Werkstoffnummer Gleitlager KW+NW

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Beitrag von SLAGDER » 30. Oktober 2008, 13:10

So hab ich es auch immer gesehen. Ich könnte mir vorstellen das es Auswirkung auf Druck und Durchflußmenge hat. Der R35 Motor ist ja ein überschaubares, robustes Teil, sodass man z.B. diesen Punkt vernachlässigen kann.
Bei guter Pflege, was ja wahrscheinlich bei den Oldies gegeben ist machen es die Messinglager wahrscheinlich auch. Es kommt sicher selten zu Notlaufsituationen.
Aber man baut ja auch mit Ehrgeiz und da nimmt man eben Lagerbronze.

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Beitrag von onkel » 30. Oktober 2008, 16:03

Notlauf hast Du bei JEDEM anlassen des Motors !!! bis der Öldruck, und damit der Ölfilm sich aufgebaut hat.
Nur bei vollschwimmender Lagerung berühren sich die beiden Werkstoffe nicht.
Dies ist aber nur theoretisch, da es in der Praxis durch den Druckkeil der Verbrennung immer ein paar millardsdesl µm abschabt !!
Oder anders ausgedrückt :
Man fährt solange bis die nächste Motorüberholung ansteht und macht sich nicht soviel Sorgen !!
Gruss Onkel

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Beitrag von SLAGDER » 4. November 2008, 19:33

Also wenn Cu Sn 12 einfach mal da ist, ok. Der Preisunterschied zu Cu Sn 7Zn Pb ist erheblich.
In der Spezifikation von ersteren spricht man vom Einsatz in Meerwasser, Tiefseetechnik, Luft.-und Raumfahrt.
Ich glaube dat tut nicht Not :D

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Beitrag von bergth » 8. November 2008, 00:06

SLAGDER hat geschrieben:Interessanter Ansatz. Sollen sich die Querbohrungen mit den Gehäusebohrungen decken? Über den Ringkanal werden sie ja immer erreicht. Aber wie ist es richtig?

Gruß SLAGDER
so war es bei meiner orginal:

Bild
...unterwegs im Namen des Herrn!

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Messing?

Beitrag von Erwin » 8. November 2008, 20:17

Aus meiner Sicht hat Messing in Motoren als Lager nichts zu suchen! Die Notlaufeigenschaften dürften so in etwa bei 0 liegen. Beim Bearbeiten auf der Drehmaschine und auch beim Bohren zeigt sich auch sofort, dass es sich um gänzlich unterschiedliche Werkstoffe handelt.

Gruß
Erwin

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Beitrag von onkel » 8. November 2008, 22:06

Meine Rede....
Gruß Onkel, der übrigends einen Lenker sucht für eine R4

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Beitrag von standgas » 8. November 2008, 23:43

:danke: :D
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alles war gut

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Beitrag von Gobi » 9. November 2008, 11:38

Wirklich prima, das ab und zu noch mal jemand inder Instandsetzungsanleitung nachschaut - das mit den Messingbuchsen finde ich allerdings auch sehr erstaunlich! :shock:
Wenn du tot bist, dann bist du lange Zeit tot.
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Beitrag von Killerniete » 9. November 2008, 14:01

Tja und dasselbe oder ähnlich steht zu den Kipphebelbuchsen.
Und dort oben kommt das Öl definitiv recht spät an, so das eine Notlaufeigenschaft dort schon erforderlich wäre.
Ich glaub eher das die damals im Interresse des allgemeinen Verständnisses das nicht genauer definiert haben.
Und selbst wenn da damals einfaches Messing verwendet worden ist,kann und sollte da heut Sondermessing verwendet werden.
Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten.

Grüße aus dem Reservat
"Muskauer Heide"

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Beitrag von onkel » 9. November 2008, 15:59

Ich denke auch dass der Begriff Messing damals ( wie auch heute noch !! ) ehr verallgemeinernd war.
Heute sagen ja auch viele Leute Eisen, obwohl es eigendlich Stahl heißt, oder der Begriff Jeep zu einem Geländewagen oder Tempo zu einem Papiertaschentuch oder vollgeiles Teil zu einer R35 oder oder oder.......

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Beitrag von single action » 9. November 2008, 18:12

Und warum schreibt man dann bei der KW von Bleibronze?!
Gruß Tino

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Beitrag von onkel » 9. November 2008, 18:36

Weil Messing eine Kupfer Zink Legierung ist und Bronze eine aus Kupfer , Zinn.
Es gibt etliche Messinglegierungen , wobei eine Bronzelegierung für diesen Einsatzzweck immer die bessere Wahl ist.
Es wurde wahrscheinlich auch damals aus Kostengründen nur für hochtourige Wellen Bronzelegierungen verwendet.
Die Nockenwelle läuft ja nur mit halber Kurbelwellendrehzahl.
Es hindert ja aus heutiger Sicht nicht, besseres Material als damals zu verwenden.
Ich benutze ja auch geschlossene Radlager obwohl es damals....

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Beitrag von standgas » 9. November 2008, 19:36

:danke: :D
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Beitrag von single action » 9. November 2008, 20:29

onkel hat geschrieben:Weil Messing eine Kupfer Zink Legierung ist und Bronze eine aus Kupfer , Zinn.
Es gibt etliche Messinglegierungen , wobei eine Bronzelegierung für diesen Einsatzzweck immer die bessere Wahl ist.
Es wurde wahrscheinlich auch damals aus Kostengründen nur für hochtourige Wellen Bronzelegierungen verwendet.
Die Nockenwelle läuft ja nur mit halber Kurbelwellendrehzahl.
Es hindert ja aus heutiger Sicht nicht, besseres Material als damals zu verwenden.
Ich benutze ja auch geschlossene Radlager obwohl es damals....
Als Ing. u.a. für Verbrennungsmotoren kann ich dir sagen,haste fein erklärt ;-)

Es ging mir eher um deine Behauptung,daß alles der Einfachheit halber mit Messing bezeichnet wird,aber die Autoren bei der KW dann ausgerechnet mit Bleibronze präzisieren.
Irgendwie unlogisch,wenn man das in der Anleitung nicht so durchzieht ;-)
Gruß Tino

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Beitrag von standgas » 9. November 2008, 22:39

:danke: :D
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