Ergebnisse: verzinkte Teile selbst brünieren (schwärzen)

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Dreitakter
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Ergebnisse: verzinkte Teile selbst brünieren (schwärzen)

Beitrag von Dreitakter » 17. November 2014, 22:55

Hallo liebe Forumsmitglieder,


Kurze Einleitung:

Ein Großteil der EMW-Normteile (Schrauben, Federringe, Federscheiben, Muttern, U-Scheiben, etc.) waren original ja kadmierte/brünierte (hier bitte korrigieren, falls das nicht stimmt!).
Jedenfalls waren die Oberflächen der Stahl-Normteile schwarz / stumpfmatt.

Nun wäre es ja interessant bei einer Restauration eine identisch oder ähnlich aussehende Oberfläche hinzubekommen, welche korrosionsbeständig ist.
Da ich eine EMW aus dem Teilehaufen auferstehen lassen möchte, fehlten mir ein Großteil der Scheiben, Schrauben und Muttern, daher habe ich mich etwas genauer damit beschäftigt. Da ich auch nach langer Recherche keine Anleitung/Möglichkeit fand habe ich mir selbst was ausgedacht und möchte die Ergebnisse allen denen präsentieren, die etwas ähnliches suchen. Eine „kleine“ Anleitung folgt:


Im Forum und anderswo diskutierte Möglichkeiten:
  • Teile aus geschwärzten nichtrostenden Stahl kaufen. --> Nachteil: sehr teuer, viele benötigte Teile nicht erhältig
  • Teile aus nichtrostenden Stahl kaufen und schwärzen/brünieren (lassen). --> Nachteil: nur industriell machbar, unverhältnismäßig teuer
  • Teile verzinkt organisieren, entzinken und kaltbrünieren. --> Vorteil: Man bekommt alle Teile; sogar günstig -->Nachteil: KEINERLEI Korrosionsschutz.
  • Thermisch brünieren: Teile kontrolliert anglühen und in Öl abschrecken. --> Nachteil: kaum/kein Korrosionsschutz und Härte und Federsteifigkeit der Teile verändern sich (Federringe verlieren Elastizität und Schrauben sind u.U. überhärtet (Bruchgefahr) )
  • Teile verzinkt organisieren und direkt kaltbrünieren. --> Vorteile: Günstig, Zink würde weiter den Korrosionsschutz übernehmen, Teile wären trotzdem schwarz.
Von den obigen Alternativen klingt das letzte meiner Meinung nach am Besten. Problem: Die gängigen Kaltbrüniermittel haben Zink nicht auf der Liste der zu bearbeitenden Materialien. Weiterhin liest man häufig es geht nicht/ schlecht oder die Schicht ließe sich abwischen o.ä.. Auch im Forum ( http://emw-r35.de/board/viewtopic.php?f ... 3%BCnieren ) verschiedene Meinungen zum Thema. Exemplarisch genannt seien „ja“, „nein“ und „vielleicht“. :prost: :D

Ich habe mich da mal rangesetzt und viele Tests gemacht und viele Normteile ruiniert :twisted: .

Meine Ergebnisse würde ich sehr gern präsentieren, da ich der Meinung bin einen funktionierenden Verfahrensablauf gefunden zu haben um verzinkte (rostgeschützte) Teile den originalen, schwarzen Look zu geben.



Materialien:
  • Aceton
  • Kaltbrüniermittel, z.B. "Super Blue - liquid Gun blue" von der Firma "Birchwood Casey" (Waffenladen oder Internet)
  • Öl (frisches 5W40 / 10W40, oder was eben so da ist)
  • Zitronensäure z.B. "reine Citronensäure" von der Firma Heitmann (Pulverentkalker aus der Drogerie)
  • Chemikalienfeste Kunststoffsiebe oder Edelstahlsiebe, diverse Plastik und Glasbehälter (z.B. gut gereinigte alte Gurken/Marmeladengläser)
  • Spülmittel z.B. Fit
  • etwas Strahl- oder Quarzsand
  • weiterhin klares Leitungswasser, Küchenrolle, viel Platz einen sauberen und gut gelüfteten Arbeitsplatz, Einweghandschuhe (puderfrei), Arbeitsschutz (Augenschutz,...)
(Die Nennung der genannten Produkte/Firmen ist nicht als Werbung verstehen!)

Weiterhin: Erfahrung im Umgang mit Chemikalien und die nötigen Kenntnisse über die Gefahren und die Arbeitssicherheit. Wie Üblich: Nachmachen nur auf eigene Gefahr. Bitte Verstand einschalten - die Arbeit fängt im Kopf an!


Vorgehen:


Es ist ein EXTREM HOHES MAß AN SAUBERKEIT GEFRAGT! Beispiele wie minimalste Abweichungen oder Verunreinigungen sich auf das Ergebnis auswirken werden unten gezeigt. Also häufiger Handschuhwechsel, NUR die gereinigten Arbeitsmaterialien anfassen, nach jedem Arbeitsgang Oberflächen und Materialien reinigen.

0.) Vorbereitung: 2-3 EL o.g. Zitronensäure in ca. 1 Liter kaltem Wasser auflösen; ca. halbvolle Gläser/Behältnisse mit Aceton, verdünnten (1 Teil Brüniermittel, 4 Teile Wasser) Brüniermittel und Öl bereitstellen

1.) Normteile in kleine Lose (10 - 50 Stück) teilen. Immer ähnliche Teile und ähnliche Größen zueinander (da andere Zinkschichtdicken, andere Zink“arten“,... )
2.) Teile in Seifenlösung grob reinigen und entfetten (um Aceton zu schonen).
3.) Teile sehr gründlich unter laufenden Leitungswasser spülen (in Sieb, Teile schwenken/ bewegen/ ggf. wenden)
4.) Teile in Sieb abtrocknen lassen und in ein Glas mit frischen Aceton geben. ca. 5 Min. in Aceton belassen, dabei umrühren)
5.) Teile mit Pinzette oder kleiner Zange (gereinigt!) entnehmen und auf frisches, gereinigtes Sieb geben. Teile lüften lassen. Das Aceton verflüchtigt sich sehr schnell. Teile wenden und bewegen, dass alle Flächen etwas von der Frischluft haben. Nach ca. 5 Minuten sollten keine Acetonreste mehr sichtbar sein (alles trocken)
6.) Teile in Zitronensäure geben. Teile müssen bedeckt sein und immer gut bewegt werden. Für ca. 10 Sekunden (max. 20 Sek. je nach Größe/Zink, vorher testen!) im Säurebad belassen. Dann entnehmen und rasch gründlichst unter fließendem Wasser spülen und alle Seiten gründlich reinigen.

Anmerkung: Das kurze Anätzen des Zinks dient zur "Öffnung der Poren". Wenn man dies nicht tut, kann das Brüniermittel nur sehr ungleichmäßig oder gar nicht einwirken. Man raut also die Oberfläche auf. Wenn man zu lang in der Säure lässt verabschiedet sich die Zinkschicht komplett oder hat Fehlstellen, womit der Rostschutz hinfällig ist.


Durch die Behandlung in der Säure bildet sich eine Schicht (möglicherweise Citronat oder andere Reaktionsprodukte) auf dem Material. Diese wird, wenn man deutlich mehr Zink abträgt sogar mit dem Auge deutlich sichtbar. Diese Schicht muss unbedingt entfernt werden, sonst klappt die Brünierung nicht gut/ gar nicht.

7.) Teile daher gut trocknen lassen und in verschließbares Gefäß geben, welches halbvoll mit Quarz- oder Strahlsand gefüllt ist. Gefäß ca. 5-10 Sekunden schwenken und schütteln um mit dem Sand die Schmierschicht abzuschleifen. Nicht zu lang! Sonst glättet sich die eben mühevoll aufgeraute Schicht wieder. Und wie oben erwähnt klappt dann das Brünieren nicht.
8.) Teile aus Sand entnehmen und mit Wasser abspülen, alle Sandreste gründlich entfernen.
9.) Teile wie oben erwähnt in frischen Aceton entfetten/reinigen und ebenfalls wie oben erwähnt auslüften.
10.) Endlich: Das Brünieren :) Teile in das mit Wasser verdünnte (siehe 0. ) Brüniermittel geben. Teile und Flüssigkeit immer in Bewegung halten und gründlich rühren/ durchmischen. Die Teile nun ca. 3 - 15 Minuten brünieren. (Immer unterschiedlich, je nach Teil und Güte der Vorbehandlung; daher: vorher am Einzelnen Teil die Brünierzeit austesten. Also Testteil 3 Minuten in die Brühe, entnehmen, mit Küchenrolle abgelagerte schwarze Schicht entfernen, wenn noch nicht dunkel genug - wieder 2 Min. rein und so weiter. (siehe auch Bilder unten) Nicht länger in dem Brüniermittel belassen als nötig!)
11.) Nach dem erfolgreichen Brünieren sind die Teile gründlich mit Wasser zu spülen.
12.) Der durch das Brünieren entstandene Schmierfilm (schwarzer Gallert) kann entweder mechanisch mit einem Finger oder einer Zahnbürste unter fließendem Wasser entfernt werden oder mit o.g. Sand-Methode (da aber nur ganz kurz um die Brünierung nicht wieder zu zerstören).
13.) Nach dem Trocknen der gereinigten Teile (geht bei 60°C im Backofen recht flott) können diese in das Öl gegeben werden. Ich habe die Teile mehrere Stunden im Öl belassen. Das Öl schließt die Poren und "konserviert" die Brünierung.
14.) Öl abtropfen lassen, Teile verbauen, freuen.

15.) Nicht zu vergessen: Das alte Öl, restliche Chemikalien und das verbrauchte Brüniermittel sind einer Schadstoffannahmestelle (z.B. Schadstoffmobil) korrekt beschriftet zur Sachgemäßen Entsorgung zu übergeben. NICHT ins Abwasser geben!!!


Abschließende Anmerkungen:

Ich habe unwahrscheinlich lange gebraucht (und auch unwahrscheinlich viele Muttern/ Scheiben/.. ) gebraucht um herauszufinden, dass die hohe Reinheit und das häufige gründliche Reinigen, sowie das Wenden und Rühren der Teile tatsächlich einen sehr großen Einfluss auf das Ergebnis hat.
Als Beispiel:

Bild
(Anklicken vergrößert die Abbildung)

(A) - Teil in Zitronensäure nicht bewegt, sondern nur hereingelegt. (Lochfraß in Zink; schlechte Haftung der Brünierung)
(B) - Alles ordnungsgemäß durchgeführt. (Sehr feste, dauerhafte Schicht: Gutes Ergebnis)
(C) - Die im Zitro-Säurebad entstandene Schicht wurde nicht ordnungsgemäß entfernt. (Brünierung fleckig, dunkelt nicht vollständig aus)

Ich denke daran sieht man, weshalb ich immer wieder auf Sauberkeit und Ordnung hingewiesen habe.

Weitere Beispiele:
Hier habe ich Federringe und U-Scheiben zusammen bearbeitet. Während die Federringe sehr gute Ergebnisse zeigten, sind die U-Scheiben fehlerhaft (fleckig, zu wenig brüniert, Nachbearbeitung nicht zielführend)

Bild
(Anklicken vergrößert die Abbildung)

Abschließend noch ein Bild zum Finden der korrekten Brünierungsdauer:

Bild
(Anklicken vergrößert die Abbildung)

(A) bis (E): Steigerung der Brünierzeit bis die Schwärzung nach abwischen der schwarzen Schicht stimmt.
(F): korrekter Grad der Schwärzung
(G): Vorher-Nachher-Vergleich an nur halb bearbeiteten Splint.


Zusammenfassung:

Wer sich etwas Zeit nimmt kann mit wenig Geld eine Schicht herstellen, welche den originalem Erscheinungsbild sehr ähnlich sieht.
Weiterhin hat man korrosionsgeschützte Teile, welche auch bei harten Montagezuständen keinen Schaden nehmen und noch die richtigen Härte- / Elastizitäts- und Festigkeitswerte haben.



So. Das wars. :laola:

Wer es sich angetan hat, den Kram komplett zu lesen, hat sich jetzt ein Bier verdient. Ich geb eins aus! :prost2: Weiterhin dürfen alle gefundenen Rechtschreib- und Kommafehler eingetütet und gratis mit nach Hause genommen werden.


Über eine konstruktive Diskussion würde ich mich sehr freuen.

Antworten wie "Ich nehme Edelstahl", "ich habe noch alte Normteile zuhause gefunden", "zu viel Arbeit; ich nehme verzinktes", o.ä. sind :nein:


Damit beste Grüße,
Dreitakter
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Re: Ergebnisse: verzinkte Teile selbst brünieren (schwärzen)

Beitrag von Schwarzarbeiter » 18. November 2014, 00:35

Hallo Dreitakter,
dies ist ja wirklich ein gelungener Beitrag. Applaus! Ich werde Dein Verfahren in Zeit und Raum auch mal ausprobieren, da mich genau diese Frage auch schon seit einiger Zeit beschäftigt hat. Über erste Gedankenspiele war ich aber auch noch nicht hinaus.
Nun wird es aber dank Deiner präzisen Beschreibung sicherlich gelingen.

Danke und Gruß
Schwarzarbeiter
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Re: Ergebnisse: verzinkte Teile selbst brünieren (schwärzen)

Beitrag von littleego » 18. November 2014, 07:44

Respekt! Super Beitrag Dreitakter. Eigentlich müsste damit der Titel des Forumsexperten in Sachen Chemie an Dich gehen :king:

Grüße
Kai

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Re: Ergebnisse: verzinkte Teile selbst brünieren (schwärzen)

Beitrag von Gobi » 18. November 2014, 18:25

Finde ich auch einen sehr bemerkenswerten Beitrag, krass was Du Dir für eine Mühe gemacht hast!
Ich wundere mich alerdings etwas, das die Stahlbrünierung auf den Zink anspricht!?
Bist Du erstens sicher, daß da noch Zink drauf ist, bzw. besteht noch Korrisionschutz? Und zweitens, gibt es nicht einen Chemikalie, die Zink direkt schwarz färbt? Immerhin wird er in der "Natur" mit der Zeit ja auch schwarz (oder dunkelgrau)
Ich habe ein altes Buch, das sich mit solchen Sachen befasst, da kann ich mal nachschlagen, muss es nur finden.....
Wenn du tot bist, dann bist du lange Zeit tot.
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Re: Ergebnisse: verzinkte Teile selbst brünieren (schwärzen)

Beitrag von Denny » 18. November 2014, 19:18

Hallo,

das Thema hat mich lang beschäftig genau so wie Dich sehe ich.

Ich habe alle Teile glasgestrahlt und schwarz matt Chromatiert und beim Einbau können Kratzer mit Kaltbrüniermittel wieder schwarz gemacht werden.

geht auch auf Zink weiß mit den schwarz brünieren.


Toller Beitrag.


Gruß Denny

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Re: Ergebnisse: verzinkte Teile selbst brünieren (schwärzen)

Beitrag von Bastelfreund » 18. November 2014, 19:35

Hallo, sehr schöner und interresanter Beitrag.Hättest Du Ihn vor einem halben Jahr geschrieben hätte ichs ausprobiert, nun habe ich all meine Schrauben,Muttern u.s.w. mit Kaltbrünierung von Ballistol aufgearbeitet. Ich gebe Dir Recht, das warscheinlich die Haltbarkeit meiner Methode nicht von langer Lebensdauer sein wird, allerdings war ich in 2 Stunden fertig, o.k. das ganze säubern und entrosten der alten Orginalschrauben nicht mitgerechnet. Man kommt um eine gewisse Pflege Seiner Maschine nicht herum, deßhalb fällt es mir leicht, den Ansprüchen des Herstellers der Brünierung nachzukommen und die brünierten Teile stets leicht ölig zu halten.
Ich werde Deine Methode nächstes Jahr ausprobieren, wenn ich es wieder gemütlich habe in meiner Werkstatt. Vielleicht ergeben sich ja bis dahin neue Erkentnisse. Dank und Gruß Thomas.

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Re: Ergebnisse: verzinkte Teile selbst brünieren (schwärzen)

Beitrag von Dreitakter » 18. November 2014, 20:43

Hallöchen,
littleego hat geschrieben:Eigentlich müsste damit der Titel des Forumsexperten in Sachen Chemie an Dich gehen
Gott behüte!

Dank euch erstmal allen für die positive Resonanz!

@Gobi:
Zink kann man direkt schwärzen in dem man ihn in Rotwein (je billiger, desto besser) einlegt (mehrere Stunden/Tage). Ich habe auf diese Art und Weise eins meiner Kettenhemden geschwärzt. Die Schicht ist ähnlich hart, sieht ähnlich aus und ist auch korrosionsbeständig.
Warum ich das hier nicht gemacht habe, weiß ich nicht. :nono: Wahrscheinlich nur, weil ich mal was neues probieren wollte. :roll:

Weiterhin: Ja, der Zink ist noch drauf. Es ist nicht ohne weiteres möglich die Teile zum rosten zu bringen.
Folgendes wurde getestet:
  • mehrere Wochen bei Regenwetter auf dem Balkon belassen
  • mehrmals mit Salzwasser behandelt
  • mit milder Salzsäurelösung behandelt und dann Wasser + Zeit ausgesetzt.
@Denny: Schwarzverchromen wäre eine Alternative. Alle Galvanikbuden der Umgebung, bei denen ich in der Vergangenheit angefragt habe, waren sich entweder zu fein für Privatkunden und/oder Kleinmengen. Daher suchte ich nach einer Alternative, im Sinne selbst ist der Mann.

Auch wenn das Verfahren funktioniert würde ich dennoch Alternativen bevorzugen. Alles in allem vergleichsweise ein Riesenaufwand, bei dem auch bei sorgfältiger Arbeit bestimmt mit 5-10% Ausschuss zu rechnen ist.
Zu Empfehlen ist es, wie oben erwähnt wenn man Scheiben/Muttern aus dem Baumarkt bearbeiten will.

Wenn die Ausgangsteile nicht frisch aus der Tüte kommen, schätze ich die Erfolgschancen gering ein.

Kurzum: Nach guten Alternativen wird gesucht :banane:

Grüße!
- - - Auch Dummheit ist eine Gabe Gottes, man sollte sie jedoch nicht missbrauchen! - - -

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Re: Ergebnisse: verzinkte Teile selbst brünieren (schwärzen)

Beitrag von Bastelfreund » 18. November 2014, 21:46

Hallo Dreitakter , noch mal ganz kurz, na würdest Du das Kaltbrünieren denn als Alternative nicht in Betracht ziehen ?

Denny
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Re: Ergebnisse: verzinkte Teile selbst brünieren (schwärzen)

Beitrag von Denny » 18. November 2014, 21:59

noch was zu den Galvaniken ich hatte auch schlechte Erfahrungen , zwecke Qualität usw. zum Schluss bin ich bei den Galvanischen Werken Albert Kießling Neusäß gelandet. Kann die nur Empfehlen Top Arbeit der Preis stimmt und per Versand alles wieder da und das bei allen Teilen die machen lassen haben.
Gruß Denny

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Re: Ergebnisse: verzinkte Teile selbst brünieren (schwärzen)

Beitrag von Dreitakter » 18. November 2014, 23:17

Hi ihr beiden,

also Bastelfreund, beim Kaltbrünieren des blanken Metalls hat man eben das Problem, dass das brünierte Material in annähernd gleicher Geschwindigkeit rostet, wie Blankstahl.
Deswegen ölt man ja die brünierten Flächen. Ein richtig gutes Öl dafür ist, wie du schon sagtest, Ballistol. Denn Ballistol ist Schichtbildend. Das mag ja als Rostschutz schleichen. Schließlich sind die meißten hier Schönwetterfahrer und Schrauber, man kümmert sich also regelmäßig, auch im Herbst anständig um das Fahrzeug.

Aber ich bekomme da Bauchschmerzen, wenn ich an Stellen wie Schutzblech- oder Tankverschraubung denke. Stellen wos mal nass, schlammig und mulmig werden kann. Dazu Ecken wo man selten hinschaut und Federscheiben aller Arten verbaut sind. Insbesondere DAS sind die Stellen, an denen ich gern guten Korrosionsschutz habe. Nicht die, die ich immer im Blick habe.

Ich muss gleich dazu sagen: Mir ist klar, dass diese Einstellung viele als übertrieben erachten und mir ist auch beswusst, dass ich es nicht mehr erlebe, dass eine M6-Schraube wegen Unhygiene rostbedingt geschwächt wird...

Aber ich bin auch der Meinung, wenn man es macht, dann richtig :frank:
So ist eben meine Art und so bin ich bei bisherigen Krädern immer glücklich geworden.

Bei mir gehört also der Rostschutz an das Normteil. =)

Also war die Kernfrage: Rostfrei + originales Aussehen.

Daher kam bei mir persönlich Kaltbrünieren des Blanken Materials nicht in Frage.

:) So, genug bräsiges Blabla von mir.

Dreitakter over and out.
Prost :prost2:
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