Steuerkettenspiel°

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Steuerkettenspiel°

Beitrag von EMW-Junkie » 28. November 2003, 17:55

Hallo, weiß jemand wie groß das Spiel sein muß ?
Es gibt ja auch 3 verschiedene Längen.

Meine Theorie wäre jetzt; - alle Räder neu = lange Kette,
erster Tausch nach 12 TKm, mittlere Länge, zweiter Tausch nach
erneuten 12 TKm= kurze Kette, danach wieder alles neu.
Gebrauchte Räder denn jeweils nach Verschleiß.

Zuviel Spiel scheint ja nicht so schlimm zu sein, da ja bestimmt schon jeder Steuerdeckel gesehen hat, bei denen die Kette bei
extremem Spiel viel Alu rausgefräst hat. Der Motor lief damít
sicher eine Weile und die EMW-Steuerzeiten haben wohl nicht so starken Einfluß auf die Leistung.
Ich habe bisher nirgendwo eine Angabe über das zulässige Spiel gefunden .
Zuletzt geändert von EMW-Junkie am 14. September 2008, 19:05, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von Gobi » 5. Dezember 2003, 21:46

Tja ich kann das nur mit einer Fahrradkette vergleichen, dort sagt man, wenn man die Kette auf dem Ritzel deutlich anheben kann, so das man schon ein gutes Stück vom Zahn sieht, muß sie getauscht werden- ich habe da so ein geniales Fahradbuch- da ist einiges zu den Thema geschrieben... ich werde mal nachschlagen.
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Beitrag von EMW-Junkie » 18. Dezember 2003, 17:36

Ich werde noch mal selber `ne Antwort versuchen. Ich glaube übrigens, das Fahrrad- oder Motorradantriebsketten da kein guter
Vergleich sind, da das Verhältnis der Kettenlänge zum Durchmesser
und Abstand der Zahnräder doch ganz anders ist.
Trotzdem habe ich das mal genauso gemessen. Ich fahre ja noch
Susie, da gibt es ein Verschleißkriterium, das sich am Kettendurchhang orientiert. Wenn mann die Kette an beiden Seiten
so festhält, daß die Verbindungsnieten nach oben zeigen, sieht man am Durchhang, ob die Kette fertig ist.
Ich habe jetzt die alte (rote) Kette mit einer neuen verglichen. Die neue ist ohne Kennzeichnung (soll auch mittel sein) und ca. 4mm kürzer als die alte. Der Durchhang ist bei der neuen ca. 1,5 cm, bei der alten aber ca. 3cm.
Dabei sieht sie sonst sehr gut aus und hat auch auf den Rädern nicht viel Spiel gehabt. Also trotzdem lieber weg damit. Die neue
ist von Kitzing-Boese 15,50 regulär, bis 31.12. 13,95 EUR. Das ist, glaube ich ziemlich OK.

Gruß

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Beitrag von Gobi » 18. Dezember 2003, 21:36

Leider liegt das Buch bei Nachbarn, die in Urlaub sind- also etwas Geduld. Die Kette würde ich evtl. aufheben, wenn sie seitlich noch nicht zu sehr durchhängt.
Ansonsten wüsste ich nicht, warum man Fahradketten und Motorradketten nicht vergleichen soll- ist doch das gleiche Prinzip.
Kennt jemand eigentlich die Norm dieser Ketten? Sooooo speziell werden die ja wohl kaum sein.
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Beitrag von EMW-Junkie » 18. Dezember 2003, 22:53

Naja, ich meinte ja nur Kette hochziehen, daß man einen Zahn sieht, das kann man ja nun sicherlich nicht bei einer Kette, die 50cm
lang ist mit einer Kette die 2m lang ist vergleichen.

Oder bringe ich da irgend etwas durcheinander.

Der Verschleiß der einzelnen Glieder addiert sich ja nun mal. Das bedeutet natürlich aus meiner Sicht, 3mm Spiel bei der Steuerkette sind dann umgerechnet unglaublich viel bei einer Fahrradkette.

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Beitrag von Gobi » 18. Dezember 2003, 23:09

EMW-Junkie hat geschrieben:Naja, ich meinte ja nur Kette hochziehen, daß man einen Zahn sieht, das kann man ja nun sicherlich nicht bei einer Kette, die 50cm lang ist mit einer Kette die 2m lang ist vergleichen.
.
Doch doch, das sollte immer ein Zeichen von deutlichem Verschleiß sein- nochmal ich spreche davon die Kette auf dem Ritzel anzuheben (hat also mit der Länge garnichts zu tun) Versuch es einfach mal bei dem miesesten Fahrad in Deiner Umgebung und Du wirst gleich sehen, was ich meine :)
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Beitrag von Takin Treiber » 20. Dezember 2003, 15:35

habe gerade diverse bmw handbücher durchgeforstet, nirgendswo wird der verschleiß der steuerkette geprüft !!
im trzebiatowski steht auch nichts !
letzendlich ist es aber nur ne kette wie andere ketten auch, da hat gobi völlig recht.

unterschätzt nicht den einfluß auf steuerzeiten und zündzeitpunkt !
nem verrödelten trecker ist das egal, jegliches tuning wird aber sinnlos, wenn die kette schlackern kann.

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Beitrag von EMW-Junkie » 25. Dezember 2003, 11:12

Jetzt ist auch bei mir der Groschen gefallen ! Wenn man die gespannte Kette auf dem Ritzel anhebt, ist es natürlich Wurst, wie lang die Kette ist oder wie groß die Ritzel sind.

Ich bin aber der gleichen Ansicht wie Takin Treiber, eine Steuerkette
ist nicht erst Schrott, wenn sie schlackert wie eine alte Fahrradkette
sondern schon viel früher.

Um noch mal auf das Ausgangsthema zurückzukommen; Die "mittlere" Kette, die ich jetzt eingebaut habe, sitzt bei neuem
KW-, und sehr gutem Steuerkettenzahnrad sehr stramm. Hat gerade so viel Spiel wie unbedingt nötig ist.
Daher mein Fazit: Neue Räder = lange Kette
wenig Verschleiß = mittlere Kette
sichtbarer Verschleiß = kurze Kette (oder vielleicht besser nach neuen Rädern umsehen.
Das Zahnrad, das ich eingebaut habe (Nachbau von Feller), hat auch keine Kennzeichnung. Da ich es nach dem entsprechenden Beitrag ein bißchen mit der Angst zu tun bekommen habe, habe
ich noch mal die Steuerzeiten überprüft. Ich glaube, wenn man da nur einen Zahn Versatz drin hat, merkt man das sofort am Motorlauf. Dafür ist die Abweichung zu groß. Wenn der Motor rund läuft und ausreichend hoch dreht hat man wohl alles richtig gemacht.

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steuerkettenspiel

Beitrag von howling.dog » 5. April 2004, 21:37

hallo bin neu im forum,
habe die gleichen erfahrungen gemacht wie ihr , habe dann
alle kettenräder und die kette getauscht,
die kette ist aber immer zu hören, ist aber normal
habe durch zufall diesen winter einen gebrauchten motor bekommen den ich wieder zu leben erweckte
bei diesem motor habe ich einen kettenspanner konstruiert
und der funktioniert wirklich fabelhaft
es sind wenig umbauten erforderlich, diese beziehen sich nur
auf den räderkastendeckel
wenn ich den kettenspanner genügend getestet habe melde ich michwieder

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kettenspanner

Beitrag von howling.dog » 8. April 2004, 09:03

:banane:
der kettenspanner funktioniert wirklich, ich bin aber noch an kleinen abänderungen damit er an allen motoren (alte kette-
neue kette ) gleich funktioniert
werde auch bilder schicken(muss noch eine digi-kamera ausleihen)
dann könnt ihr euch ans basteln machen oder mir einen kettenkastendeckel schicken den ihr dann im austausch mit bereits eingebautem spanner zurück bekommt
was das ding dann aber kostet weiss ich noch nicht, da alle teile
einzeln angefertigt werden

Oldi

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Beitrag von Oldi » 11. April 2004, 21:17

Da hat Howling.dog eine geniale Idee, der Kettenspanner für die Steuerkette. Da hört endlich das Kettenrasseln bei bei zu grossem Spiel der Kette auf. Hält der Kettenkasten den Zug, den die Steuerkette bei höheren Drehzahlen des Motors auf den Kettenspanner ausübt, aus ? Warscheinlich muss der Kasten an der Stelle, an der der Spanner befestigt wird, verstärkt werden. Kann mir vorstellen, dass auf die Steuerkette eine wesentlich höhere Kraft einwirkt, als auf eine Fahrradkette. Der Spanner müsste auch zur Laufrichtung der Kette über die Zahnräder der Kurbel- und Nockenwelle justierbar sein, da das freilaufende Zahnrad des Spanners wie eine Lenkrolle funktioniert, und die Kettenglieder ggf. schräg in die Zähne der Räder eingreifen können. Dadurch wäre doch der Materialverschleiss grösser!?
Denke ich da verkehrt? Würde mich freuen, wenn die Sache mit dem Spanner auf Dauer klappen würde.

Oldi

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kettenspanner

Beitrag von howling.dog » 12. April 2004, 12:13

betr kettenspanner
mein kettenspanner besteht nicht aus einem zahnrad sondern aus
einer kunststoffgleitschiene die federbelastet ist, genauso werden
diese dinger in der automobilindustrie für ölpumpen etc verwendet
ich habe mich lange mit diesem thema beschäftigt und einige käufliche spanner mir genau angeschaut( ich arbeite bei einer VW Werkstatt im Teiledienst) diese passen aber von der abmessung nicht in den
kettenkasten der r35
das grösste problem bei einer lockeren kette ist das "peitschen"
das erheblich zum verschleiss beiträgt
mein kettenspanner drückt die kette auf der ablaufenden seite
nach innen und verhindert so diesen effekt
bei meiner r35 funktioniert alles problemlos, ich habe allerdings
noch keine erfahrungswerte so über 1000 km hinaus
der spanner ist aus industriekunstsoff und extrem abriebfest
und weist sehr gute gleiteigenschaften auf, ebenso muss nicht
viel verändert werden, die umbauten beziehen sich nur auf den
deckel, alles andere bleibt gleich
howling dog :frank:

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Beitrag von Gobi » 18. April 2004, 23:16

Hier die Bilder von Howling:
Bild Bild
Wenn du tot bist, dann bist du lange Zeit tot.
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Beitrag von Andrebiker » 19. April 2004, 07:14

Und wie spannst Du den Kettenspanner vor, um den Deckel montieren zu können?

HH-EM19 Rudi
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Beitrag von HH-EM19 Rudi » 19. April 2004, 09:13

Ich will auch son Ding haben. :D
Das Kettengerassel geht mir schon lange auf die Nerven und gerade bei längeren Strecken in der Gruppe zu fahren, schrammelt die Kette ständig vor sich hin, weil man ja immer irgendwie am Gasgeben und wegnehmen ist, um das Tempo anzupassen.
Bleibt eben nur die Frage, wie der Deckel angebaut wird!!! Muss man doch irgendwie vorspannen das Teil, oder???

Freundliche Grüße und allzeit gute Fahrt
:D
Rudi

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