Welches Benzin? Welches Öl? °

Werkstoffkunde + Löten, Schweissen usw
21Peter
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Welches Benzin? Welches Öl? °

Beitrag von 21Peter » 8. Dezember 2002, 13:01

Hallo Gobi und alle anderen EMW Fahrer !
Ich habe mir ( blauäugig ) eine EMW nach langen suchen kaufen können. Nun ist es so das ich bisher nur an Wartburgs 311 geschraubt habe und somit von 4 ´Takt Motoren und alles was die EMW betrifft absolut keine Ahnung habe. Ich wollte nur eine solche geile Maschine haben ,-schon wegen diesen Wahnsinns klang....!
Nun meine Frage, könnt ihr mir eine Liste mit allen Wichtigen was ich zu beachten habe in das Forum stellen. Das geht los bei, welches Benzin ( Super etc. ) welches Oel , wie muß ich die Maschine fahren ( drehen wie ein 2 Takter... ? ) und alles andere was für euch eigentlich normal ist...!!! Als Gegenleistung könnt ihr mich natürlich alles wg. Warburg 311 fragen,- ich kenne jede Schraube! Dank Euch allen !!
Gruß H.Peter
Wartburg und jetzt auch EMW R 35 Fahrer!

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Gobi
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Ich weiß , daß ich nichts weiß.....

Beitrag von Gobi » 8. Dezember 2002, 13:03

Also ich möchte mich da wirklich nicht aus dem Fenster lehnen, denn ich habe auch noch sehr wenig Erfahrung.
Tanken kannst Du Normal, dann muß ein Bleizusatz zugegeben werden (gibt´s an der Tankstelle) (warum eigentlich? wer kann mir das mal erklären?)
Mit dem Öl ist das eine Streitfrage, einerseits sind die heutigen Öle viel besser als damals
aber
sie sind auch viel dickflüssiger.
Die alten Motoren haben aber keinen Ölfilter, sondern sind so konstruiert, daß aller Dreck sich am Boden der Ölwanne absetzen soll, sonst wird z.B. metallischer Abrieb immer wieder durch den Motor gepumpt.
Empfolen werden unlegierte Einbereichsöle Viskositätklasse SAE 30, 40 oder 50, im Winter SAE20. Das gibt´s als spezielles Oltimeröl, oder wohl auch als Schmiermittel für Kompressoren.
Oder eben modernes Mehrbereichsöl (20W-50) und häufiger Ölwechsel (alle 2000 Km !)
Für´s Getriebe Sae80 bis SAE 140.
Das ist jetzt alles nur angelesen, ich hoffe, daß sich hier bald mal die "alten Hasen" melden!

emwr35
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Beitrag von emwr35 » 8. Dezember 2002, 13:05

Also ich fahre Einbereichsöl leider nicht unlegiert. Wenn man oft mit der EMW unterwegs ist sollte man schon nachdenken ob man nicht doch ein unlegiertes Einbereichsöl fährt (Ist nicht billig). Bin gerade bei einer Brockenhexe (RS02 Schlepperwerk Nordhausen) bei. Hier komm ich nicht mit 5 Liter aus. Und um die Kosten im Rahmen zu halten werde ich kein unlegiertes Öl nehmen sondern legiertes.
P.S. Wenn jemand was für die Brockenhexe noch rumzuliegen hat, einfach mal bescheid sagen. Danke!

Tschüss und viel Spaß! :)

René
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Beitrag von René » 8. Dezember 2002, 13:05

Hallo Peter,
ich will mich auch mal einmischen. Ich fahre immer das Öl 20W50 von A.T.U., und zwar in Motor, Getriebe und Kardan. Damals gab es noch kein Getriebeöl, so daß Viertakt-Motorenöl auch im Getriebe gefahren wurde. Ich habe damit keine Probleme.
Der EMW-Motor ist ein ziemlich zäher, aber nicht drehwilliger Kanditat. Er braucht keine hohen Drehzahlen wie ein 2-Takter, soll aber auch nicht untertourig gefahren werden, weil er dann ruckartig läuft und das alles auf die Kraftübertragung geht.
Aber mal eine Frage zum W311: Ich habe einen von Bj. 1961 mit echten 900ccm und 40PS. Diesen Motor will ich unbedingt erhalten. Das mittlere Pleuel klappert aber beim Abtouren, scheint mir. Doch wenn ich die Kupplung trete, wird das Klappern geringer. Da verstehe ich den Zusammenhang nicht.

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Bleizusatz warum?

Beitrag von Hortkind » 29. Dezember 2002, 00:53

Hallo gobi

Erst einmal will ich mich willkommen heißen in diesem langgesuchten EMW Forum, bin nähmlich gerade bei einer emw bei
und ich kann nur sagen ich wollt sie schon immer und jetzt hab ich sie auch!
Also das blei im verbleiten benzin hat eine dämpfende wirkung auf die ungehärteten ventilsitze die du mit hoher wahrscheinlichkeit hast(alte motore usw). Neue motore brauchen nehmlich kein verbleitem weil sie haben gehärtete ventilsitze und da es kein verbleitem sprit mehr gibt (außer bei unseren polnischen freunden)
mischen wir oldie freaks eben.

PS:umbauen der köpfe bei emw auf bleifrei kosten um 250 bis 300E und machen daher wenig sinn wenn mann nur bei schönem wetter fährt. :wink:

mfg Hortkind :D

Gast
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Beitrag von Gast » 29. Dezember 2002, 17:44

Hallo Hortkind, herzlich willkommen im Forum!
Das mit den Ventilsitzringen stimmt100%, ich habe berade einen alten Automechaniker zu Besuch, der hat mir das eben bestätigt, da staunt klein Gobi aber! :lol:
Ich freue mich schon auf weitere Beiträge von Dir!

tilo
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Beitrag von tilo » 15. April 2003, 21:35

Ich fahre meine EMW immer mit einfachem, unverbleiten Benzin ohne Bleizusatz, und das geht bisher gut so. Ich glaube auch schon mal gelesen zu haben, dass Blei bei solch alten Konstruktionen ( 30-er Jahre) nicht nötig ist, weil der Sprit damals auch nicht verbleit war.

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Beitrag von Thurisaz » 16. April 2003, 16:38

Man könnte sich doch mal von irgendwoher ne 5l-Kanne Bleitetraäthyl organisieren,davon 0,6 Gramm auf 20l Benzin und fertig.
Diese Bleiersatzscheiße halte ich für reine Leuteverarschung,ich würde auch nur normal tanken und alles Andere weglassen.
Soweit ich weiß,soll Blei (-tetraäthyl) nur die Klopffestigkeit erhöhen,was ganz früher mit Benzolzusatz (daher der Name "ARAL")gemacht wurde und bei heutigem Sprit zumindest für unsere Motore nicht erforderlich ist,dämpfende oder schmierende Wirkung wie metallisches Blei hat es wohl eher nicht.

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Beitrag von Paul R 35 » 16. April 2003, 19:36

Ich fahre mit Normal-Benzin und habe bis jetzt keine Probleme.

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Beitrag von heiwübu » 19. April 2003, 18:14

unbedingt normal tanken! höhere oktanzahl ist zwar klopffester, (der niedrig verdichtete r35-motor klinglt jedoch nur bei verstellter zündung) vergast aber erst bei höherer temperatur. kann unter
umständen zu startproblemen bzw. problemen mit der "inneren" kühlung führen.

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Beitrag von rgHorus » 4. Mai 2004, 16:40

Also soll ich jetzt normal mit Bleizusatz oder Super mit Bleizusatz tanken? (der Besitzer vor mir hat super mit Bleizusatz getankt)
Wie ist denn das Mischungsverhältnis und gibt es unterschiedliche Bleizusätze an der Tankstelle bzw. muss es ein bestimmter sein?

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Beitrag von Daniel Dorn » 4. Mai 2004, 18:06

Also eigendlich gibs nur eine Sorte Bleizusatz. Das ist dann auch schon für uns bestimmt. Das Mischungsverhältnis kannste dann gleich von der Flasche abnehmen. Da ist eine Dosiervorrichtung :D mit dran. Die geht nach der KS-Menge. Raten kann ich dir persönlich nur mit Benzin zufahren. Denn trotz Bleizusatz sehen die Ventilsitze nach 3000 km Fahrt mit Super nicht gut aus. Da habe ich selber ganz schön gestaunt. Ich hatte meinen Kopf neue Sitze verpasst, die sehen jetzt aus wie ne Mondlandschaft.

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Beitrag von Gobi » 4. Mai 2004, 19:56

@Olli: oben gibt es eine Suchfunktion! Ich weis nicht genau was Du meinst

@Daniel: Du tankst mit Zusatz und trotzdem sind die Sitze im Arsch? Ich habe das Thema bisher ignoriert, weil ich sobald die Sitze futsch sind mir welche für bleifrei einsetzen lassen möchte.
(falls ich bis dahin noch nicht auf Diesel umgestellt habe :mrgreen: )
Wenn du tot bist, dann bist du lange Zeit tot.
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Beitrag von Paul R 35 » 4. Mai 2004, 20:02

Ich mache es wie Gobi, tanke Normal Benzin, ohne jegliche Zusätze, und fahre so lange die Ventile und Sitze halten. Bis jetzt sind es über 3.000 km, ohne Probleme.

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Ventilsitzringe

Beitrag von micteu » 5. Mai 2004, 06:34

Hallo,

ich habe mal gelesen, daß bei Motoren, die mehr als 30.000 Km mit verbleitem Sprit gelaufen sind, die Ventilsitzringe derart mit Blei angereichert sind, dass der Motor für den Rest seines Daseins damit auskommt. Dies galt für einen PKW, da sollte ein Motorradmotor wohl lange mit hin kommen.

Gruß

Michael

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