1. Start nach Motorüberholung

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Juergen
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1. Start nach Motorüberholung

Beitrag von Juergen » 3. September 2010, 06:27

Hallo,
nach langem Warten war gestern mein (überholter) Motor zum Abholen bereit...
Nach dem Einbau (ohne Kardan und Hinterrad) wollte ich den 1. Test machen. Zündung etc. eingestellt, Verkabelung ist neu, Öl und Sprit ist drinnen, Funke an Kerze vorhanden - alles so, wie es sein sollte.
Nun aber mein Problem: Der Kickstarter ist relativ schwer gängig?! Nach 1,5 Stunden war ich dann körperlich am Ende und musste abbrechen, ohne den ersten Zucker des Motors erlebt zu haben.
Also hat jemand einen Tip für mich, was den Kickstarter so schwergängig machen könnte? Kann das was mit der Kupplung zu tun haben (die ist neu). Ich sehe auch, dass beim bewegen des Kickstarters die Welle am Getriebeende (Kardanseite) mit dreht, obwohl kein Gang drinnen ist. Das Gertriebe lässt sich von Hand gut durchschalten.
Was kann ich noch testen?

Grüße
Jürgen

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Re: 1. Start nach Motorüberholung

Beitrag von Rhuner » 3. September 2010, 08:36

Hallo Jürgen,
Bevor man etwas sagen kann ein paar Fragen:
Geht denn der Starthebel nach dem Runtertreten von alleine und leichtgängig in seine Ausgangsstellung zurück?
Wenn du die Kupplung ziehst muß sich der Hebel ganz leicht durchtreten lassen, ist das so?
Daß sich die Welle am Getriebe ohne Gang leicht mitdreht ist normal. Die läßt sich aber dann mit dem kleinen Finger festhalten.
Hast du beim einstellen der Zündung irgendwelche Schwergängigkeiten am Motor bemerkt?
Hast du den Motor mit Getriebe zusammengebaut aus der Werstatt bekommen oder hast du die selbst zusammengebaut? Wenn ja, ging da alles leicht zusammen?
Gruß, Rhuner

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Re: 1. Start nach Motorüberholung

Beitrag von single action » 3. September 2010, 11:16

Wenn der Motor gut von Hand gut freidreht,dann könntest du folgendes Getriebeproblem haben.
Die Abtriebswelle des Getriebes ist durch eine Gleitlagerbuchse in der Eingangswelle des Getriebes gelagert.
Wenn die Buchse zu stramm ist,dann kann die Abtriebswelle sich nicht frei in der Eingangswelle drehen.
Das führt zur Schwergängigkeit. Zusätzlich werden dadurch noch verschiedene Wellendrehzahlen zueinander gezwungen,was zu Verpannungen der Wellen führt.
Eine stramme Buchse entspricht quasi einer 1:1 Übersetzung des 4Gangs,dagegen ist der Kicker aber über die Nebenwelle noch deutlich untersetzt.
Entweder ist nun die Buchse zu stramm oder die Wellen wurden mit zu wenig Axialspiel oder verspannt eingebaut.
Als erstes könntest du das Getriebe ausbauen und mal mit einem Gummi-,Kupfer- oder Aluhammer leicht axiale Schläge auf die Welle geben,um sie ggf freizuschlagen.
Hilft das nicht,dann musst du die Eingangswelle ausbauen und die Buchse aufreiben.
Gruß!

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Re: 1. Start nach Motorüberholung

Beitrag von Danny » 3. September 2010, 19:52

Selbst wenn die Buchse in der Eingangswelle zu stramm wäre dürfte es sich nicht auf die Übersetzung vom Kickstarter zum Motor auswirken weil ja das Zahnrad mit der Ratsche auf die Nebenwelle geht und die Nebenwelle dann wieder in die Verzahnung der Eingangswelle eingreift.Dieses Problem würde sich beim Fahren bzw.Schalten bemerkbar machen.Zieh doch mal die Kupplung,leg die Gänge nacheinander ein und drehe am Kardanflansch ob da was schwer geht.Ansonsten gehe doch mal so vor wie Rhuner beschrieben hat.
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Re: 1. Start nach Motorüberholung

Beitrag von EMW-Junkie » 4. September 2010, 00:06

Ich habe mir mittlerweile angewöhnt sämtliche Flächen auf denen ein Dichtring läuft zu polieren.

Die Schwungmasse wird ja auch bei der Motorüberholung gestrahlt, das macht am Filzdichtring, der ja auch erstmalig eingeölt werden müsste,
eine ganze Menge aus...

Das wäre schon mal eine Sache, die mir schon passiert ist :was?: :was?:

Ansonsten Spiel Eingangswelle/Hauptwelle sollte schon 1/10tel mm sein.
BildOldis fahren und daran schrauben macht süchtig!Bild

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Re: 1. Start nach Motorüberholung

Beitrag von Juergen » 4. September 2010, 06:19

Also erst mal vielen Dank für euere Tips.
Die letzten Erkentnisse sind:
- Das mitdrehen des Kardanflanschs kann wirlich mit dem Finger angehalten werden
- der Kickstarterhebel geht nach der Betätigung leicht in die Ausgangsstellung zurück
- Kupplung zeigt keinerlei Wirkung

Motor ist nun gestern wieder ausgebaut worden und geht wieder zum Motorenbauer zurück.
Ich habe mir jetzt eine Klemmvorrichtung gebaut, um die Kupplung im Ausgebauten Motorzustand zu ziehen. So kann der Motorenbauer selbst testen... Ich gehe davon aus, dass auch im ausgebauten Zustand des Motors, das drehen der Ausgangswelle von Hand - mit eingelegtem Gang möglich ist, wenn mit meiner Klemmvorrichtung die Kupplung gezogen wäre?

Grüße
Jürgen

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Re: 1. Start nach Motorüberholung

Beitrag von Danny » 4. September 2010, 10:13

Mit gezogener Kupplung bei ausgebauten Motor?
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Re: 1. Start nach Motorüberholung

Beitrag von Killerniete » 4. September 2010, 13:33

Manch Leute sind schwer zu verstehen.
Ein neu aufbebauter Motor dreht nun mal schwer. Einen EMW Motor mit gezogener Kupplung anzuwerfen ist unmöglich da diese trennt.
Ein neuer Motor dreht deshalb schwer da von der Bearbeitung noch Rauhigkeiten auf den Gleit- und Rollflächen vorhanden sind die beim Einfahren erst geglättet werden.
Vielleicht wär was modernes geeigneter, das braucht nich eingefahren werden und hat nen E-Starter.
Oder -- Am Öl hat´s nicht gelegen da war kein´s drinn.
:motz: :motz: :motz: :motz: :motz: :motz: :motz: :motz: :motz: :motz:
Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten.

Grüße aus dem Reservat
"Muskauer Heide"

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Re: 1. Start nach Motorüberholung

Beitrag von Danny » 4. September 2010, 19:08

Die Frage ist ja wie schwer geht der Motor?Theoretisch müsste er ja wenigstens ein kurzes Lebenszeichen von sich geben wenn Steuerzeiten,Vergaser,Zündung stimmen.
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Re: 1. Start nach Motorüberholung

Beitrag von Juergen » 5. September 2010, 17:36

sorry, wenn ich mich unverständlich ausdrücke...
Ich will NICHT den Motor mit gezogener Kupplung anwerfen.
Meine Frage war: Wenn ich einen Gang bei ausgeschaltenem Motor einlege, die Kupplung ziehe - und den Motor von Hand (über Ratsche von vorne an der Kurbelwelle oder über den Kickstarterhebel) drehe - darf sich doch die Antriebswelle NICHT mitdrehen?
Zur Info: Kardan ist noch nicht montiert.

Achja -> Ich habe den Motor vor dem ausbauen doch noch gestartet bekommen. (Etwas wohler ist mir nun schon)
Er lief zwar holprig - aber er ist gelaufen.

Gruß
Jürgen

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Re: 1. Start nach Motorüberholung

Beitrag von Danny » 5. September 2010, 18:25

Wenn du den motor an der Kw drehst darf sich der Kardanflansch nicht mitdrehen,wenn er sich mitdreht dann trennt die Kupplung nicht richtig oder die Buchse in der Kw wo die Eingangswelle gelagert ist ist zu stramm oder die Welle verkantet.Wenn du den kickstarter trittst dreht sich der Flansch mit.
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Re: 1. Start nach Motorüberholung

Beitrag von Juergen » 5. September 2010, 19:08

War eben nochmals in meiner Garage, wo das ausgebaute Teil liegt und habe neue Erkenntnisse:
Die Klemmvorrichtung, mit der ich die Kupplung jetzt seit Samstag morgen "angezogen" hatte, muss bewirkt haben, dass die Kupplung jetzt trennt. Das heißt Kardan dreht nicht mehr mit. Kickstarterhebel geht jetzt auch viel leichter zu bewegen.

Bleibt nur noch eine Frage offen: Der Kupplungshebel muss jetzt mit Kraft nach hinten gezogen werden um eine Mitnahme zu erreichen. Sollte doch anders herum sein: zum trennen nach vorne mit Kraft - beim loslassen Mitnahme durch den Motor?
Ich habe auf Bildern auch schon mal eine Feder gesehen, die den Hebel nach hinten zieht?!
Was meint ihr, soll ich den Motor nochmals zum Motorenbauer bringen?

Gruß
Jürgen

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Re: 1. Start nach Motorüberholung

Beitrag von Danny » 5. September 2010, 19:18

Versteh jetzt gar nix mehr.Ich denke der Motor ist ausgebaut?
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Re: 1. Start nach Motorüberholung

Beitrag von Juergen » 5. September 2010, 19:53

is'er auch.
Kickstarterhebel und Nockenwelle lassen sich doch trotzdem bewegen.

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Re: 1. Start nach Motorüberholung

Beitrag von Rhuner » 5. September 2010, 20:11

Du hast also den Hebel arretiert als sei die Kupplung gezogen und jetzt verhält sie sich anders als vorher? Und der Motor dreht leichter? Ich würde sagen da ist was oberfaul.
Ich habe zwar auch so eine Feder drin, aber die löst nicht dein Problem. Hat denn dein Motorenbauer Ahnung von BMW/EMW Motoren (deren Technik ist sowas wie das kleine 1x1)? Lass lieber mal einen alten BMW/EMW-Haasen da rein gucken. Was ist an der Kupplung gemacht worden?
Gruß, Rhuner

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