Zinkdruckguss reparieren

Werkstoffkunde + Löten, Schweissen usw
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Benzinkuh
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Zinkdruckguss reparieren

Beitrag von Benzinkuh » 27. Mai 2008, 08:02

Hallo
Habe beim Aufarbeiten der Flatterbremse die Flügelschraube zerbrochen. Sehr ärgerlich aber ist nun halt so. Habe mich deshalb kundig gemach ob eine Reparatur von Zinkdruckguss im allgemeinen möglich wäre und was es kostet.
Es gibt laut meiner Info zwei Möglichkeiten.
Aluminium Weichlot 260 und Aluminium Lötpaste ca 12-15Euro.
Laut Beschreibung auch für Vergaser usw. verwendbar!
Hat schon jemand damit Erfahrungen gemacht?
Hier noch den Link dazu
http://www.tmp-loettechnik.de/product_i ... ucts_id=35
Gruß
Michael

Auszug Artikelbeschreibung

ALUMINIUM/ WEIßMETALL-LÖTPASTE

Keine Verschmutzung!
Kein Abfall-Spritzen!

* Fertig zum Gebrauch – Lötpaste eingearbeitet – nur Hitze hinzufügen

* Niedriger Schmelzpunkt – fließt gleichmäßig bei 200°C, und ist wieder schmelzbar bei 345°C

* Lötet Aluminium an Aluminium oder andere Metalle

* Anwendbar mit Butan-Brenner, Lötkolben, Propangasbrenner, Azetylengasbrenner

* Die fertige Lötstelle ist stabiler als das verwendete Ausgangsmaterial – Zugkraft bis 28.000 PSI (Pfund je Quadratzoll)

* Ausgezeichnet geeignet um ungleiche Metall-Maße zu verbinden (dick an dünn)

* Passt farblich ideal zu Aluminium

* Weiß- und Zinkmetalle müssen nicht mit Sand oder Ton während der Reparatur stabilisiert werden

WIE BENUTZT MAN ALUMINIUM/WEIßMETALL-PASTE

Verwendung: Brenner oder andere Hitzequelle. Spezial-Lötpaste zum Löten von Aluminium an Aluminium oder andere Metalle und zum Reparieren von zink-basierten Metallen wie Zinkdruckguss, Zinn und Weißmetall. Das Metall muss auf 200°C aufgeheizt werden.

ANWENDUNGSGEBIETE:

* Aluminium: Verbinden von Aluminium mit Aluminium oder Aluminium mit Kupferrohren in Kühlschrankfertigung und Klima-Anlagen-Produktion; Reparieren von Aluminium-Streben, Dämpfern und Löten von Lithium-Ion-Batterie-Ösen im Hobby-Funker-Bereich; Reparieren von Aluminium-Radiatoren, Booten, Klimaanlagen-Kondensatoren, Kältetechnik, Aluminium-Fenster und –Türen, Karosserien, Lastzüge, eloxiertem Aluminium und Alufolie.

* Weißmetall: Zum Reparieren von defekten Autogrills, Trophäen, Spielzeug, Schmuck, Ornamenten, Vergasern, Kirksite Gussformen, Kraftstoffpumpen, Türgriffen, Geräten und Zinngefäßen.

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Beitrag von Killerniete » 27. Mai 2008, 12:53

Funktioniert gut, hab ich auch schon mal in einem anderen Fred geschrieben.
Bei Aluminium fällt nach gewisser Zeit die etwas andere Farbe auf.
Bei Zinkdruckguss ist die Farbe gleich , vielleicht ist´s ne ähnliche Legierung. Hab schon einen Vergaser gelötet alles wieder prima (waren am Anschlußflansch die Befestigungsbohrungen aufgsägt :evil: :evil: )
Aufgefallen ist mir das der Z-Guss beim Löten anfängt auszugasen.
Na dann viel Glück :mrgreen: :mrgreen:
Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten.

Grüße aus dem Reservat
"Muskauer Heide"

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Beitrag von Benzinkuh » 27. Mai 2008, 22:15

Killerniete hat geschrieben:Funktioniert gut, hab ich auch schon mal in einem anderen Fred geschrieben.

Aufgefallen ist mir das der Z-Guss beim Löten anfängt auszugasen.
Na dann viel Glück :mrgreen: :mrgreen:
Hallo Killerniete
Wie hast Du es gemacht, was ist wichtig (zu beachten)?
Gruß
Michael

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Beitrag von Killerniete » 28. Mai 2008, 15:20

Hoi hab mir gerad mal die HP von dem Anbieter angeschaut.
Ist etwas anders als das Zeug was ich hatte.
Hab mein´s mal auf´m Markt gekauft, da wurde das auch vorgeführt.
Es wird nur das Werkstück erhitzt dann das Lot aufgerieben, wieder erhitzt und gleichzeitig mit einem spitzen Stahldraht oder Schraubendreher im Lötbad rumgekratzt um die Oxidschicht zu durchbrechen. Dann verläuft das richtig schön, ist aber formbar.
Tropft auch nicht ist eher so wie Fett in der Konsistenz.
Bei diesem Lötvorgang bildet sich irgentwie eine neue Legierung.
Mein verwendetes Lot heisst AL 85 Plus , sind aber warsch. alles ähnliches Mittelchen .
Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten.

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Beitrag von Erwin » 28. Mai 2008, 20:26

Das Kratzen der Oxidschicht ist extrem wichtig! Andernfalls kommt keine Verbindung zustande. Der Riesenvorteil beim Alulöten gegenüber dem Schweißen besteht darin, dass das Ganze bei deutlich niedrigeren Temperaturen geschieht. Somit sind die Teile nicht so gefährdet.
Habe ich an kleineren Teilen auch schon ein paar Mal erfolgreich praktiziert. Beim Versuch, ein NSU OSL Motorgehäuse zu löten (Riss im KW-Lagersitz) bin ich allerdings an Grenzen gestoßen. Nachdem ich für etwa 50 europäische Mäuse Lötdraht verballert hatte, und der Riss -tlw. mitten im Lot- immer wieder kam, habe ich aufgegeben.

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Beitrag von Tosch » 28. Mai 2008, 21:18

Habe auch mit AL85 kleinere Sachen aus Alu gelötet, ist erstaunlich stabil.
Killerniete hat geschrieben:Aufgefallen ist mir das der Z-Guss beim Löten anfängt auszugasen.
Stimmt. Ich habe versucht einen Vergaserstutzen zu reparieren, habe aber aufgegeben. Das Ding fängt an, lange bevor es heiß genug für das Lot ist , aufzugehen wie Hefeteig und wirft Blasen und spratzelt. :shock: :shock:

Gruß
Tosch

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