Werkstoffnummer Gleitlager KW+NW

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Paul R 35
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Beitrag von Paul R 35 » 10. November 2008, 18:50

onkel hat geschrieben:Es hindert ja aus heutiger Sicht nicht, besseres Material als damals zu verwenden.
Ich benutze ja auch geschlossene Radlager obwohl es damals....
Ich hatte schon mal Aluminium in diesem Zusammenhang erwähnt.
Z. B. lauft die Kurbelwelle beim Sapo/LuAZ Motor in Aluminiumbuchsen. Es ist ein Luftgekühlter V4 Viertaktermotor, mit dreifach gelagerter Kurbelwelle. Er hat auch keinen Ölfilter, also würde ich mal behaupten, dass die Bedingungen die gleichen währen wie beim R-35 Motor. Die Hauptlager laufen beim Sapo locker über 100.000 km, sogar bei miserabler Pflege (Ölwechsel nur je nach Lust und Laune).

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Beitrag von SLAGDER » 11. November 2008, 07:38

Die ahnten ja nicht das wir uns hier Jahrzente später die Köpfe zerbrechen.
Ich erstelle täglich Anlagendokumentationen/Beschreibungen. Das wird inhaltlich nicht alles von einem Juristen geprüft, und so kann es durchaus sein das ich mit verschiedenen Begriffen arbeite. Mal ist es der Handelname, mal die präzise Produktspezifikation.
Ich denke mal so war es damals auch.
Außerdem konnten die eins besser, Dinge aufs Wesentliche begrenzen.

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Beitrag von Andrebiker » 12. November 2008, 07:20

Das glaube ich nicht :nono: . Fachbücher wurden in der DDR wesentlich genauer geprüft und korrekturgelesen :top: als das heutzutage der Fall ist. Das Papier war zwar schlecht :roll: , aber der Inhalt Klassen besser als die ganze bundesdeutsche Schlamperei :kotz: .
Ich meine mal, wenn die ein Material reinschrieben, war das auch verbaut ;-) .
Trotzdem würde ich heute auch Bronze nehmen :roll:

Gruß, André
Unsere Motorräder laufen nun schon 60 Jahre, trotz so angeblich untragbarer Dinge wie Kontaktzündung und mechanischer Regler. Oder vielleicht gerade deshalb?

PS: Ich danke allen, die zur Sache nichts zu sagen hatten und trotzdem geschwiegen haben.

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Beitrag von SLAGDER » 12. November 2008, 07:32

Bei Fachbüchern gebe ich dir Recht. Ich wollte mehr Bezug auf die Bedienungsanleitungen nehmem. Die waren überschaubar, was man heute nicht unbedingt sagen kann. Sicher muss man das heute auch komplexer sehen.

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Beitrag von Danny » 13. November 2008, 19:42

Jetzt werft mal bitte nicht die Begriffe durcheinander.Bleibronze,Messing und Lagerbronze(Früher auch als Rotguß bezeichnet) sind Unterschiedliche Werkstoffe!Wie oben schon erwähnt eignet sich Messing als Lager im Motorenbau nicht!Ich verwende für alle Buchsen und Führungen PAN 12 ist zwar teurer hält aber auch ewig und hat 1A Notlaufeigenschaften auf Gehärteten und Ungehärteten Wellen etc. .Das Bleibronzelager mit stahlstützschale wurde entwickelt um Buntmetall zu sparen weil es nur ein paar 1/10 stark ist und wird auf eine Stahlbuchse aufgespritzt oder gedampft.Bei der Bleibronze sind bis zu 25-30%Blei zugesetzt um die Zerspannung und die Notlaufeigenschaften zu erhöhen.

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Beitrag von Stefan1957 » 13. November 2008, 20:47

Da muss ich Onkel, Danny und Co. beipflichten. Beiden sprechen konkret über ein geeigneten Werkstoff, der sich bewährt hat.
Dazu kommt, dass es heute in Zeiten der Digitalwaage und Werkstoffdaten einfach bessere Lagerwerkstofflegierungen gibt.
Weitere Erkenntnisse über geänderte Motorenschmierung und-kühlung, Einbau von zusätzlicher Ölfilterung und bessere Bearbeitungsmaschinen lassen auch eine ausgelutschte R35 wieder modernisieren.

Messing, Eisenzylinder oder Stahlzylinder sind alles nur Schlagworte von einem Teil der schreibenden Fachzeitschriftzunft. Daran sieht man ob derjenige mal ein Metall-Fachkundebuch, Tabellenbuch oder Werkstofflisten von innen gesehen hat.

Also schreibt weiter so, ich muss mir dann halt das richtige herauspicken.
es grüßt mit öligen Fingern, Stefan aus dem Bottwartal

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Beitrag von bergth » 14. November 2008, 00:48

hab heut abend eine stange bleibronze durchmesser 60mm 150mm lang von nem hersteller solcher materialien bekommen
werd mir was entsprechendes drehen

notlaufeigenschaften per datenblatt hervorragend

gekauft auf den herstellerkilopreis

freu
...unterwegs im Namen des Herrn!

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Beitrag von SLAGDER » 14. November 2008, 06:53

Ich hab gestern Abend auch mal 2 Stunden dran gemacht. Hab Durchmesser 51mm für 8,80€ geliefert bekommen. Eigentlich ein Witz. Messing kostet nicht viel weniger.

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