Welches Öl?°

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Gobi
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Welches Öl?°

Beitrag von Gobi » 8. Dezember 2002, 13:26

Was Bedeutet die Einheit "E" mit der das Öl immer im Handbuch bezeichnet ist und wie kann man das in die "heutige Zeit" übersetzen?
Zuletzt geändert von Gobi am 18. Januar 2004, 10:32, insgesamt 1-mal geändert.

Wasserfeld
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Beitrag von Wasserfeld » 8. Dezember 2002, 13:27

also, was das mit dem e genau zu sagen hat, kann ich auch nicht sagen, aber ich habe folgende erfahrungen mit meiner emw gemacht:

30er einbereichsöl ist das beste was es gibt, denn mit dem 15w40, was ich vorher gefahren habe, schwitzte das öl in der winterpause fast schneller aus der ölwannendichtung raus, als es oben rein geht *lol*
das 30er stimmt nach den aussagen eines alten hasen in meiner bekanntschaft wohl auch mit der werksangabe überein!

und um himmelswillen keine additive oder anderen synthetikscheiss, den der kann die buntmetalllager angreifen!

(kumpel hat damit schon einen bmw-motor auf die rüben gebracht!!!)

Takin Treiber
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Beitrag von Takin Treiber » 8. Dezember 2002, 13:28

E heißt Engler und is´n Typ der in den 10er Jahren ein Verfahren zur Viskositätsmessung erfunden hat.
Laut Trzebiatowski sind :
20 SAE = 4-6 E/50°C
30 SAE = 6-9 E/50°C
40 SAE = 9-15 E/50°C
Vor Superölen muß wegen den agresiven Additiven gewarnt werden, da hat Wasserfeld auf jeden Fall Recht(, habe das selbst an´em alten Kardan gemerkt, bei dem der alte Simmering das Hipoydöl nicht mochte und sofort gepißt hat ). Da ich aber geizig bin, und sehr häufige Ölwechsel ganz wichtig sind, nehme ich billigstes 20 W 40 für den Motor ohne bisher Probleme mit dem Bronzelagern zu bekommen.(Ist ja billiger zu haben als Sprit !) Nur im Winter ist mir dabei nicht wohl, habe im Stadtverkehr auch schon 10´er probiert ohne wirklich ein Unterschied zu merken. Ich träume da eher von ´nem Tauchsieder zum Vorwärmen...

Wasserfeld
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Beitrag von Wasserfeld » 8. Dezember 2002, 13:30

Danke für die erklärung takin!

also für die gabel hab ich damals 15 w 40 genommen, weil ich das gerade dahatte!

um die diskussion mal mit meinem senf grundsätzlich anzuregen:

meiner ansicht nach ist diese ganze welches öl diskussion sowieso nicht soooo wichtig, denn

das motorrad wurde zu zeiten entwickelt, wo man froh war, wenn es überhaupt mal öl zum wechseln gab, denn schliesslich war die r35 meldemaschine der wehrmacht!

der motor würde wahrscheinlich doch auch mit flüssiger margarine laufen (VORSICHT WITZ)
von daher: einfach nen einfaches mineralöl rein und gut iss!

René
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Beitrag von René » 8. Dezember 2002, 13:30

Nochmal zum Öl: Vor einigen Tagen hatte ich schon mal geschrieben, daß ich 20W50 nehme. Die Ölpumpe kann dünneres Öl nicht richtig fördern, das flutscht dann sozusagen zwischen den Zahnrädern und dem Pumpengehäuse hindurch. Ein bißchen Spiel ist da ja immer. Das 20W50 zieht beinahe Fäden beim Reinkippen. Mein alter MZ-Meister, der an AWO und EMW gelernt hat, hat mir diesen Tipp gegeben. Das Öl dann auch in Getriebe und Kardan, und man hat nur noch eine Ölsorte.
In die Gabel gehört eigentlich Stoßdämpferöl. Meine Gabel dämpft aber sowieso nicht mehr. Ich habe die Fehlersuche aufgegeben. Wenn ich mal viel Zeit habe, arbeite ich meine Ersatzgabel auf. Das Öl dient bei mir nur noch der Schmierung.

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Beitrag von lappiator » 22. Januar 2003, 11:43

das mit den 20w50 öl, hört sich gut an, und macht sinn. ich habe heute meine angeblichen superöle rausgeschmissen und schönes dickes 20w50 reingedrückt. ich glaube ein aufatmen im motor gehöhrt zu haben :wink: . eine sorte für alles, das ist super!

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Beitrag von Sjoerd Brandsma » 22. Mai 2003, 09:17

Ich fahre zurzeit mit 15w40 im Motor, kann ich das ohne Probleme weitermachen? Ich habe nähmlich 30 liter 15w40 stark reduziert für meine EMW gekauft. Ich dachte es wäre das richtige Öl.

mfG, Sjoerd Brandsma

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Beitrag von Andrebiker » 22. Mai 2003, 10:25

Ich bin in meinem Gespann zu Nachwendezeiten immer SAE 15W40 API SF aus dem Baumarkt für 8,88 DM/5 Ltr. in Motor und Getriebe gefahren. Getiebeölwechsel alle 10000 km; Motorölwechsel alle 2000km bis 2500 km, nicht, weil das Öl verbraucht wäre, sondern weil kein Ölfilter im Motor ist.
SAE 20W50 ist aber in jedem Falle besser.
Weiterhin habe ich beste Erfahrungen mit dem Ölzusatz "Mathy" beim Motoröl gemacht. Das ist allerdings ein teurer Spaß, da die verlängerten Ölwechselintervalle bei Motoren ohne Ölfilterung nicht zur Geltung kommen können.

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Beitrag von Daniel Dorn » 22. Mai 2003, 14:56

So jetzt ich.
Ich fahre zur Zeit richtiges billiges 10W-40 das ist aber überhaupt nicht gut. Und zwar wenn das Öl warm ist und bei höheren Temperaturen draußen, drückt sich das Öl bei schnellerer Fahrt so stark in den Kopf das es sich leicht über die Motorentlüftung in den Vergaser entsorgt. Dadurch wird meine EMW eine Nebelmaschine. Werde mir jetzt auch das ÖL 20W-50 oder 20W-60 besorgen und ich denke mal dann ist das weg.

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Beitrag von lappiator » 19. August 2003, 12:51

also helft mir nochmal auf die sprünge. ich habe mir öl hd 20w 50 besorgt. das dürfte doch das falsche sein, oder ? steht jedenfalls mehrbereichs öl drauf (ganz klein hinten, habsch nich jesehen). habe mir von,n kumpel SERA 220 von dea (einbereichsöl) besorgt. kennt das einer? er fährt irgend soon,e russenkarre und schwört drauf. wenn ich nun wechsle, womit spüle ich den motor? gibt es tipps?

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Beitrag von Andrebiker » 19. August 2003, 13:30

Bei den heutigen Ölen brauchst Du gar nicht mehr spülen, da sie Zusätze enthalten, die den Dreck in der Schwebe halten, damit er bis in den Filter transportiert werden kann, um sich dort zu verfangen.
Da Du keinen Ölfilter hast, mußt Du Dein Öl alle 2000 bis 2500 km wechseln, und dafür reicht billiges Kaufhaus-Mehrbereichsöl SAE 20W50 zu. Alles andere ist rausgeschmissenes Geld.

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Beitrag von Gobi » 18. Januar 2004, 10:34

Hier ein Zitat von der feinen NSU- greif zu Seite:
Hier meine Empfehlung:
Alte Motoren ohne Ölfilter, die nicht zerlegt und gereinigt wurden, sollten nicht mit legiertem Synthetik- oder Mehrbereichsöl betrieben werden.
Statt hochlegierter Mehrbereichs- oder Synthetiköle sollten moderne unlegierte Einbereichsöle der Viskosität SAE 40 verwendet werden. Es handelt sich dabei um Öle die nicht mit Additiven versehen sind und vorwiegend für Kompressoren vorgesehen sind. Sie sind unter den Bezeichnungen Kompressoren-, Verdichter- oder Umlauföle nur im Mineralöl-Großhandel und nicht an der Tankstelle erhältlich. Im Gegensatz zu Motorölen wird die Viskosität nicht durch einen SAE-Wert ausgedrückt, sondern durch die ISO VG-Klasse. Dabei entsprechen die ISO VG-Klassen 68, 100, 150, 220 in etwa den SAE-Werten 20, 30, 40, 50.
Das in meinen NSU-Maschinen eingesetzte unlegierte Einbereichöl Wiolan CA 150 der Fa. Wintershall entspricht der ISO VG-Klasse 150, was mit dem SAE-Wert 40 gleichzusetzen ist. Weitere vergleichbare Typen sind z.B.: Aral Motanol GM 150, Castrol Classic Motoröl SAE 40, AVIA AVIALUB-Spezial HD 40 oder Shell Vetrea.
Diese Öle sind nicht an der Tankstelle erhältlich, sondern sind über den Mineralöl-Großhandel zu beziehen. Dort ist es zweckmäßig gleich ein 20 Liter Gebinde zu erwerben, zumal ein Liter Einbereichsöl nur etwa 2 Euro kostet.
Ölablassschrauben mit Magnet einsetzen. (Magnet aufschrauben oder mit UHU plus kleben)
Häufigerer Ölwechsel (insbesondere nach einer Überholung)
Wenn du tot bist, dann bist du lange Zeit tot.
Burt Munro

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Beitrag von Andrebiker » 19. Januar 2004, 07:55

In der Oldtimer-Markt ist auch gerade ein Beitrag über Öle. Auch früher gab es schon mal einen (besseren) Beitrag über Oldtimeröle und Ölzusätze in der OM.
Ich bin immer SAE 20 W 50 gefahren und das alle 2000 km gewechselt; in dem Intervall fällt bei einem sauberen Motor nicht soviel Abrieb an, das er schaden könnte.
Bei ESSO gibt es aber auch ein Öl SAE 30, daß speziell für Fahrzeuge mit langen Standzeiten gemacht ist, die dann plötzlich fahren müssen, vor allem also Feuerwehren usw. Das ist sicher eine gute Alternative für Oldi-Wenig-Fahrer, leider ist die kleinste Dosierung 20 Liter.
Sehr gute Erfahrungen habe ich mit dem Zusatz von Mathy.

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Beitrag von Schneider » 14. Februar 2004, 16:21

Also das kann ich nur bestätigen. Die unlegierten mineralischen Motoröle wie es früher gab, halten die Schwebstoffe und den Dreck nicht in der Schwebe, er setzt sich dann schön als Schlamm und Schleim in der Ölwanne und an Gehäuseflächen ab. So muß es sein bei Motoren ohne Ölfilter.
Die neuen üblichen synthetischen und halbsynthetischen legierten Motoröle halten allen Dreck in der ständigen Schwebe und lösen allen Schmant auf. Deswegen habe ich bisher das teuere Classic Motoröl von Castrol benutzt. Ter Tip mit dem Kompressorenöl ist super, werde mich gleich mal kümmern in meiner Nähe gibt es eine Kompressorenfirma.

Aber jetzt kommt der Tip des Tages: Wer vorhat, oder gezwungen ist, seinen Motor zu überholen, sollte einige 100 km vorher auf neues billigstes synthetisches Öl 15W40 mit Additiven umstellen. Der Effekt ist, daß alles, insbesondere das Gehäuse innen sauber wie geleckt wird. Man spart sich Stunden an Reinigungsarbeit ! Ich habe 2 Motoren überholt, bei dem einen habe ich vorher den besagten Trick angewand, Ergebnis: innen alles schön sauber, brauchte nur einmal abzuwaschen und mit dem Kärcher reinhalten.
Der andere Motor war nicht funktionsfähig, ich habe Stundenlang mit Waschbenzin und Tetra geschruppt, der Schmantfilm war nicht vollständig zu beseitigen, insbesondere in den Hohlräumen unterhalb der Nockenwelle nicht.

Gerade bei alten noch funktionstüchtigen Motoren empfielt sich deshalb zur inneren Reinigung mal eine Saison solches synthetisches Öl zu fahren. Dann kann wieder auf klassischel Öl umgestellt werden.

Wer allerdings nur wenige km im Jahr fährt und jährlich das Öl wechselt, kann auch unbedenklich neuzeitliches Öl 20W-50 immer fahren, das ist richtig. Man muß nur aufpassen und kontrollieren, daß es nicht zu schwarz und schmantig wird.

Peter
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Re: Welches Öl?°

Beitrag von Peter » 27. Juni 2012, 18:07

Hallo Alle!

Vor allem moechte ich fuer mein Deutsch entschuldigen, ich spreche aber besser Englisch als Deutsch :-) (Ich wohne in Großbritannien) Deshalb hatte ich auch die kleine Problme mit einigen Posten von euch :bang: Ich hab aber so eine Info bzgl. der Öl gefunden :

Getriebe: SAE90
Kardan: SAE90
Motor: SAE40 oder 20W50


Ich hab aber keine Info zur Gabel gefunden.Das waere meine erste Frage.
Und die Zweite: Wie viel Öl soll ich in Getriebe, Kardan und Gabel eingießen? Leider habe ich kein Benutzerhandbuch oder Servicebuch, damit ich das pruefen konnte...
Ich waere sehr dankbar fuer jeden Kommentar :-)
Vielen Dank in Voraus fuer Hilfe!
Mfg

Peter

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