Registriert: 4. August 2003, 17:17
Wohnort: Eichstätt

Zylinderkopf Gewinde defekt / Frage zur Entlüfterschraube°

Beitrag von PEKA » 4. August 2003, 17:21

Hallo
hat jemand eine gute Adresse, wo man das Gewinde am Zylinderkopf ( zu einem vernünftigen Preis) reparieren lassen kann?

Und:
Muß die Entlüfterschraube am Motorgehäuse fest oder lose sein.
Die Enlüfterschraube an meiner R35/3 dreht sich sehr schnell?!?!

Benutzeravatar
Andrebiker
Dr. mot.
Dr. mot.
Beiträge: 1081
Registriert: 23. April 2003, 11:53
Wohnort: Kgr. Sachsen

Beitrag von Andrebiker » 5. August 2003, 06:00

Häää???? Entlüfterschraube??? Welche Entlüfterschraube??? Und die dreht sich schnell??? Hilf mir mal auf´s Pferd; jetzt weiß ich wirklich nicht, was Du willst :nono: .
Meinst Du vielleicht die Verschlußschraube für den Ölpumpenantrieb?
Schrauben sollten doch wohl immer fest sein, vor allem bei so einem Schüttelbock wie der EMW.
Die Gewindereparatur ist ein heikles Thema. Es gibt ein paar Firmen, die das für die alten Boxer machen, aber dort ist das Gewinde besser zugänglich. Auf alle Fälle wird´s teuer. Besser kommst Du, wenn Du Dir einen anderen Kopf besorgst. Gewinde immer schön mit Kupferpaste einschmieren ;-) .

Takin Treiber
Aktivist
Aktivist
Beiträge: 423
Registriert: 7. Januar 2003, 21:52
Wohnort: Berlin

Beitrag von Takin Treiber » 5. August 2003, 15:39

Wieweit Andrebiker recht hat, weiß ich nicht, ich habe aber bisher mit Boxerköpfen gute Erfahrungen gemacht bei Burmeister Metallbau, 040/6034574. Ging immer recht fix und war ordentlich gemacht. Preise lagen so bei 70-100 DM (DM!), ist aber schon etwas her.
Und sooo billig sind ordentliche Köpfe ja auch nicht mehr, oder ? :cry:

Aber was für eine Entlüfterschraube ?

Benutzeravatar
emw-ute
Aktivist
Aktivist
Beiträge: 945
Registriert: 14. August 2005, 18:08
Wohnort: Nähe Aschaffenburg

Beitrag von emw-ute » 2. September 2005, 14:47

Wir haben uns wie folgt beholfen: Meist sind am Auspuffgewinde nur die ersten 2 Gänge vermurkst. In unserem Falle haben wir diese abgeschliffen, plan gefeilt (immer wieder mit Krümmermutter prüfen, ob plan) und anschließend wieder ein hervorragendes Gewinde gehabt, da das Gewinde am Zylinderkopf in aller Regel länger geschnitten ist, als die Mutter greift. :idea: Gab auch keine Probleme bezüglich Krümmersitz.
Geht natürlich nicht, wenn zuviel Gewinde vermüllt. :mrgreen:
2 Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Beim Universum bin ich mir allerdings noch nicht sicher (Einstein).

Es gruessen emw-ute & klaus & die 55er emw.

ascom

Reparatur Krümmergewinde

Beitrag von ascom » 19. Dezember 2005, 20:10

Mein Krümmergewinde war leider total hin. Vor einiger Zeit wurde hier im Forum auf eine Adresse für Gewindereparatur hingewiesen.

Letzte Woche bin ich, nach vorheriger Terminvereinbarung, nach Hamburg gefahren und konnte dem guten Mann bei jedem Arbeitsschritt über die Schulter schauen. Durch Auftragsschweißen und anschließendem abdrehen und aufschneiden eines neuen Gewindes auf der Drehbank habe ich ein Top-Gewinde bekommen.

Außerdem hat er mir die bei ebay erstandene Krümmermutter, die wahrscheinlich ein billiger Polenimport ist ,durch nachschneiden auf das neue Gewinde angepasst. Die ganze Geschichte hat ca. 70 Min. gedauert und 45,- Euro gekostet.
Die Arbeit hat mich absolut überzeugt, deshalb hier noch einmal die
Adresse:

Firma Herbert Burmeister
Lerchenberg 30
22359 Hamburg
Tel.: 040 6034574

Grüße aus dem kalten Schleswig-Holstein von ascom

Benutzeravatar
Gobi
Administrator
Administrator
Beiträge: 4020
Registriert: 5. Dezember 2002, 01:06
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Beitrag von Gobi » 19. Dezember 2005, 20:35

der schneidet das Geinde in der Drehbank? :shock: WOW! wie hat er den den Kopf gespannt? Ich hatte mir nämlich schon überlegt, wo man wohl so einen Gewindeschneider hernimmt.....

Benutzeravatar
lappiator
Rapunzel
Rapunzel
Beiträge: 924
Registriert: 20. Januar 2003, 21:30
Wohnort: Berlin-Lichtenberg
Kontaktdaten:

Beitrag von lappiator » 19. Dezember 2005, 21:27

emw-ute hat geschrieben:Wir haben uns wie folgt beholfen: Meist sind am Auspuffgewinde nur die ersten 2 Gänge vermurkst. In unserem Falle haben wir diese abgeschliffen, plan gefeilt (immer wieder mit Krümmermutter prüfen, ob plan) und anschließend wieder ein hervorragendes Gewinde gehabt, da das Gewinde am Zylinderkopf in aller Regel länger geschnitten ist, als die Mutter greift. :idea: Gab auch keine Probleme bezüglich Krümmersitz.
Geht natürlich nicht, wenn zuviel Gewinde vermüllt. :mrgreen:
hab ich original genauso gemacht! geht gut. gewinde an der schleifmaschine runtergeschliffen. die passgenauigkeit zum krümmer lässt sich dann sogar bei angebauten zylinder mit der feile nachfeilen. außerdem hab ich aus 2 krümmermuttern eine etwas längere machen lassen (danke gobi). sprich: ein paar gewindegänge von einer, an die andere aufgeschweißt. dadurch wird jetzt auch der letzte gewindegang genutzt und ich musste nicht so sehr viel vom zylinder wegnehmen. beachten muss man halt nur den krümmersitz, da der jetzt näher an den rahmen rückt. manche krümmer sind selbst bei normalen gewindeflansch schon recht dicht am rahmen :shock:, da wirds dann recht eng.
achso, das mit dem einspannen hab ich vorher probieren lassen wollen. hab keinen gefunden der das ohne experimentelle halterungen überhaupt ansatzweise machen wollte :roll: .

Benutzeravatar
EMW-Junkie
Aktivist
Aktivist
Beiträge: 2183
Registriert: 26. Mai 2003, 20:16
Wohnort: neue Handy Nr. per pm !

Beitrag von EMW-Junkie » 19. Dezember 2005, 22:24

lappiator hat geschrieben:.... . manche krümmer sind selbst bei normalen gewindeflansch schon recht dicht am rahmen :shock:, da wirds dann recht eng. .
Genau, ich mußte auch so etwa 4mm runternehmen :mecker:
Damit stimmt dann überhaupt nichts mehr :bang:

Man kann nicht nur nicht mehr jeden Krümmer nehmen (weil der sonst evtl. am Rahmen anliegt!), auch der Winkel Krümmer/Auspufftopf ändert sich!

Längere Krümmermuter ist auf jeden Fall gut :idea:
Das Original ist doch eine klare Fehlkonstruktion :nein:

Längere gibt es auf jedem Teilemarkt, die sind auch irgendwie deutsche Produktion (allerdings Deutschland in den Grenzen von 1939).
BildOldis fahren und daran schrauben macht süchtig!Bild

Benutzeravatar
Thomas M
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 45
Registriert: 18. Dezember 2002, 10:15
Wohnort: Potsdam

Beitrag von Thomas M » 21. Dezember 2005, 13:25

Hallo Ascom,

mich interessiert auch brennend das Gleiche wie Gobi.
Wie hat er den Kopf auf der Drehmaschine gespannt?

Ich habe dazu auch schon Überlegungen gemacht, aber ich bin dabei nur zu folgender Möglichkeit gekommen.

1. Man lasse sich genügend Material auf den Guß aufschweißen
Kennt jemand eine Firma die das im Raum Berlin macht?

2. Man nehme dann eine Fräsmaschine :
-mit maschinell vertikal verfahrbarem Tisch-> autom. Vorschub, bzw. manueller Vorschub reicht auch
-der Kopf/Spindelteil sieht aus wie bei einer Ständerbohrmaschine
-Man nutze eine Aufnahme für einen Drehmeißel und spanne diesen dann in ein Futter, dieses Futter rotiert dann mit dem Meißel horizontal um den Kopf
3. Man spanne den Kopf so auf den Tisch, dass das Krümmergewinde möglichst parallel/ gut zum rotierenden Meißel liegt
4. Nun kann man wie auf eine Drehbank arbeiten, der Meißel rotiert dabei um das aufgeschweißte Krümmergewinde,
5. nun wird das ganze auf Durchmesser zum Gewindeschneiden gebracht, Phase angebracht. Dabei wird dann der Meißel pro Arbeitsganng immer wieder ein Stück nachgestellt, so dass Material abgetragen werden kann.
6. Entweder kann man nun mit der Maschine auch noch Gewinde Schneiden(automatischer Vorschub) oder man braucht ein Schneideisen M4X mal...(Hab ich gerade nicht im Kopf), diese Eisen gibt es. Zumindestens weiß ich wo ich hingehen kann.

So eine Maschine hab ich mir auch schon angesehen.... ;-)

Wenn das jemand mit einer Drehmaschine macht würde mich halt interssieren wie? :?:
Einen Ansaugkanal kann ich uf der Drehmaschine aufweiten, aber da läuft der Kanal auch geradlinig und das Zentrieren ist kein Problem.
Wenn es interssiert kann ich auch noch beschreiben wie....
Leider verfügt ein Auslasskanal nicht über diese Möglichkeit. Damit weiß ich nicht, wie ich das ganze auf der Drehbank hinkriegen soll.

Also was habt Ihr für Thesen, bzw. Ascom wie sah das Ganze nun aus?

mfg

Thomas M

Benutzeravatar
Gobi
Administrator
Administrator
Beiträge: 4020
Registriert: 5. Dezember 2002, 01:06
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Beitrag von Gobi » 21. Dezember 2005, 18:14

Wenn es interssiert kann ich auch noch beschreiben wie....
Ja, Mich! Aber bitte in neuem Beitrag.

Ich denke mal, das man das mit gebastel auf einer Planscheibe hinbekommt- aus dem Bericht lese ich aber raus, daß es ohne gebastel ging....

Wenn ich ein Schneideisen hätte, wäre es gar kein Problem- ich würde einfach von Hand schneiden- und zwar das Scheideisen teilen, damit man von hinten anfangen kann zu scheiden

olav
hält sich ran....
hält sich ran....
Beiträge: 6
Registriert: 4. August 2003, 20:33
Wohnort: winsen/luhe

Beitrag von olav » 21. Dezember 2005, 19:54

guten tag!

den herbert burmeister habe ich auch schon mal über die schulter kucken dürfen. ist zwar schon ein paar jahre her und im gepäck hatte ich da nen zylinderkopf von einer r27 und ein anderes mal r45, wenn ich mich recht erinnere, aber das prinzip ist offensichtlich das gleiche. wie ihr schon gelesen habt, wird erst das alte gewinde abgedreht, neues material aufgeschweißt (msg), das ganze wieder auf gewinde-außendurchmesser abgedreht und schließlich das neue gewinde geschnitten. der kniff an der geschichte ist das einspannen des kopfes in die drehbank. soweit ich mich entsinne hatte der meister dafür selbstgebaute (?) aufnahmen, die ins dreibackenfutter gespannt werden, und auf die der kopf so aufgeschraubt wird, daß das auspuffgewinde schön zentriert ist. also ein tisch mit spezifischer neigung, keine ahnung wie ich das sonst beschreiben soll. so wars für die bmw-teile.
zeitaufwand gering, preis voll gut, praktischerweise gleich um die ecke in hamburg.
ich kann den laden empfehlen, selber machen lohnt sich wahrscheinlich nicht wirklich.
eins fällt mir aber noch dazu ein: bei der r27 hat sich nach einiger zeit der auslassventilsitz gelockert. zusammenhang mit reparatur, aufgrund von erwärmen beim schweißen???

übrigens: herbert burmeister ist aktiver alt-bmw-fahrer und lässt sich auf norddeutschen treffen blicken, vorausgesetzt ich verwechsel sein gesicht nicht. vom fach also.

gruß olav

ascom

Beitrag von ascom » 21. Dezember 2005, 19:56

Moin Leute,
das ganze funktioniert folgendermaßen:

Der gute Mann hat für die verschiedenen Zylinderköpfe entsprechende Haltevorrichtungen.
Das ganze besteht aus einer Grundplatte, auf die der Zylinderkopf geschraubt wird, bei der R35 eben mit 4 Löchern für die Stehbolzen der Zylinderbefestigung. An dieser Grundplatte angeschweißt ist ein gewinkeltes Vierkantrohr (ich weiß, ein Rohr ist rund ), das in die Spannbacken der Drehmaschine kommt.
Es dreht sich also der Zylinderkopf, der durch den Winkel mit dem Krümmerstutzen genau vor dem Drehstahl sitzt. Dann wird als alte Gewinde abgedreht.
Anschließend wird auf dem glatten Stutzen ausreichend Material aufgeschweißt, Zylinderkopf wieder in die Drehmaschine, mit dem Drehstahl glattdrehen und dann das Gewinde aufdrehen.
Nach dem Gewindeaufdrehen wird der Krümmerstutzen mit dem Drehstahl etwas gekürzt, damit nich soviel Gewinde freisteht und der Krümmer nicht an den Koti schlägt.
Zum Schluß die Übergänge vom Stutzen zum Zylinderkopf begradigen, etwas Alupaste auf`s Gewinde und das Ganze sieht aus wie neu.
Gruß, ascom

Benutzeravatar
Gobi
Administrator
Administrator
Beiträge: 4020
Registriert: 5. Dezember 2002, 01:06
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Beitrag von Gobi » 21. Dezember 2005, 23:20

also doch- er hat also für jeden Zylinderkopf erstmal so eine Halterung angefertigt- nicht schlecht....

Benutzeravatar
Thomas M
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 45
Registriert: 18. Dezember 2002, 10:15
Wohnort: Potsdam

Beitrag von Thomas M » 22. Dezember 2005, 08:34

Super :D , nun bin ich auch schlauer. So etwas hatte ich auch schon insgeheim vermutet. Wenn man das öfter macht baut man sich schon etwas zurecht. Die Hauptfrage ist immer "Wie spanne ich das Teil?".
Danke für die Erklärung und den Bericht.

Thomas M

Benutzeravatar
emw-ute
Aktivist
Aktivist
Beiträge: 945
Registriert: 14. August 2005, 18:08
Wohnort: Nähe Aschaffenburg

Beitrag von emw-ute » 22. Dezember 2005, 17:12

EMW-Junkie hat geschrieben:Genau, ich mußte auch so etwa 4mm runternehmen :mecker:
Damit stimmt dann überhaupt nichts mehr :bang:

Man kann nicht nur nicht mehr jeden Krümmer nehmen (weil der sonst evtl. am Rahmen anliegt!)

Längere gibt es auf jedem Teilemarkt, die sind auch irgendwie deutsche Produktion (allerdings Deutschland in den Grenzen von 1939).
Nicht unbedingt. Offenbar gibt es 2 Sorten emw-Krümmer (nicht BMW R 35), warum auch immer. Unser Original lag am Rahmen an, obwohl unverbeult. Topf und Halterung passten, d.h. auch nicht verzogen. Da wir das für Murks hielten, kauften wir auf der Veterama einen gebrauchten emw-Krümmer (kein Nachbau!), der perfekt passte. Mit diesem Krümmer gab's auch keine Probleme beim gekürzten Gewinde, d.h. er liegt immer noch nicht am Rahmen an und die Winkeländerung war auch kein Problem für Schelle und Topf (und zwar Originaltorpedo und Nachbaufisch).
Längere Krümmermutter: gibt's die irgendwo, ohne selbst schweißen zu müssen?
2 Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Beim Universum bin ich mir allerdings noch nicht sicher (Einstein).

Es gruessen emw-ute & klaus & die 55er emw.

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast