Kardanöl?

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lappiator
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Beitrag von lappiator » 4. Oktober 2004, 20:28

Thurisaz hat geschrieben:Also...ich habe in meinem Kardan auch Getriebefließfett drin. Am Besten,du baust ihn aus,machst ihn warm und läßt das Zeug rauslaufen.
naja, ausbauen stand mir jetzt nicht wirklich im sinn. na ja mal schauen. ich werd mich erst mal an andere sachen ranmachen.

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Beitrag von howling.dog » 4. Oktober 2004, 20:47

also getriebefliessfett kenne ich schon , ist bei meine 98er drin
aber bei der emme habe ich im getriebe und im kardan
ein getriebeöl 90gl 5 drin
ist meines erachtens die allerbeste wahl für beides
warum in den kardan fliessfett???
früher hat man fliessfett reingekippt wenn die dinger laut wurden
und klapperten
im motor fahre ich ein gutes 10w40 öl ist aber legiert und da
ich das öl jeden winter(so nach 3-4000 km wechsle)
funktioniert das ganze recht gut

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Beitrag von Thurisaz » 4. Oktober 2004, 21:06

weil Fließfett länger drinbleibt :kotz: :roll:

"das macht MAN so und nich anders,weil MÃ
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Beitrag von emw-ute » 29. August 2005, 16:17

...auch wenn's schon ein alter thread ist, trotzdem meine Erfahrung:
im Getriebe SAE 90, vom GLOBUS Baumarkt, mild legiert.
im Motor: SAE 30, auch vom GLOBUS oder im Moment 20W50, bei beiden allerdings noch keine Langzeiterfahrung bezüglich des Buntmetalls im Motor (Kurbelwellenlagerung vorne).
im Kardan: SAE 140 vom Oldtimermarkt (z.B. Wagner Öl), unlegiert.
Wenn der Kardan so suppt, dass Fließfett erforderlich ist, scheint extremer Verschleiß des Simmerrings oder einfach nur Pfusch vorzuliegen. Merke: ein neuer Simmerring macht noch keinen Sommer, wenn schlampig montiert oder die Welle rostig. Generell meine ich, dass die Kardangetriebe ohne Entlüftung (bis ca. Nr. 256000) eher suppen, als die späteren.
Freue mich über weitere Erfahrungen.

emw-fahrend grüßt emw-ute :think:

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Beitrag von Killerniete » 2. August 2006, 13:53

Hab hier gerad mal gesucht zwecks Ölsorte im Kardan, hab jetzt Hypoidöl drin das warscheinlich zu hoch legiert ist und die Simmerringe zerfrisst. :roll:
Aber selbst mit Fett scheint der Kardan nicht dicht zu kriegen sein??
Hat auch jeder was andres eingefüllt, beim Motor ist man sich ja fast einer Meinung aber Getriebe u. Kardan ?? :| :|
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Beitrag von Thurisaz » 2. August 2006, 15:26

...seitdem ich mich nun mal durchgerungen hatte, das Winkelgetriebe auseinanderzupopeln und die Dichtringe aus dem äußeren Lager zu entfernen, schmaddert auch nix mehr an der Welle raus, weil jetzt die Entlüftung richtig funktioniert.
aber bis jetzt geht das mit dem Fließfett ganz gut...
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Beitrag von Gobi » 2. August 2006, 16:17

ich hab meinen Kardan zum Glück noch nie anfassen müssen und er ist dicht! Ein Wunder? (normales Motorenöl)
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Beitrag von Killerniete » 17. Oktober 2006, 23:56

Bin gerad mal fremdgegangen :roll: im Einzylinderforum. Die Leutz ham auch Probleme mit der Ölfindung.
Dort wurde geschrieben das Hypoidöl ätzende Additive enthält das die bessere Haftung auf den Zahnflanken bewerkstelligen soll.
Diese Additive gehen auch auf Dichtringe und Buntmetall los.
Hab mich schon bei der letzten Inspektion gewundert das die Zahnflanken so dunkel verfärbt waren.
:shock: :shock: Werd demnächst umstellen auf Gl 3 o.4 oder dickes Motoröl. :mrgreen: :mrgreen:
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Beitrag von emw-ute » 18. Oktober 2006, 16:28

Zunächst einmal: richtig, Hypoidöl enthält Zusätze, die im mikroskopisch kleinen Bereich die Oberfläche des Zahnrades anlösen, um eine bessere Gleitfähigkeit herzustellen. Für das Zahnrad ist dies unbedenklich.
Kritisch ist dies für alte Dichtungen (insbesondere Simmerringe), die sich von dem Zeug auflösen.
Auch die Wirkung moderner Öle (nicht nur Hypoidöle) auf Buntmetalle kann aggressiv sein, insbesondere bei Vorkriegsklassikern. Bei der EMW könnte man nun streiten, ob dies zutrifft.

Letztlich gilt: wenn Du alte, aber noch dichte Simmerringe drin hast, ist Hypoidöl Gift. Hier entweder ein sehr mild legiertes Öl nehmen, oder ein unlegiertes "Oldtimeröl"). Wenn Du ohnehin den Achsantrieb auseinander hast und neue Simmerringe einbaust, kannst Du danach auch Hypoidöl fahren.
Ob das Achsgetriebe diese Schmiereigenschaften wirklich braucht, sei dahingestellt.

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Beitrag von Killerniete » 18. Oktober 2006, 16:42

Nun ja, erschwerte Bedingungen hat der Kardan durch SW bei mir schon zumal die Zahnflanken recht zart erscheinen - im Vergleich mit AWO o. BK 350.
Der Antrieb hat auch neue Wedis erhalten nur sind das "normale",deshalb auch die Sauerei. :evil: Obwohl Entlüftung nachgerüstet, jetzt sauts am Eintrieb und der Entlüftung. :kotz:
Gehört aber zum guten Ton in meinem Fuhrpark. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
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Beitrag von emw-ute » 18. Oktober 2006, 16:56

Möglicherweise liegt das Problem am "Eintrieb" (meinst Du damit den Eingang der Welle hinter dem Kreuzgelenk ins Achsgetriebe?)
daran, dass der neue Dichtring mit der Dichtlippe an der dahinterliegenden Zahnscheibe schabt. Meines Erachtens gehört hier eine Abstandsscheibe hin, die verhindert, dass die Dichtlippe anliegt, d.h. eine Scheibe mit sehr großem Loch und dünnem Rand, die nur den Außenring des Simmerrings auf Abstand hält.

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Beitrag von Paul R 35 » 18. Oktober 2006, 17:52

Killerniete hat geschrieben:Nun ja, erschwerte Bedingungen hat der Kardan durch SW bei mir schon zumal
Ob da Hypoidöl hilfreich ist weiß ich nicht.
Bei dem R 35 Achsgetriebe (wie auch bei den anderen "normalen") rollen die Zähne, weil die Kegelrad- und Tellerradachsen in einer Höhe liegen. Bei einem Hypoidgetriebe ist das Kegelrad gegenüber dem Tellerrad in der Regel nach unten versetzt, da reiben de Zähne, deshalb sind da auch diese Zusätze zwingend notwendig. Mit normalem Getrieöl hällt ein Hypoidachsgetriebe nicht lange durch, da frässen die Zähne. Ob mit Beiwagen, oder ohne, Hypoidöl wird bei der R 35 nichts bringen.

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