Motor Sandstrahlen oder Bürsten?°

Lack, Embleme, Chrom, Aluteile usw.
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Benzinkuh
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Motor Sandstrahlen oder Bürsten?°

Beitrag von Benzinkuh » 27. Januar 2008, 09:43

Hallo!
Stehe vor der Entscheidung Motor Bürsten oder Perlstrahlen.
Beim Perlstrahlen sieht der Motor zwar wie neu aus aber die Gußstruktur verschwindet! Hat da jemand Erfahrungen gesammelt was hier besser ist?
Gruß
Michael
Zuletzt geändert von Benzinkuh am 12. Februar 2008, 16:01, insgesamt 1-mal geändert.

H.Weise

Beitrag von H.Weise » 27. Januar 2008, 10:30

hallo.

wenn das strahlgut sehr fein ist, verschwindet auch keine gussstruktur. wenn mit stahlkorrund oder schlacke gestrahlt wird, ist natürlich klar,dass dann übelste einschläge im alu sind. aber wenn mit ganz feinem quartzsand oder glasmehl gearbeitet wird, wird der block einfach nur sauber. ohne,dass die struktur zerstört wird.

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bergth
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Beitrag von bergth » 27. Januar 2008, 11:45

hallo
ich hab damals den ganzen motorblock mit natriumhydroxid behandelt
und dann mit drahtbürsten die oxidschicht entfernt
und das mehrmals hintereinander
ist zwar ne heidenarbeit aber die struktur und oberfläche ist sehr nahe dem orginalzustand

siehe hier:
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vg thomas
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Stefan1957
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Beitrag von Stefan1957 » 27. Januar 2008, 18:29

Nach meinem G´fühl bleibt die Patina am besten erhalten, wenn ich mit Nitroverdünnung die Oberfläche fettfrei gereinigt habe.
Mit Backofenreiniger bin ich nicht weiter gekommen. Ultraschall hatte beim Kolben Flecken zur Folge. Drahtbürste oder Schleifpapier greift die Oberfläche an. Wenn aber Batteriesäure oder Schweißarbeiten nötig sind ist Strahlen sicher das bessere Mittel.
Wie wirkt eigentlich Natriumhydroxid?
es grüßt mit öligen Fingern, Stefan aus dem Bottwartal

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Tosch
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Beitrag von Tosch » 27. Januar 2008, 19:29

Also ich habe nur mit Waschbenzin entfettet und mit Stahlwolle (Topfkratzer) gereinigt. Das sieht super aus und reicht m.E. völlig, Strahlen muss nicht sein. Der große Nachteil beim Strahlen ist, daß man hinterher nochmal ziemlichen Aufwand treiben muss, um die Teile vom Strahlmittel zu reinigen! Grade wenn im Block in den Ecken noch ein wenig alter Ölschlonz hängt, da bleibt mit Sicherheit Sand/Glas kleben, der dann später lustig an den neuen Lagern nagt. :nono: Also penibelst reinigen, oder gar nicht strahlen ....

Gruß
Tosch

Erwin
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Edelstahlbürste

Beitrag von Erwin » 27. Januar 2008, 20:11

Ich schwöre auf den Einsatz von rotierenden Edelstahlbürsten! Je feiner der Draht um so besser. Ich beginne immer mit meiner 150 mm Bürste, was damit nicht erreicht wurde, wird mit kleineren Bürsten bearbeitet. Immer mit geringen Drehzahlen und wenig Druck arbeiten, dann bleibt die Struktur erhalten. Bei der Bearbeitung von leichten, handlichen Teilen spanne ich die Bürste in die Tischbohrmaschine und führe die zu polierenden Teile, bei schweren Teilen nehme ich die Handbohrmaschine. Vorteil von Edelstahlbürsten: Es werden keine korrosiven Partikel eingebracht. Danach sehen Aluteile wieder blitzsauber aus!

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Beitrag von EMW1954 » 29. Januar 2008, 13:07

Schwöre auch auf die Bürst-Variante, vorher immer fein mit Waschbenzin oder Bremsenreiniger entfetten und dann mit der Bürste( Entweder mit Bohrmaschine, oder auch mit Handbürste) bis in die letzte Ecke gepürstet und es sieht wieder Top aus!

Zum vorherigen Grob reinigen kann ich dir auch Diesel empfehlen, der lässt so mansches Festgekeimtes schön anlösen, und verfliegt nicht so schnell wie Waschbenzin!

Beim Glasstrshlen, wird der Motor oder anderte Aluteile immer so matt, was im Enteffekt nicht wirklich schön aussieht, vorallendingen wenn der erste Schmutz wieder drauf kommt, hafftet der schön an der rauen Oberfläche :cry:
"Verloren ist nur, wer sich selbst aufgibt "

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Beitrag von cs_joker7 » 29. Januar 2008, 13:44

Nur mit feiner rotierender Bürste- das sehe ich ganz genau so! :top: Allerdings bevorzuge ich bei Motorgehäusen Messingbürsten und keinen Edelstahl.

Gruß Joker
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Beitrag von Benzinkuh » 29. Januar 2008, 16:33

Was ist Natriumhydroxid?
(auch Ätznatron, kaustische(s) Soda), chemische Formel NaOH, ist ein weißer hygroskopischer Feststoff. In Wasser löst es sich unter großer Wärmeentwicklung zur stark alkalisch reagierenden Natronlauge auf (pH ca. 14 bei c = 1 mol/l). Mit dem Kohlenstoffdioxid der Luft reagiert es zu Natriumcarbonat und wird deshalb in luftdicht verschlossenen Behältern aufbewahrt. Um zu verhindern, dass das Natriumhydroxid Wasser aus der Luft bindet, kann man es gemeinsam mit einem Trockenmittel lagern. Als starke Base verdrängt es schwächere und flüchtige Basen aus ihren Salzen.

Anwendungsgebiete!
Herstellung von verschiedenen Seifen (Natronlauge)
Herstellung von Farbstoffen (Natronlauge)
Herstellung von Cellulose aus Holz und Stroh
Merzerisieren von Baumwolle
Fett-, Öl- und Petroleumreinigung
Bauxitaufschluss (Vorstufe in der Aluminiumherstellung)
Synthese verschiedener Chemikalien (beispielsweise Natriumhypochlorit, Natriumphosphat, Natriumsulfid, Natriumaluminat)
Synthese von Ameisensäure
Herstellung von entmineralisiertem Wasser: Regeneration von Ionentauschern
Entwickeln von belichtetem Leiterplattenmaterial in der Elektronik (ca. 10 g/l bei 20 °C)
Bestandteil von Rohrreinigern
Herstellung von Brezeln für die braune Färbung und den „seifigen“ Geschmack
Regenerierung von Vollentsalzern für Labor- und Aquarium-Bedarf
Ätzen von Messing, Neusilber und Kupferplatten für den Modellbauer
Säurebestimmung von Wein mittels Blaulauge
Reinigen von Edelstahltanks
Entfernen alter Farbe (Abbeizen)
Zum Glätten krauser Haare (Relaxer)
Natronlokomotive
Nachweis für alle organischen Stickstoffverbindungen ("Manute Nachweis")
Entfernung der Schalen von Obst sowie Gemüse (!) bei industrieller Verarbeitung
Abschreckmittel, in Wasser gelöst, zum Härten von Stahl

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Natriumhydrox....äh Laugenbrezel

Beitrag von Stefan1957 » 29. Januar 2008, 21:36

Super, Deine Ausführung in Chemie. Ich hab damals im Chemieunterricht immer vom Motorrradfahren geträumt.

Jetzt konkret:
eingeweichte Laugenbrezel oder Laugenwecken aufpinseln
Entbeizer aufpinzeln
Rohrreiniger (WC)
was ist am besten zum Oberflächenbehandeln von Alu geeignet?
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Re: Natriumhydrox....äh Laugenbrezel

Beitrag von Tosch » 29. Januar 2008, 22:52

Stefan1957 hat geschrieben:Super, Deine Ausführung in Chemie.
Stimmt. Ich hatte mich schon immer gefragt, mit was eigentlich Baumwolle merzerisiert wird ... :lol: :shock:

Gruß
Tosch

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Beitrag von bergth » 30. Januar 2008, 07:39

geh in die apotheke deines vertrauens
und kauf dir ein kilo in pulverform
kostet bei uns etwa 4 EUR
und versuch es ganz einfach

ich kanns nur empfehlen

vg thomas
Zuletzt geändert von bergth am 30. Januar 2008, 09:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von derMatze » 30. Januar 2008, 08:24

Welch Sicherheitshinweise könnt ihr geben?

:?: Gummihandschuhe, Mundschutz, Schutzbrille,... :?:
Wir irren allesamt, nur jeder irrt anders.

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Beitrag von bergth » 30. Januar 2008, 09:19

derMatze hat geschrieben:Welch Sicherheitshinweise könnt ihr geben?

:?: Gummihandschuhe, Mundschutz, Schutzbrille,... :?:
ja unbedingt
auf keinen fall mit der blosen hand reingreifen


und das gebräu am besten in einem einigermassen unempfindlichen gefäss anmischen (gurkenglas)

wird bei reaktion mit wasser sehr warm

die teile müssen auch einigermassen fettfrei sein
sonst kommt die reaktion nicht in gang

sobald die reaktion abgeschlossen ist (nach blasenbildung an der oberfläche) mit viel wasser abwaschen und trocknen
danach bleibt ein sehr dunkler schleier an der oberfläche der mit der drahtbürste zu entfernen ist...

und das ganze so lange wiederholen bis es gefällt

alles in allem sehr aufwendig aber tolles ergebnis
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Beitrag von Gobi » 30. Januar 2008, 09:29

Hm, ich hab das letztes Jahr mal probiert und war nicht unbedingt überzeugt- bei mir wurde alles ganz dunkel! Auf keinen Fall sollte man das Alu zu lange darin liegen lassen- es wird regelrecht angegriffen!
Wenn du tot bist, dann bist du lange Zeit tot.
Burt Munro

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